{"id":1041,"date":"2021-08-20T16:49:12","date_gmt":"2021-08-20T16:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/sperzelhp.com\/?p=1041"},"modified":"2021-08-20T16:49:14","modified_gmt":"2021-08-20T16:49:14","slug":"freiheit-01","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sperzelhp.com\/?p=1041","title":{"rendered":"Freiheit.01"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"western wp-block-heading\">\u00dcber Freiheit an sich<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"western wp-block-heading\">\u00dcber Freiheit und den Bezug zu Reformierung, Rebellion und Revolution<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn ich \u00fcber Freiheit spreche und Wege und M\u00f6glichkeiten er\u00f6rtere, diese gew\u00fcnschte und (noch) nicht realisierte Eigenschaft zu erreichen, muss ich zun\u00e4chst Begrifflichkeiten und Definitionen bem\u00fchen, damit ich im Gespr\u00e4ch mit anderen an der gleichen, allen gemeinsamen Startlinie ins Unbekannte aufbreche. Ich muss weiterhin unterscheiden zwischen Rebellion und Revolution, zwischen Selbst, Geist und Seele und vor allen Dingen zwischen der \u201eFreiheit von\u2026\u201c, der \u201eFreiheit zu\u2026\u201c und Freiheit an sich. Ohne diese Begriffe definiert zu haben und ohne diese in gleicher Weise zu gebrauchen ist kein Gespr\u00e4ch \u00fcber Freiheit m\u00f6glich. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Und eine weitere Definition oder Einschr\u00e4nkung ist notwendig. Sie besch\u00e4ftigt sich mit der Frage, ob die genannten Motive allgemeing\u00fcltig f\u00fcr alle Menschen gelten, nur f\u00fcr ein Volk oder eine Gruppe, oder ob es nur um meine ureigene Person geht. Ist es also meine Freiheit, unsere Freiheit oder geht es um die Freiheit. Geht es also, salopp gesagt, um die egoistische Freiheit, die heimlich in der Nacht beim Nachbarn ihre Gartenabf\u00e4lle entsorgt; oder geht es um unsere Freiheit, die wir mit t\u00f6dlichen Waffen am Hindukusch und im S\u00fcdpazifik verteidigen; oder geht es um die Freiheit, die in den allgemeinen Menschenrechten ihren noch recht unfertigen Ausdruck findet. In den westlichen Demokratien sehen wir, die B\u00fcrger dieser Staaten, uns gerne in der weltweit fortschrittlichsten Version der Gesellschaftsformen, die uns im Vergleich mit anderen Systemen ein hohes Ma\u00df an \u201eFreiheit\u201c gew\u00e4hrt. Ob das stimmt, oder ob das aus einer anderen Perspektive heraus auch anders gesehen werden kann, will ich hier nicht diskutieren.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesen Zeilen werde ich nicht \u00fcber die Freiheit sprechen, die im politischen Diskurs in aller Munde zu sein scheint. Hier ansprechen m\u00f6chte ich die Freiheit, die im spirituellen und pers\u00f6nlichen Leben eine gro\u00dfe Rolle spielt und die selten klar und eindeutig gesehen wird. Es ist doch mehr als eindeutig, das alle systembedingten Einschr\u00e4nkungen und Regeln in einem Machtsystem (Politik, Recht) eine vollkommene Freiheit des Einzelnen nicht zulassen und selbst eine Gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche zweifelhaft erscheinen l\u00e4sst. Ich m\u00f6chte trotzdem versuchen, die M\u00f6glichkeiten von \u201eFreiheit\u201c besonders im pers\u00f6nlichen Bereich zu beleuchten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"western wp-block-heading\">Ist \u201eFreiheit an sich\u201c f\u00fcr einen Menschen \u00fcberhaupt m\u00f6glich?<\/h3>\n\n\n\n<p>Kein Lebewesen, das in irgendeiner Weise abh\u00e4ngig ist von seiner Umgebung, kann vollkommen oder absolut frei sein. Das ist unm\u00f6glich, denn ohne Luft zum Atmen, ohne Nahrung und so weiter geht Leben in der uns bekannten Form nicht. M\u00f6glich erscheint mir daher lediglich eine Freiheit zu beschreiben, die eine Umwelt einschlie\u00dft und voraussetzt, das in ihr menschliches Leben m\u00f6glich ist. Ich nenne das daher in Distanz zur Freiheit-An-Sich die Gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche-Freiheit. Sie kann nur solange und dort gedacht werden, wo eine geeignete k\u00fcnstliche oder nat\u00fcrliche Umgebung dauerhaft vorhanden ist. Das kann, wenn ich unsere Welt mit n\u00fcchternen Augen betrachte, bisher nirgendwo auf der Welt als gegeben angenommen werden. Weiterhin muss ich ber\u00fccksichtigen, das jedes Leben endlich ist und permanent von Krankheit und Tod bedroht ist. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h3 class=\"western wp-block-heading\">Woran erkenne ich , ob ich frei bin?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte mit einer Aussage beginnen, die wahrscheinlich sofort auf heftige Widerspr\u00fcche trifft und die das Mark unserer politischen Kultur ersch\u00fcttern w\u00fcrde, w\u00e4re sie erwiesen und wahr: \u201eDer in Freiheit lebende Mensch wird weder rebellieren noch eine Revolution anzetteln.\u201c Warum sollte er so etwas auch tun? Rebellieren kann man nur gegen Menschen, die auf andere Druck aus\u00fcben. Kann und werde ich aber unter Druck gesetzt, bin ich nicht frei. Revolutionen durchf\u00fchren bedeutet, ein Gesellschaftssystem durch ein anderes zu ersetzen, hat etwas mit Macht haben und aus\u00fcben zu tun. Systeme dieser Art aber schr\u00e4nken prinzipiell die pers\u00f6nlichen M\u00f6glichkeiten ein. Wenn ich eingeschr\u00e4nkt mich befinde, bin ich nicht frei. Reformen stattdessen durchf\u00fchren hei\u00dft, bestehende Regeln und Grunds\u00e4tze anpassen an eine aktuelle Situation und ist damit von Prinzip her niemals fertig, denn das, was aktuell ist, ist immer schon vergangen, wenn ich seinen Inhalt erkenne. Reformen sind eine niemals endende Schleife der Anpassung. Wenn immer wieder neu reformiert werden muss, lebe ich zeitweise in unangemessenen Umst\u00e4nden und bin daher auch nicht frei. Wann also bin ich wirklich frei? Muss ich also, um wirklich frei zu sein, sozusagen bestehende Regularien ausblenden, mich in einen Rahmen zw\u00e4ngen, in dem weder Reformen, Revolutionen noch Rebellionen m\u00f6glich sind? Ist dann vielleicht ein Leben in einem Kloster so ein Rahmen? Und bin ich im Kloster, dem ich dann selbstbestimmt angeh\u00f6re, wirklich frei?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"western wp-block-heading\">Der Bezug zu Religion und Spiritualit\u00e4t<\/h3>\n\n\n\n<p>Die absolute Freiheit <sup class='footnote'><a href='#fn-1041-1' id='fnref-1041-1' onclick='return fdfootnote_show(1041)'>1<\/a><\/sup>, also die, die weder ein \u201evon&#8230;\u201c noch ein \u201ezu&#8230;\u201c kennt, ist in meiner Vorstellung ein paradiesischer Zustand, in dem weder Gefahren, Zw\u00e4nge noch N\u00f6te auftauchen. Eine solche Welt ist meiner Kenntnis nach auf der uns bekannten Welt nicht einmal ansatzweise gegeben und stellt f\u00fcr mich \u201elediglich\u201c eine sehr hohe Idealvorstellung dar. Als lebendiger Mensch in der heutigen Form und Zeit erscheint sie mir unerreichbar. Sie w\u00e4re f\u00fcr mich in der Definition eine Form des Lebens, die weder Rebellion oder Revolution noch permanente Reformierungen notwendig erscheinen lie\u00dfe. Aber ich kann diese Idealvorstellung sozusagen als Ma\u00dfgabe verwenden, die ein Leben in momentan gr\u00f6\u00dftm\u00f6glich anzustrebender Freiheit bezeichnen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p><i>Ein gutes, zufriedenstellendes und gl\u00fccklichen Lebens zufolge w\u00e4re damit definiert als weitestgehende Abwesenheit von rebellischen oder umst\u00fcrzlerischen Gef\u00fchlen und Gedanken und wenigen W\u00fcnschen nach Ver\u00e4nderung der Gegebenheiten. <\/i><\/p>\n\n\n\n<p>Nun sind gut, zufrieden und gl\u00fccklich ja relative Begriffe, die stets die Anwesenheit von schlecht, unzufrieden und ungl\u00fccklich verlangen. Demzufolge m\u00fcssten die Lebensumst\u00e4nde eines Menschen in Freiheit so geschaffen sein, das es dieser Wertungen im weitesten Sinne nicht mehr bed\u00fcrfte. Es g\u00e4be also in gro\u00dfer Ann\u00e4herung nur noch Gutes, Zufriedenes und Gl\u00fcckliches. Und da wir Menschen nicht erst seit heute in gro\u00dfer Zahl auftreten, m\u00fcsste dieses f\u00fcr alle Menschen gleicherma\u00dfen gelten. Und als mitf\u00fchlende Wesen m\u00fcsste der Mensch diese Zust\u00e4nde auf alle lebenden Wesen ausdehnen. Das ist insgesamt ein sehr hoher Anspruch, den die Forderung nach gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Freiheit zugrunde legt. Die Menschheit ist weit davon entfernt, dem Folge leisten zu k\u00f6nnen. Aber hei\u00dft das dann auch gleich, das die Suche nach besseren Bedingungen f\u00fcr das Ann\u00e4hern an das gro\u00dfe Ideal prinzipiell erfolglos sein muss? Ich denke, dass das nur mit einem \u201eja, aber&#8230;\u201c beantwortet werden sollte, denn jeder Schritt in die Richtung dorthin f\u00fchrt zu einer Verbesserung der Welt. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Wenn wir uns die Welt heute anschauen, so sind Rebellionen, Revolutionen und Reformversuche weltweit verbreitet. Es vergeht kein Tag, an dem nicht zus\u00e4tzlich noch Provokationen, Verleumdungen, Falschdarstellungen und Hintergehungen genutzt werden, um Rebellionen oder Revolutionen auszul\u00f6sen oder wahrscheinlicher zu machen. Und es ist auch nicht davon auszugehen, das die Menschen, denen es gut geht, die zufrieden und relativ gl\u00fccklich ihr Leben f\u00fchren k\u00f6nnen, bereit sein werden, dieses mit weniger gl\u00fccklich lebenden Menschen zu teilen. Wir sagen gerne: Menschen sind so.\u201c Stimmt das? Stimmt das wirklich? Ich denke nicht. Es gibt nur wenige Ereignisse, in denen Menschen aktiv das Ungl\u00fcck anderer steigern oder fortsetzen wollen. Meist ist es so, das schlicht und einfach die r\u00e4umliche Entfernung des Anderen oder das Anderssein des N\u00e4chsten die Gleichg\u00fcltigkeit hervorrufen, die wir tagein tagaus beobachten k\u00f6nnen. Je n\u00e4her uns Ereignisse wie Unf\u00e4lle oder Krankheiten ber\u00fchren, um so intensiver, um so mitf\u00fchlender werden sie empfunden. Aber ich komme gerade zu weit weg von der oben proklamierten Gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen-Freiheit, die wir doch uns ansehen wollten. Und es stellt sich die Frage, was denn der Einzelne tun kann, um \u201emehr\u201c Freiheit zu erreichen, sich also weiter anzun\u00e4hern an das Ideal.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"western wp-block-heading\">Freiheit ist immer auch die Freiheit der Anderen<\/h3>\n\n\n\n<p>Nun ist ja Freiheit, und das ist schon ein gefl\u00fcgeltes Wort, in Gesellschaften immer auch die Freiheit des Anderen und des Anders-Denkenden. Da der Einzelne aber nicht die Handlungen und Vorstellungen des Anderen lenken kann, kann er eigentlich nur bei sich selbst anfangen. Und hier haben wir bereits einen ersten Grundsatz entdeckt, der die Arbeit zu Freiheit leiten kann: Freiheit muss zun\u00e4chst bei sich selbst beginnen. Nur wenn ich selbst f\u00fcr mich eine Ann\u00e4herung an Freiheit denken kann, kann ich dieses Gedachte dann auch auf andere Wesen, auf die Welt anwenden. Die erste Frage ist also: \u201eWas ist Freiheit f\u00fcr mich?\u201c. Das ist, obwohl ich selbstverst\u00e4ndlich \u00fcber mich Bescheid zu wissen glaube, trotzdem eine sehr schwere Frage. Denn im Gegensatz zum Anderen sehe ich mich selbst nie aus einer ganzheitlichen Perspektive. Einen anderen als Typ einzuordnen, nehmen wir mal als introvertiert oder extrovertiert, ist meist schon nach Minuten des Beisammenseins entschieden. Aber wie geht das bei mir selbst? Und auch wenn die Typenbildung noch relativ machbar erscheint, wie kann ich dann so etwas Unscharfes wie Freiheit und mein Befinden diesbez\u00fcglich an mir selbst feststellen? Weiter oben habe ich gezeigt, das aufbegehren, umst\u00fcrzen und der Drang nach Erneuerung oder Ver\u00e4nderung anzeigen kann, wie frei ich mich f\u00fchle. Nun kann ein Drang ja verschiedene Auspr\u00e4gungen haben. Er kann lediglich in Gedanken stattfinden, er kann in immer noch konformen Verweigerungen stattfinden (Dienst nach Vorschrift) oder schon Handlungen hervorbringen, die gegen die oder eine bestehende Ordnung angehen (Verweigerung). Und er kann diese Handlungen weiterf\u00fchrend in eine Form \u00fcberf\u00fchren, die in Kampf und\/oder Gewalt endet (Untergrund). Immer aber ist Selbstbehauptung die treibende Kraft, sei es in der Form \u201eich habe recht\u201c \u00fcber \u201egeht so f\u00fcr mich gar nicht mehr\u201c bis hin zu \u201edas muss weg\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"western wp-block-heading\">Selbstbehauptung<\/h3>\n\n\n\n<p>Nun ist Selbstbehauptung ja eine Kraft, die den Menschen zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Pr\u00e4gungen fordert. Man denke nur an die ber\u00fchmt ber\u00fcchtigten Jahre der Pubert\u00e4t, die Milde von Eltern Pubertierenden gegen\u00fcber und die feine Gelassenheit der sp\u00e4ten und besonders ganz sp\u00e4ten Jahre. Menschen scheinen sich fortw\u00e4hrend zu \u00e4ndern. Sie wandeln sich, nicht nur im \u00c4u\u00dferen, sondern auch in ihrer Haltung. Wie also kann sich sich ein Freiheitsgedanke in einem sich st\u00e4ndigen wandelnden \u201eIch denke\u2026\u201c sich darstellen. L\u00e4sst sich die\/eine Auswahl \u201eFreiheit\u201c also jemals in eine formulierbare, nieder-schreib bare Form \u00fcberf\u00fchren? Zumindest scheinen diese Versuche bisher nicht nachhaltig von Erfolg gekr\u00f6nt zu sein. Meine Freiheit heute ist also immer nur eine Momentaufnahme, die geschrieben schon veraltet sein kann und wird. Als ein m\u00f6glicher Ausweg werden oft Verallgemeinerungen angesehen, die sozusagen f\u00fcr alle Phasen eines Lebens zutreffend sein k\u00f6nnten. Die Problematik dabei ist aber immer, das Allgemeing\u00fcltiges immer Setzungen verlangt, die wiederum das Freiheitsgef\u00fcge, das ja eine offene Haltung gegen\u00fcber allem voraussetzt, einschr\u00e4nken k\u00f6nnen. Und die Frage, die sich aus dieser \u00dcberlegung ergibt, m\u00fcsste hei\u00dfen: \u201eGibt es daf\u00fcr Setzungen, die Allgemeing\u00fcltigkeit f\u00fcr sich beanspruchen k\u00f6nnen?\u201c Nun k\u00f6nnte man wie in christlichen Gesellschaften \u00fcblich die sogenannten Zehn Gebote <sup class='footnote'><a href='#fn-1041-2' id='fnref-1041-2' onclick='return fdfootnote_show(1041)'>2<\/a><\/sup> als Grundlage nehmen, aber seien wir ehrlich, welche davon k\u00f6nnen f\u00fcr sich Allgemeing\u00fcltigkeit in Anspruch nehmen? Von \u201enur einem Gott dienen\u201c \u00fcber das T\u00f6ten, das Ehebrechen, das Stehlen, das L\u00fcgen, \u201edas Sabbat halten\u201c bis zu \u201eVater und Mutter ehren\u201c haben sich Christen- und Judentum einschlie\u00dflich der gro\u00dfen Masse ihrer Anh\u00e4nger an keines der Gebote jemals wirklich gehalten. Selbiges gilt entsprechend f\u00fcr (fast) alle anderen Religionen. Ich glaube, das man daraus den Schluss ableiten kann, das Gebote, Gesetze und Verhaltensvorschriften keine wirklich erfolgreiche Strategie darstellen, die Menschen (&#8230;und in ihrem Gefolge alle anderen Wesen) sowohl als Person als auch als Masse zur Freiheit zu f\u00fchren. So also kann \u201eFreiheit&#8230;\u201c nicht beschrieben werden. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h3 class=\"western wp-block-heading\">Freiheit \u00fcber Mitgef\u00fchl<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein weiterer, weit verbreiteter Versuch, der besonders in Asien gro\u00dfe Anh\u00e4ngerscharen in den Bann zieht, geht \u00fcber das Substantiv \u201eMitgef\u00fchl\u201c, neudeutsch \u201eEmpathie\u201c genannt. Ohne mich jetzt in die viel mehr als breit ausgewalzten Vorstellungen der Wissenschaften verlieren zu m\u00fcssen, was sich unter diesen Begriffen verbirgt oder verbergen k\u00f6nnte, l\u00e4sst sich doch die Beobachtung machen, das sich nicht alle Menschen dieser \u201eBegabung\u201c, F\u00e4higkeit oder Wahrnehmung bedienen, um ihrem Leben einen \u00fcberschaubaren Rahmen zu geben. Weiterhin k\u00f6nnten wir anf\u00fchren, das ein chinesischer Bauer in einer von der modernen Zivilisation weit abgelegenen Provinz es leicht habe, sich mitf\u00fchlend zu verhalten. In einer modernen europ\u00e4ischen Gro\u00dfstadt und in deren Gedr\u00e4nge, wo mitf\u00fchlende und nicht-mitf\u00fchlene Menschen leicht aufeinander treffen, s\u00e4he das aber nachvollziehbar anders aus. Da sich einige in der Masse nicht an Mitgef\u00fchl orientieren, m\u00fcsse sozusagen ein allgemein g\u00fcltiges Mitf\u00fchlen schon aus einer Gerechtigkeitsvorstellung entfallen. Das ist aus einer logischen \u00dcberlegung heraus durchaus nachvollziehbar, erkl\u00e4rt aber nicht den vollkommenen Verzicht auf Mitgef\u00fchl. Denn Mitgef\u00fchl, das scheint dabei nicht ber\u00fccksichtigt zu sein, ist ja einerseits, wie der Name schon sagt, ein Gef\u00fchl, andererseits dient es nicht nur im Bezug zum Anderen, sondern ist auch hilfreich, vielleicht sogar notwendig zur Wahrnehmung der eigenen Befindlichkeiten. Gef\u00fchle sind ja Wahrnehmungen und deren Interpretationen, die vom Menschen nicht aus einem freiem Willen heraus machbar sind, sondern scheinen wie eine von au\u00dfen kommende, aber nicht greifbare Eingebung (Geist, Atmosph\u00e4re) zu sein. Schon aus diesen Gr\u00fcnden heraus scheint es mir nicht gangbar zu sein, den Begriff der \u201eFreiheit an sich\u201c allein \u00fcber Mitgef\u00fchl zu definieren. Mitgef\u00fchl sollte sicherlich eine bedeutende Rolle dabei spielen, m\u00fcsste aber wohl durch Substantive wie Selbstbehauptung und Lebenswille und Typisierungen wie Enge, Weite und Stagnation bez\u00fcglich der Wahrnehmungsdichte erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir das bisher Ausgef\u00fchrte in die oben vorgenommene vorl\u00e4ufige Definition f\u00fcr ein gutes Leben einf\u00fcgen, erhalten wir in etwa nachfolgende Formulierung:<\/p>\n\n\n\n<p><i>Ein gutes, zufriedenstellendes und gl\u00fccklichen Lebens als Bedingung f\u00fcr \u201eGr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Freiheit\u201c zufolge w\u00e4re damit definiert als weitestgehende Abwesenheit von rebellischen oder umst\u00fcrzlerischen Gef\u00fchlen und Gedanken, wenigen W\u00fcnschen nach Ver\u00e4nderung der Gegebenheiten und einer pers\u00f6nlicher Verwirklichung von Mitgef\u00fchl. <\/i><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"western wp-block-heading\">Information, Narrativ, Moral und Ethik<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine m\u00f6gliche Erg\u00e4nzung zu den schon erw\u00e4hnten Motiven, die zur Beschreibung, Definition von \u201eEinem guten Leben\u201c herangezogen werden sollten\/m\u00fcssen, sind die Begrifflichkeiten Narrativ <sup class='footnote'><a href='#fn-1041-3' id='fnref-1041-3' onclick='return fdfootnote_show(1041)'>3<\/a><\/sup>, Moral <sup class='footnote'><a href='#fn-1041-4' id='fnref-1041-4' onclick='return fdfootnote_show(1041)'>4<\/a><\/sup> und Ethik <sup class='footnote'><a href='#fn-1041-5' id='fnref-1041-5' onclick='return fdfootnote_show(1041)'>5<\/a><\/sup>. Zu jeden dieser Begriffe gibt es Material in H\u00fclle und F\u00fclle in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung, die ganze Bibliotheken zu f\u00fcllen verm\u00f6gen. Diese einzeln auszuf\u00fchren w\u00fcrde jede Arbeit sprengen, dazu eine Auswahl zu treffen aber wird der Thematik des Artikels nicht gerecht, denn die Ansichten \u00fcber die Definition und Hintergr\u00fcnde dieser Begriffe sind breit gestreut und so widerspr\u00fcchlich, das sich einfach kein klares Bild mehr ergeben kann. Ich w\u00fcrde in einer Auswahl dann wiederum nur aus Bruchst\u00fccken aufs Ganze schlie\u00dfen und damit eine gro\u00dfe Unsicherheit produzieren. Und davon gibt es meiner Meinung nach bereits mehr als genug. Das ist \u00fcbrigens auch der Grund, warum ich mich hier weder Zitaten bediene noch an der allgemein beliebten Methode festhalte, gro\u00dfe Denker als Rechtfertigung meiner Thesen heranzuziehen. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Liberation Sans, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Narrativ<\/b><\/span><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Beginnen wir mit <b>Narrativen<\/b>. Diese Geschichten spielen sich immer in einem Rahmen ab, dessen Inhalte so in dieser F\u00fclle nur in einem einzelnen Ereignis stattfinden konnten. Zu der Schlussfolgerung, das sich \u00e4hnliche Ereignisse und deren Problematiken mit den gleichen Mitteln l\u00f6sen lassen, die erz\u00e4hlt dargestellt wurden, kann hier und da zwar hilfreich sein, zeigt aber nicht das ganze Spektrum auf, das in einer Problemstellung zur L\u00f6sung herangezogen werden kann. Da Freiheit f\u00fcr jeden Einzelnen auch immer den ganzen Spielraum erlauben und m\u00f6glich machen sollte, ist die Wahl der im Narrativ dargestellten vorbildlichen Handlungsweise als eine Vorentscheidung anzusehen, die nicht aus dem Betroffenen in einer Konfrontation mit einer \u00e4hnlichen Situation selbst erfolgt. Narrativ vermittelte Handlungsweisen dienen bevorzugt zu einer schnellen Entscheidungsfindung und\/oder sind zumeist so gestrickt, das das bestehende Machtsystem profitiert. Vorentscheidungen aber widersprechen grunds\u00e4tzlich jedem Freiheitsgedanken.<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Liberation Sans, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Moral<\/b><\/span><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Die <b>Mora<\/b>l gibt es nur auf der Grundlage einer lebenden, sich gestaltenden Gesellschaft, die sich den sch\u00f6nen Begriff der Kultur gegeben hat. Sie ist wesentlich eine \u00dcbereinkunft, an der sich die in dieser Kultur lebenden Menschen orientieren und mehrheitlich eingehalten werden. Die bereits genannten religi\u00f6sen Gebote werden hierbei durch Gesetze, Verordnungen und Gebr\u00e4uche ersetzt, die mehr oder weniger einen Kompass f\u00fcr das Verhalten jedes Mitglieds der Gesellschaft errichten. Gerne wird dieser Kompass auch als Gewissen bezeichnet, das sich dann negativ \u00e4u\u00dfert, wenn gegen die gelebten Gesetze\u2026 versto\u00dfen wurde. Moralisches Verhalten ist sicherlich eine nicht zu missachtende Grundbedingung, um frei zu leben. St\u00f6rend dabei ist nur, das die Mittel der Moral immer Setzungen sind, die weder allgemein g\u00fcltig noch auf jede Situation eines Menschen zutreffend angewendet werden k\u00f6nnen. Sie stellen immer einen Zwangscharakter dar, der meiner \u00dcberzeugung nach Freiheit zumindest einschr\u00e4nkt, wenn nicht gar unm\u00f6glich macht.<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Liberation Sans, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ethik<\/b><\/span><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Wie die beiden bisher behandelten Begriffe ist <b>Ethik<\/b> ebenfalls ein sehr unscharfer Begriff. Nahezu jeder bekannte Philosoph der Geschichte hat versucht, eine ethische Grundlage zu schaffen, auf der Moral entstehen kann. Von daher gilt in meiner Vorstellung f\u00fcr Ethik die gleiche Einschr\u00e4nkung wie f\u00fcr Moral, wenn wir den Begriff der Freiheit n\u00e4her beschreiben oder gar definieren wollten. Allerdings ist im Gegensatz zur Moral die Ethik wesentlich grundlegender. Dazu verwenden die Autoren der Schriften Setzungen, die den Fragehorizont in einer \u201eangemessenen Tiefe\u201c begrenzen. Erfindungen wie die Beispiele Seele, Gott, Transzendenz, Vernunft, \u2026 werden dabei absolut gesetzt und stoppen die kausale Fragekette, die sich sehr sch\u00f6n im kindlichen \u201eund dann\u2026 und dann\u2026\u201c darstellen l\u00e4sst. Die Existenz von Seele, Atman, Monaden, Gott, \u2026 kann nicht belegt werden und erscheint \u00e4u\u00dferst fragw\u00fcrdig, wenn wir den Zustand der Welt unter der Regiment des Menschen vorurteilsfrei betrachten. Transzendenz verweist wie das Unbewusste auf eine Sph\u00e4re, zu der wir schon aus der Definition heraus keinen Zugang besitzen k\u00f6nnen. So etwas als Grundlage f\u00fcr Handlungssysteme zu verwenden, ist und bleibt fragw\u00fcrdig. Selbst mit der auf der gleichen Basis beruhenden Logik ist daher eine Einbeziehung derselben zu einem beschreibenden Freiheitsentwurf nicht nachvollziehbar.<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Liberation Sans, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Information<\/b><\/span><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Alle drei Motive beziehen sich auf eine Gesellschaft, die sich einer Wahrheit verpflichtet f\u00fchlt und sich in diesen Dreien widergespiegelt sieht. Allerdings neigen unsere hochmodernen <b>Information<\/b>sgesellschaften aber gerade nicht dazu, eine f\u00fcr alle g\u00fcltige Wahrheit zu verfestigen und diese somit f\u00fcr alle Teilnehmer der Gesellschaft verpflichtend zu machen. Im Gegenteil, die digitale Datengesellschaft braucht weder Narrativ und Moral. Sie behauptet die Wirklichkeit in Daten abbilden zu k\u00f6nnen und diese in beliebiger Form lesbar zu rekonstruieren. Somit braucht sie nicht eine angenommene oder geglaubt Wahrheit, sondern ersetzt diese durch eine durch maschinelle Algorithmen gesteuerte Anpassung, die zu jedem belieben Zeitpunkt die Wirklichkeit, wie sie ist oder gew\u00fcnscht wird, exakt abbildet. Da sich Freiheit direkt auf Wahrheit bezieht, Daten aber keine Wirklichkeiten sind, wird die Datengesellschaft, zu der wir immer n\u00e4her aufr\u00fccken, an Freiheit und deren Beschreibung nicht interessiert sein. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Die Inhalte der Begriffe Information, Narrativ, Moral und Ethik sind nach meiner Einsch\u00e4tzung f\u00fcr den reinen Freiheitsbegriff nicht relevant. Trotzdem kann der auf gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Freiheit bestehende Mensch diese Beschreibungen nicht unber\u00fccksichtigt lassen, da er sich nicht allein auf der Welt befindet und gezwungen ist, mit Mitmenschen (&#8230;meist in Frieden) zu leben. Ein freies Leben in einer gez\u00e4hmten Natur scheint heute m\u00f6glich geworden zu sein, die Bedrohung durch den Mitmenschen ist damit aber nicht ausgeschaltet. F\u00fcr den Menschen ist der Mensch selbst nach wie vor die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung. Wir m\u00fcssen also das friedliche Zusammensein mit allen Mitmenschen in mehrdeutiger Weise in einer Freiheitsbeschreibung unterbringen. Leider ist unsere Sprache aber f\u00fcr Mehrdeutigkeiten nicht gut ausgelegt. Daher verweise ich darauf, das der einschr\u00e4nkende Begriff der \u201eGr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Freiheit\u201c, wie er in der bisherigen Formulierung verwendet wird, das friedliche Zusammenleben mit Mitmenschen als Gebot und somit auch als Einschr\u00e4nkung bereits enth\u00e4lt. Ich w\u00fcrde daher lediglich zu einer Empfehlung f\u00fcr den Freiheit-Liebenden greifen, bestehende Sitten, Gebr\u00e4uche, Ethik und Moralvorstellungen im \u00f6ffentlichen Bereich nicht zu verletzen, da ansonsten der vereinte Widerstand der Mitmenschen die eigene Freiheit erschwert oder gar unm\u00f6glich macht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"western wp-block-heading\">Zur\u00fcck zur Natur<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine weitere Beobachtung der Neuzeit ist der Trend, seine Freiheit zu suchen in einer Lebensform, die kurz und b\u00fcndig mit \u201eeinem zur\u00fcck zur Natur\u201c beschrieben werden kann. Das ist eine Umkehrung der bisher \u00fcblichen Ziele des Menschen, die Natur und deren Gefahren und Einschr\u00e4nkungen gerade aus dem aktiven Menschenleben heraus-zu-technisieren. Viele Aussteiger entziehen sich heute der Stadt mit deren Arbeitsteilungen und Komfortzonen, um mit Gleichgesinnten auf dem Lande ein Selbstversorger-Leben zu f\u00fchren und so der Natur nahe zu sein. Nur, und das ist meine erste Frage, wie steht es denn in europ\u00e4ischen Breiten wirklich mit dem Auffinden von Natur? Es ist doch eher so, das Europa zu einer Kulturlandschaft geworden ist, in der Wildheit und Ungebrochenheit bzw. Verbundenheit mit der Natur schwer aufzufinden ist. Ist das b\u00e4uerliche Landleben wirklich ein Leben in Natur? Meiner \u00dcberzeugung nach findet sich Natur nur noch in Naturschutzgebieten, und dort auch nur, wenn wie in S\u00fcdamerika zum Beispiel der Zugang des Menschen zu diesen Fl\u00e4chen streng eingegrenzt wird. Ein Leben in Natur kann dort noch nicht einmal der Wildh\u00fcter f\u00fchren, da er sich beruflich mit den \u00dcbergrifflichkeiten der nicht-naturgebundenen Menschen auseinander setzen muss. Eine zweite Frage schlie\u00dft sich an, die danach fragen muss, ob denn nun ein Leben in Einfachheit des Bauernstandes wirklich zu mehr Freiheit f\u00fchrt? Auch das Selbstversorger-Leben muss sich an sehr genau definierten Determinationen halten, die vom terminlich eingegrenzten Garten bestellen \u00fcber die Tiere versorgen bis zur Herstellung von Lebensmitteln f\u00fchrt. Was ist, was geschieht mit meiner Freiheit, wenn ich gerade heute mal keine Lust oder Kraft habe, die Tiere zu f\u00fcttern und deren Stall zu reinigen? Auch das \u201ezur\u00fcck zur Natur\u201c ist f\u00fcr mich daher nur ein vorgefertigtes Konzept, das zwar etwas anders ist, aber das Bestehende nicht wirklich aufhebt und wenig Platz f\u00fcr pers\u00f6nliche Freiheit l\u00e4sst. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h2 class=\"western wp-block-heading\">Die Geisteswissenschaft Philosophie<\/h2>\n\n\n\n<p>Bleibt noch, wie die K\u00f6nigsdisziplin der Wissenschaften, die Philosophie mit dem Begriff Freiheit umgeht. Wenn wir von den zu Beginn des Artikels ausgeschlossenen \u201eFreiheiten von und zu\u2026\u201c ausgehen, hat unsere \u201eLiebe zur Weisheit\u201c nicht wirklich viel zu bieten. Meist geht es um die politische, die staatsrechtliche Freiheit oder aber die, die im Verh\u00e4ltnis zum Mitmenschen oder dem Gebrauch von Gegenst\u00e4nden nach Regeln oder Beziehungspunkten fragt. Ein weiteres Thema ist der Bezug zu kausalen Zusammenh\u00e4ngen, zur gesetzten Vernunft und der gesetzten Kategorienlehre europ\u00e4isch gepr\u00e4gter Philosophie. Darin wird die \u201eFreiheit an sich\u201c oft als unvollst\u00e4ndig und ungeeignet bezeichnet, und es wird angeraten, den Begriff aus der wissenschaftlichen Arbeit weitestgehend zu verbannen. Bedeutsam ist auch die in den philosophischen Abhandlungen oft zu bemerkende Versuch, die pers\u00f6nliche Freiheit mit Anarchie gleichzusetzen. Da Anarchie und Ordnungssysteme sich zu widersprechen scheinen, begleitet die Verwendung des Begriffes stets eine deutlich ausgepr\u00e4gte Skepsis. Daran konnten auch die Versuche, ihn durch \u201eHandeln des Handelns\u201c, \u201eDetermination der Determination\u201c, \u00fcber Affirmationen oder durch \u201etranszendentes Handeln\u201c zu ersetzen bzw. zu erkl\u00e4ren, nichts \u00e4ndern. Auch die Erkl\u00e4rungen, Freiheit deutlich von Willk\u00fcr abzusetzen oder Freiheit dadurch zu begrenzen, das der Weg zu Willk\u00fcr verbaut ist, \u00fcberzeugt nicht wirklich. In allen europ\u00e4isch gepr\u00e4gten Philosophiekonzepten ist der Mensch einer Vielzahl von Determinationen unterworfen, die den Anspruch, \u201ein Freiheit sein zu k\u00f6nnen\u201c negieren und immer wieder in die Gebundenheit zur\u00fcckf\u00fchren. F\u00fcr eine Beschreibung der \u201eFreiheit an sich\u201c, die sich als hohes Gut und Ideal darstellt, halte ich daher die wissenschaftlich orientierte europ\u00e4ische Philosophie f\u00fcr ungeeignet. Au\u00dferdem, wer jemals versucht hat, die Begriffsmodelle \u00fcber Freiheit oder direkt angrenzender Themenkomplexe in den philosophischen Schriften zu verstehen oder gar sich anzueignen, wird verstehen, warum das von mir so gesehen wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"western wp-block-heading\">Dataismus<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch der Versuch in der europ\u00e4ischen Kultur der letzten Jahrzehnte, die Sprache und ihre Wirkungen in Bezug zu Sinngebung, Kommunikation und Identit\u00e4t vom Leben abzukoppeln, helfen in dem Versuch, die Freiheit an sich zu beschreiben, nicht wirklich weiter. Au\u00dferdem haben sich diese Versuche derart intellektualisiert, das von einem breit gef\u00e4cherten Verst\u00e4ndnis dieser Techniken in der Masse der Bev\u00f6lkerung nicht gesprochen werden kann. Weiterhin ist gerade in intellektuellen Kreisen in 2021 zu vermerken, das mit Gendern und anderen Identit\u00e4tskampfmethoden eine reaktion\u00e4re Wiederbelebung der Subjektivit\u00e4t in einem materialistischem Kleid zu beobachten ist. Versch\u00e4rft wird dieser Trend durch die digitalen Medien, die scheinbar nur noch kurz gefasste Erkl\u00e4rungsversuche zuzulassen scheinen. Die These von Ockham, das bei der Bildung von Hypothesen und Theorien Sparsamkeit geboten sei und daher die einfachste Variante den Vorzug genie\u00dfen sollte, wird von den Dataisten <sup class='footnote'><a href='#fn-1041-6' id='fnref-1041-6' onclick='return fdfootnote_show(1041)'>6<\/a><\/sup> heute wohl falsch verstanden. Um bei der Wahl einer Theorie den Vorzug geben zu k\u00f6nnen, muss man alle zur Verf\u00fcgung stehenden Theorien kennen. Erst dann ist eine Wahl eine Wahl. Und was f\u00fcr Theoriebildung gilt, k\u00f6nnte leicht auch bei der Wahl von Parteien und Mandatstr\u00e4gern gelten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"western wp-block-heading\">Die neue Ph\u00e4nomenologie<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine weitere \u00dcberlegung, die im philosophischen Kreisen eine sehr unbeachtete Rolle spielt, ist das Werk des Philosophen Hermann Schmitz: Die neue Ph\u00e4nomenologie. Sie scheint, auf einen ersten Blick meinerseits betrachtet, einen Weg aufzuzeigen, die alte Philosophie aus ihrem Schlaf zu wecken und wieder zu beleben. Besondere Kritikpunkt dieser Arbeiten sind die Verfahrensweisen des Psychologismus, des Reduktionismus und der Introjektion (Innenverlegung). Ich bin allerdings noch nicht tief genug in das Werk eingedrungen, um weiterf\u00fchrende Aussagen treffen zu k\u00f6nnen. Es wird irgendwann in der Zukunft dazu einen Artikel geben. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h2 class=\"western wp-block-heading\">Der weite Weg\u2026 und sein Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Nun sind wir, ich im Schreiben, Sie im Lesen, schon einen sehr weiten Weg gegangen, und wir m\u00fcssen feststellen, das wir noch nicht allzu weit fortgeschritten sind. Gro\u00dfe Probleme bereiten die vielfachen Setzungen unserer europ\u00e4ischen Kultur und die Schwierigkeiten der Sprache, mit Vieldeutigkeiten umzugehen. Auch unsere Wissenschaften bestehen und begr\u00fcnden sich auf den Setzungen, die zum Teil schon 2500 Jahre alt sind. Ich sehe zur Zeit in unserem Umfeld keinen gelungenen Versuch, den Sucher nach pers\u00f6nlicher Freiheit so zu beraten, das die Selbstbestimmtheit, die Freiheit ja fordert und begr\u00fcndet, gegeben w\u00e4re. Der Glaube daran, Kausalit\u00e4t, Widerspruchsfreiheit und Beweisbarkeit seien unverzichtbar, scheinen mir dabei das gr\u00f6\u00dfte Hindernis zu sein. Ich m\u00f6chte dem Sucher daher einen anderen Gedankenweg vorschlagen, der an der \u00f6stlichen Weisheitslehre des Taoismus angelehnt ist und der zwar nicht alle Fragen beantwortet, aber auch keine Fragen ausgrenzt und der weitestgehend ohne Setzungen auskommt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"western wp-block-heading\">Tao: Freiheit an sich kann nicht begrenzt werden<\/h3>\n\n\n\n<p>Grundlage dieses Versuchs ist die Einsicht, das das, was frei sein soll, nicht begrenzt werden kann, weder durch Worte noch durch Taten. Auch nach einer Ursache zu suchen f\u00fcr eine Wahrnehmung ist bereits eine Begrenzung, denn der Fragelauf, der sich auf die Frage nach Ursachen \u00f6ffnet, ist unendlich und kann nur durch Setzungen begrenzt werden. Tats\u00e4chlich oder besser gesagt wirklich ist f\u00fcr den Suchenden nur, das er jetzt und gerade hier sich und eine Welt vorfindet. Er kann sich und seine Welt nicht aus einer abgehobenen oder ausgelagerten Perspektive betrachten. So sind wir auf dieser Welt erschienen, so wirken und wandeln wir in dieser und so werden wir auch vergehen. F\u00fcr den Taoisten zum Beispiel ist das der Weg, das Tao <sup class='footnote'><a href='#fn-1041-7' id='fnref-1041-7' onclick='return fdfootnote_show(1041)'>7<\/a><\/sup> Wir finden keine Betriebsanleitung vor, wie die betretene Welt funktioniert, wohin der Weg f\u00fchrt und wir bekommen keine Erkl\u00e4rung, wof\u00fcr das alles gut sein soll. Das Portfolio, aus dem wir sch\u00f6pfen k\u00f6nnen, ist somit leer. Kein Woher, kein Wohin, kein Warum ist vorgegeben. Wir haben die Freiheit, unser Leben, nachdem wir es wahrgenommen haben, jetzt zu beenden oder es, wie ich es gerade w\u00fcnsche, weitere Jahre fortzuf\u00fchren. Und ganz gleich wie ich mich entscheide, der gew\u00e4hlte Weg birgt Konsequenzen (Karma), mit denen ich f\u00fcr mich selbst Frieden zu schlie\u00dfen habe. Einfach nur zu erdulden, was kommt, ist keine Alternative <sup class='footnote'><a href='#fn-1041-8' id='fnref-1041-8' onclick='return fdfootnote_show(1041)'>8<\/a><\/sup>. Es gibt n\u00e4mlich keine andere Wahl als immerzu zu w\u00e4hlen. Diese Beobachtung ist die Grundlage meines Denkens. Ich halte das f\u00fcr beweis- und nachvollziehbar. Alles was bereits darauf aufbaut oder noch aufbauen kann, flie\u00dft ein in die Thematik der pers\u00f6nlichen Freiheit, wie ich sie verstehe. Sie enth\u00e4lt immer eine Wahlm\u00f6glichkeit, fordert immer eine Entscheidung und ist in der Fragestellung immer offen nach allen Seiten. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h3 class=\"western wp-block-heading\">Frieden schlie\u00dfen und halten<\/h3>\n\n\n\n<p>Nun kann ich diese absolut g\u00fcltige Position erg\u00e4nzen oder beleuchten, in dem ich beschreibe, was \u201eFrieden schlie\u00dfen\u201c in diesem Sinne meiner Ansicht nach bedeutet. Mich zu fragen, wie diese Aufgabe, n\u00e4mlich \u201eFrieden schlie\u00dfen mit den Konsequenzen meiner Wahl\u201c oder \u201ein Frieden zu sein mit mir und meinen Entscheidungen\u201c, gel\u00f6st werden kann, welche M\u00f6glichkeiten dabei sich anbieten und welche Mittel dabei f\u00fcr mein Verst\u00e4ndnis zul\u00e4ssig sind, ist die Thematik von pers\u00f6nlicher Freiheit in etwas ausgearbeiteter Form. Und dabei komme ich wieder zur\u00fcck zu den Themen, die bereits viel weiter vorne abgearbeitet schienen, n\u00e4mlich zu Erz\u00e4hlungen, Moral und Ethik. Nur, und das ist \u00e4u\u00dferst wichtig anzumerken, zeitigt das jetzt nicht mehr Narrative, Moralvorschriften oder ethische Setzungen, ohne die \u201ees gar nicht geht\u201c, sondern Vor- oder besser gesagt Ratschl\u00e4ge, an den sich Menschen halten k\u00f6nnen oder nicht, wenn sie bereit sind, die ihrer Entscheidung folgenden Konsequenzen zu tragen. Es geht nicht mehr um ein \u201edu sollst&#8230;\u201c oder gar \u201edu musst&#8230;\u201c, sondern nur um ein \u201edu kannst, wenn du dich daf\u00fcr entscheidest\u2026\u201c. Und auch der Ratschlag, Mitgef\u00fchl zu haben, zu entwickeln oder dessen Entwicklung bei sich selbst und bei anderen zu f\u00f6rdern, unterliegt der Entscheidung jedes Einzelnen. Seien wir ehrlich und lassen wir eine emotionale Verfassung einmal beiseite: Jeder Mensch kann t\u00f6ten, und es zu tun oder nicht zu tun fordert eine Entscheidung. Das Gemeinschaften dabei die Entscheidungsfindung zu beeinflussen suchen, indem sie die Konsequenzen f\u00fcr eine solche Tat im privaten Sektor sehr hoch ansetzen, wird aus dieser Einsicht heraus sehr gut verst\u00e4ndlich. Nicht der pers\u00f6nlichen Freiheit folgen meiner Ansicht nach Menschen in Organisationen, die von ihren Mitgliedern das T\u00f6ten-k\u00f6nnen und -d\u00fcrfen verlangen <sup class='footnote'><a href='#fn-1041-9' id='fnref-1041-9' onclick='return fdfootnote_show(1041)'>9<\/a><\/sup>. Mit \u201eFreiheit f\u00f6rdern oder erhalten\u201c haben diese Berufsausbildungen nichts zu tun, selbst wenn ihre F\u00fchrer behaupten, f\u00fcr Freiheit irgend einer Art einzustehen. Denn eine Entscheidung kann und darf einem Einzelnen nicht vorgegeben werden, wenn er sich als frei empfinden soll. Diese Qual der Wahl kann dem Individuum als Einzelnem niemand abnehmen. Auch einem Anderen, einer Gruppe, einem Staat oder was auch immer an Weg-Kreuzungspunkten zu folgen, bedarf zu irgend einem Zeitpunkt einer Entscheidung. Dieses Wissen und die Verantwortung dar\u00fcber zu tragen, gleich wie schwer sie auch sei, macht den Menschen an sich frei. Diesem extremen Beispiel k\u00f6nnen sodann in einer langen unendlichen Reihe alle m\u00f6glichen Handlungen folgen. In Indien hie\u00df das lange Zeit mal Karma. Als ein an sich frei denkender Mensch kann weder Gnade, Vorsehung noch nachtr\u00e4gliche Vergebung diese Verantwortung anstatt seiner \u00fcbernehmen, kann weder auf Gott noch auf das Vaterland diese Verantwortung \u00fcbertragen werden. In all seinen Entscheidungen ist und bleibt der Mensch allein, tr\u00e4gt der Einzelne die Verantwortung und muss mit den Folgen seiner Entscheidungen leben, muss die Konsequenzen seines Handeln pers\u00f6nlich (er)tragen. Nur in diesem Wissen sehe ich einen Menschen in seiner gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Freiheit stehen.<\/p>\n\n\n<div class='footnotes' id='footnotes-1041'><div class='footnotedivider'><\/div><ol><li id='fn-1041-1'> &#8230;wird nahezu ausschlie\u00dflich in der Religion oder im Rahmen von Spiritualit\u00e4t gesehen\u2026, Erweckung, Erleuchtung, Erf\u00fcllung&#8230; <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1041-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1041-2'> Nach den Schriften sind es ja genau 14 bis 16, die je nach Auslegung der Sekten zu 10 reduziert wurden, siehe Wikipedia: \u201eZehn Gebote <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1041-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1041-3'> Narrative sind Erz\u00e4hlungen, in denen vorbildliche Handlungsweisen anhand von Geschichten dargelegt werden. Die Helden dieser Geschichten werden als weise, erfolgreiche und m\u00e4chtige M\u00e4nner und Frauen dargestellt. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1041-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1041-4'> Als Moral bezeichne ich die \u00dcbereinkunft von Menschen innerhalb einer Kultur, nach deren Regeln die jeweilige Gesellschaft jedem Mitglied einen Lebensrahmen vorschreibt. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1041-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1041-5'> Die Ethik wird in der Regel zur Setzung von Moralvorstellungen herangezogen. Sie geht zumeist davon aus, das es grundlegende Eigenschaften, Begabungen eines Menschen gibt, die als absolut oder \u201ean sich seiend\u201c gedacht werden m\u00fcssen (Beisiele: Vernunft, Selbst, Seele, Atman) und erbaut darauf ein moralisches Geb\u00e4ude. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1041-5'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1041-6'> Anh\u00e4nger der Big Data Theorie, nach der einfach gesprochen alles aus Daten abgeleitet werden kann, sobald alle Funkionen einer Gesellschaft erfasst und ausgewertet werden k\u00f6nnen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1041-6'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1041-7'> Wobei das Tao keine Substantiv im herk\u00f6mmlichen Sinne, kein Name, sondern einfach der Notwendig geschuldet ist, etwas zu benennen, um \u00fcber es zu kommunizieren zu k\u00f6nnen. Der Buddhismus nennt dies Leere oder Leerheit, weil es dem Fragenden stets entgleitet. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1041-7'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1041-8'> Daher missbillige ich den Begriff der Toleranz, wie ich ihn heute oft vorfinde. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1041-8'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1041-9'> Ich denke da an Staaten, deren Armeen und deren Kriegsf\u00fchrungen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1041-9'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><\/ol><\/div><div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F1041&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.com\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F1041&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.com\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fsperzelhp.com%2F%3Fp%3D1041&text=Freiheit.01\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fsperzelhp.com%2F%3Fp%3D1041\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber Freiheit an sich &#8211; \u00dcber Freiheit und den Bezug zu Reformierung, Rebellion und Revolution &#8211; Wenn ich \u00fcber Freiheit spreche und Wege und M\u00f6glichkeiten er\u00f6rtere, diese gew\u00fcnschte und (noch) nicht realisierte Eigenschaft zu erreichen, muss ich zun\u00e4chst Begrifflichkeiten und Definitionen bem\u00fchen, damit ich im Gespr\u00e4ch mit anderen an der gleichen, allen gemeinsamen Startlinie ins Unbekannte aufbreche. 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