{"id":1045,"date":"2022-01-08T12:34:07","date_gmt":"2022-01-08T12:34:07","guid":{"rendered":"https:\/\/sperzelhp.com\/?p=1045"},"modified":"2022-01-08T12:34:09","modified_gmt":"2022-01-08T12:34:09","slug":"meditation-ueber-nichts-eine-momentaufnahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sperzelhp.com\/?p=1045","title":{"rendered":"Meditation \u00fcber \u201enichts\u201c, eine Momentaufnahme"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn wir uns \u00fcber etwas Spezifisches unterhalten und viel Zeit und Energie in etwas stecken sollen, m\u00fcssten wir eigentlich schon vorab wissen wollen, um was es sich letztlich handelt, was es uns bringt und wie und mit welchem Aufwand wir damit beginnen k\u00f6nnen, dieses Ziel zu erreichen. Nun gibt es Felder, die sich diesen Anforderungen widersetzen und so einfach sich nicht darstellen lassen. Ein Feld sticht da ganz deutlich hervor: Die Meditation. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Schaut man einem meditierenden Menschen bei seiner T\u00e4tigkeit zu, wird man feststellen, das dieser f\u00fcr eine vorab bestimmte Zeit schlicht und einfach \u201enichts\u201c tut, und das auch noch in einer Sitzhaltung, die f\u00fcr europ\u00e4ische Menschen sehr unbequem aussieht, denn man sitzt meist tief in der N\u00e4he des Bodens, auf einem Kissen oder B\u00e4nkchen, und hat seine Beine kreuzbeinig geknotet\/gelegt oder in einer Fersensitz-Haltung untergeschlagen. Was um alles in der Welt macht dieser Mensch da, wird er\/sie sich fragen, und wof\u00fcr soll das wohl gut sein. Und oft fallen dann auch schnell die Worte unbequem und langweilig.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist es so, das die Meditation wirklich nicht etwas neues darstellt in unserer Kultur. Das wir heute die Meditation nahezu ausschlie\u00dflich mit \u00f6stlichen Weisheitslehren in Verbindung bringen, zeigt eigentlich schon, wie wenig wir heute noch von unserer eigenen Kultur wissen und verstehen. Nahezu allen religi\u00f6sen Traditionen wird zumindest in den inneren Zirkeln der Priester und Eingeweihten eine der Meditation nahestehende oder verwandte Praxis angewendet. Das sie in der Regel nicht als Meditation beschrieben werden, sondern Scala Clausralium, Lectio Divina, Contemplatio oder Devotio Moderna hei\u00dfen, um nur einige wenige zu nennen, spielt daf\u00fcr keine Rolle <sup class='footnote'><a href='#fn-1045-1' id='fnref-1045-1' onclick='return fdfootnote_show(1045)'>1<\/a><\/sup>. Es handelt sich nahezu immer um Formen des In-Sich-Gehens, Sich-Selbst-Zuwendens oder der devoten Aufopferung und damit direkt oder mehr indirekt um meditative Praktiken. Nun habe ich nicht vor, hier in einem Artikel zu wiederholen, was in wunderbaren B\u00fcchern und Schriften schon hundertfach versucht wurde, ein Praxis der Meditation systematisch darzustellen. Ich glaube inzwischen, und drei Meter in meinem B\u00fccherregal \u00fcber Meditation sind der Beleg daf\u00fcr, das sich ein solches Werk mit allgemein g\u00fcltigem Anspruch gar nicht herstellen l\u00e4sst. Meditieren in meinem Sinne ist eine zutiefst individuelle und zudem ganzheitliche Praxis <sup class='footnote'><a href='#fn-1045-2' id='fnref-1045-2' onclick='return fdfootnote_show(1045)'>2<\/a><\/sup>, die nichts mit allein sich-wohlf\u00fchlen, sich zu erheben, aufzuwachen, zu erleuchten, sich Selbst zu verwirklichen oder sich anderweitig zu konditionieren zu tun hat. Schon die Praxis der Meditation, sich mit anderen Worten \u201eeinfach\u201c (s.u.) hinzusetzen und still zu sein, spricht da doch schon eine ganz andere Sprache.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist Hinsetzen und dabei still sein nicht so einfach, wie es sich zun\u00e4chst anh\u00f6rt. Denn die Bedingungen, unter denen Meditation stattfinden kann und sollte, und das gilt besonders f\u00fcr das anf\u00e4ngliche Ein\u00fcbung des Genannten, sind ein fester, energetisch getragener Sitz, eine aufrechte energetisch getragene Haltung, die bewusste Stille des Atems, die bewusste Stille des K\u00f6rpers und die bewusste Stille des Geistes. Ich hatte zun\u00e4chst vor, den f\u00fcnf Bedingungen noch den Zusatz weitestgehend hinzuzuf\u00fcgen, habe mich dann aber dagegen entschieden, denn dem Versuch, die Bedingungen zu erreichen, sollte keine Einschr\u00e4nkung von vornherein entgegenwirken. Und mit dem Nebensatz gebe ich kund, das man in jedem Fall Einschr\u00e4nkungen wird hinnehmen m\u00fcssen, und das nicht nur im Beginner-Stadium, sondern wahrscheinlich sogar generell. Beginnen m\u00f6chte ich zun\u00e4chst einmal damit, diese Bedingungen zu pr\u00e4zisieren:<\/p>\n\n\n\n<p><b>E<\/b><b>in fester, energetisch getragener Sitz<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Wer ohne Vorstellung des Beobachters einmal stehende, sitzende oder liegende Menschen beobachtet, zum Beispiel in einem Warteraum, wird feststellen, das Menschen nicht lange still sitzen, stehen oder liegen wollen\/k\u00f6nnen. Und selbst das Anlehnen, Festhalten oder Abst\u00fctzen bringt da keine wirkliche Beruhigung zustande. Eine erfolgreiche Meditation (s.u.) erfordert aber die Aufrechterhaltung einer k\u00f6rperlich unbewegten Haltung allein schon daher, weil jede Bewegung umfangreiche innerliche Prozesse nach sich zieht, die den unge\u00fcbten Menschen allein schon aus der Achtsamkeit und Aufmerksamkeit zu ziehen verm\u00f6gen. Dann zeigt die liegende Haltung durch ihre N\u00e4he zum Schlaf und die stehende Haltung durch die aufwendige K\u00f6rperbalance, die immer auch Unruhe ist, zus\u00e4tzliche Hindernisse f\u00fcr ein Zur-Ruhe-Kommen, so das eigentlich f\u00fcr die Meditation, die l\u00e4nger dauert, nur eine sitzende K\u00f6rperhaltung in Frage kommt. Diese sollte dann so leicht g\u00e4ngig, so wenig aufwendig wie m\u00f6glich und so angenehm wie m\u00f6glich sein. Nur dann ist der K\u00f6rper bereit, still zu sein. Das ist nur gegeben, wenn das Sitzen energetisch getragen, sprich mit so wenig k\u00f6rperlicher Kraft wie m\u00f6glich gehalten werden kann. So besch\u00e4ftigt sich Yoga zum Beispiel in seiner bekanntesten Tradition sehr ausf\u00fchrlich mit der Erreichung einer guten Sitzposition. Das Sitzen soll \u201efest und m\u00fchelos\u201c sein, sagen die Schriften, und da sich fest und m\u00fchelos zu widersprechen scheinen, ist eine gute Haltung nur irgendwo und individuell unterschiedlich in der Mitte zwischen den Extremen zu finden. Das kann dann eine kreuzbeinige oder auf den Fersen sitzende Haltung sein, das kann unterst\u00fctzt werden mit einem Kissen oder B\u00e4nkchen, mit Decken oder anderen Hilfsmitteln. Die Haltung ist dann gefunden, wenn sie funktioniert. Und was sich wie ein Widerspruch liest, ist nur erreichbar durch ausprobieren, erleiden und erdulden. Das Ganze nennt sich dann Erfahrung, genauer: pers\u00f6nliche Erfahrung. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><b>E<\/b><b>ine aufrechte energetisch getragene Haltung<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Die aufrechte energetische Haltung beginnt aus dem Sitz heraus, also ab der G\u00fcrtellinie aufw\u00e4rts und betrifft Rumpf, Arme und Kopf. Ganz gleich, welcher der benannte Sitze gew\u00e4hlt wurde, der Rumpf h\u00e4lt sich unangelehnt, ist frei und m\u00fchelos aufgerichtet. Die Arme sind abgelegt und meist in der K\u00f6rpermitte vor dem Nabel in den H\u00e4nden gefaltet. Und der Kopf thront auf dem Hals wie ein ausbalancierter Ball. Nun ist diese Haltung, obwohl tagein-tagaus ge\u00fcbt, in Stille nicht so einfach zu halten. Das liegt daran, das wir zum einen Teile des K\u00f6rpers immer als Ausdrucksmittel der umfangreichen Gef\u00fchlswelt verwenden und wir sehr viele unserer Alltagsarbeiten mit den H\u00e4nden erledigen. Diese Bewegungen sind meist wenig bewusst gesteuert und funktionieren scheinbar einfach so. In einer Meditationshaltung aber sind diese Mechanismen nicht gefragt und k\u00f6nnen durch Aufmerken und Achtsam-Sein im Zaum gehalten werden, wenn, und das ist der gro\u00dfe Haken, die Haltung des erweiterten Rumpfes ebenfalls m\u00fchelos und fest ist. Das geht aber nur, wenn sich der Rumpf in das Sitzen hinein wurzelt und so eine feste Basis ausweist.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Exkurs:<\/b> Energetisch zu sitzen mit aufrechtem K\u00f6rper bedarf einer gut initiierten Haltung. Als Yoga-\u00dcbender verf\u00fcge ich dazu \u00fcber Funktionalit\u00e4t der drei Bhandas, die zusammen ein gro\u00dfes Ganzes bilden. Dazu gestalte ich mein Sitzen zun\u00e4chst einmal bis zum G\u00fcrtel, wobei die Knie in der Regel in der r\u00e4umlichen Betrachtung unterhalb der Leisten liegen sollten und das Becken so aufgerichtet verbleibt, das der Rumpf darauf m\u00fchelos sitzen kann. Dann stelle ich den Rumpf senkrecht \u00fcber dieses Becken, ohne diverse Muskeln anspannen oder aufziehen zu m\u00fcssen. Dann initiiere ich das gro\u00dfe Bhanda \u00fcber den leichten Einzug der Taille nach innen, halte diese Spannung f\u00fcr ein paar Sekunden und lasse sie dann ganz langsam wieder los. So bekomme ich das Gef\u00fchl, das sich vom Unterbauch zum Damm hinunter etwas tief im K\u00f6rper leicht absetzt, der Bauch selbst sich entspannt und etwas zur\u00fcckgezogen im Zaum gehalten wird, und der Kopf auf Hals und Nacken sich eine neue Mitte sucht. Dabei verbleiben die Arme abgelegt. Ist diese Haltung eingenommen und ich bewege mich nicht mehr, wird sich eine ganz leichte Pose einstellen, die nahezu m\u00fchelos getragen ist und lange gehalten werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl f\u00fcr das Sitzen als auch die Haltung gilt also, je weniger Aufwand muskul\u00e4r notwendig ist, desto leichter sind Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu halten. Alles St\u00f6rende zumindest aus der k\u00f6rperlichen Sicht der Bewegungsformen wird beseitigt. Nun ist es nicht immer gegeben, das sich die Haltungen \u00fcber einen gro\u00dfen Zeitraum von 20 bis 60 Minuten auch aufrecht erhalten. Es geschieht schnell und oftmals in schleichender Form, das zum Beispiel der untere R\u00fccken nach au\u00dfen f\u00e4llt, der Brustkorb somit seinen Halt verliert und der Kopf dann nach vorne sinkt. Der K\u00f6rper macht sich so fertig zum Einzuschlafen. Das allerdings ist auch das Ende von Aufmerksamkeit und Achtsamkeit (s.u.), die absolutes Wach-Sein als Bedingungen aufweisen. Und mit diesen beiden endet dann auch die Meditation. Wenn dieses Einsinken ohne zu erschrecken bemerkt wird, ist es sinnvoll, sich wieder in die Pose der Leichtigkeit zu erheben. Das geht aber nicht mit gro\u00dfem muskul\u00e4rem Aufwand, da das wiederum die Stille des Geistes st\u00f6rt. Hier hilft wie beim Einrichten das sehr leichte Initiieren des Bhanda \u00fcber die Taille. Dieses wird so lange getragen, bis sich der Kopf wieder in seiner leicht balancierten Position befindet, und dann wird langsam entspannt wie oben beschrieben. Der K\u00f6rper wird sich so automatisch in die vorher eingerichtete Pose begeben. Meiner Erfahrung nach st\u00f6rt diese Korrektur die Stille des Geistes nur unwesentlich. Au\u00dfer einem zus\u00e4tzlichen Gedanken und der kurzen Initiierung ist kein mentaler Aufwand n\u00f6tig. <br><b>D<\/b><b>ie bewusste Stille des K\u00f6rpers<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Die bewusste Stille des K\u00f6rpers ist nicht allein die Bewegungslosigkeit desselben. Sondern in der Stille von Atem und Geist werden alle Funktionen des K\u00f6rpers, jedes Prickel, Kitzeln, Pochen, Ziehen, Str\u00f6men, \u00d6ffnen, Weiten und Dr\u00fccken, wahrnehmbar, denn die Stille erweitert diese Wahrnehmungen um Potenzen. Hier gilt es, diese neuen Empfindungen auszuhalten oder das, um es in moderner Sprechweise auszudr\u00fccken, zu tolerieren, was ertragen, erdulden und erleiden bedeutet. Es ist normal und vollkommen selbstverst\u00e4ndlich, das diese Wahrnehmungen da sind. Ich w\u00fcrde mich heute erschrecken, wenn diese Wahrnehmungen ausblieben. Sie sind der Ausdruck des K\u00f6rpers, seine Sprache sozusagen, und es ist gut und sinnvoll, sich einmal still und ohne Vorurteil damit zu befassen. Was zun\u00e4chst als laut und st\u00f6rend wahrgenommen wird, wird mit zunehmender \u00dcbung mehr und mehr zu einem Hintergrund-Ger\u00e4usch wie zum Beispiel die vielf\u00e4ltigen Ger\u00e4usche einer Gro\u00dfstadt, die der St\u00e4dter eigentlich nur noch so am Rande wahrnimmt. Und dieses Hintergrundrauschen wird irgendwann immer weniger Raum im Wahrnehmungsfenster einnehmen und vielleicht sogar hier und da ganz verschwinden. Das ist aber ein automatischer Prozess. Er kann nicht angestrebt oder beschleunigt werden. Von daher sehe ich neben Hingabe und Toleranz keine anderen M\u00f6glichkeiten, mit ihm umzugehen. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><b>Die bewusste Stille des Atems<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Nun sitzen wir still und m\u00fchelos auf Kissen oder B\u00e4nkchen, haben die Ger\u00e4uschkulisse des K\u00f6rperinneren akzeptiert, sind in der Lage, dieses minutenlang zu halten, aber werden feststellen, das das Bewusstsein, wie immer wir das auch definieren m\u00f6gen, Besch\u00e4ftigung sucht und jetzt erst einmal beginnt, der autonomen Funktion des Atems vorzuschreiben, wie seine Arbeit genau zu geschehen habe. \u201eWir atmen jetzt ein, atmen jetzt aus\u201c und\/oder \u201eder Ausatem sollte l\u00e4nger sein\u2026\u201c und\/oder \u201eIch sollte mehr im Bauch atmen\u201c und\/oder \u00e4hnliche Gedanken werden den Kopf f\u00fcllen und wenn wir dann genau hinschauen, werden wir bemerken, das der K\u00f6rper auf diese Aussagen nahtlos reagiert hat und ab jetzt anders atmet. Der Atem ist die einzige autonome Funktion des K\u00f6rpers, die durch den Geist beeinflusst werden kann. Also, in meiner Vorstellung kann der Geist nicht wissen, wie Atem zu sein hat, und sollte daher diese Einflussnahme gar nicht erst beginnen. Die Werkzeuge dazu w\u00e4ren Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Exkurs<\/b>: Hat der Atem aber schon seine Beeinflussung erlitten, ist er nicht mehr so wie er sein sollte\/m\u00fcsste, um als angenehm wahrgenommen zu werden. Dann bin ich als Meditierender gezwungen, den Atem wieder in seine autonome Form zur\u00fcckzuf\u00fchren. Das geschieht in meiner Praxis mit drei tiefen Atemz\u00fcgen, die aus einer ersten vollst\u00e4ndigen Einatmung \u00fcber Brustkorb und Bauch bis in den Unterleib gezogen werden. Dabei spannt sich zum Ende der Ausatmung hin die Bauchdecke leicht an, was zu bemerken ist und losgelassen wird. Sofort erscheint meist ein gieriger Einatem, der wiederum bewusst bis in den Unterbauch geleitet wird. Der nach der Entspannung des Unterbauches folgende Einatem ist wenig gro\u00df als der erste, wird aber wiederum bis in den Unterbauch abgeleitet. Dann wird der Atem einem Moment angehalten und der Unterbauch wiederum entspannt. Und dann, wir bemerken, das der Einatem nicht automatisch sofort einsetzt, beschlie\u00dfen wir, einfach nicht weiter zu atmen, ziehen uns vom Atem zur\u00fcck und bleiben aufmerksam. Nach wenigen Sekunden bemerken wir, das der Atem wieder da ist, aber er ist leise, fast unmerklich und sehr fein.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann k\u00f6nnen wir uns wieder der Aufmerksamkeit des Ganzen widmen und den Atem vollst\u00e4ndig vergessen. Er bleibt so, wie wir ihn verlassen haben, ruhig, m\u00fchelos und entspannt autonom. Das ist die Stille des Atems.<\/p>\n\n\n\n<p><b>D<\/b><b>ie bewusste Stille des Geistes<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Und als ob die bisher genannten Bedingungen f\u00fcr den \u00dcbenden nicht als schwierig erfahren werden, kommt er dann mit der Stille des Geistes an einen Punkt, der nahezu unerf\u00fcllbar bleibt. Nicht zu denken, wenn ich unbeweglich still herumsitze, ist nahezu unvorstellbar und sollte daher einfach gar nicht erst angestrebt werden. Es sind meist ja Vorstellungen, die jegliche Stille st\u00f6ren, und die sind ein Produkt des Geistes. Wenn der Geist also nichts produziert, ist es still. Klingt einfach, aber das ist es eben nicht. Menschen besitzen mit Bewusstsein eine Lebensfunktion, die in der belebten Welt einzigartig ist.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Exkurs:<\/b> Nach neueren Erkenntnissen, und die stellen lediglich den aktuell anerkannten Kenntnisstand dar, ist Bewusstsein eine auf Resonanz und Verk\u00f6rperung basierende Verbindung aus dem Gehirn\/Neuronen, dem K\u00f6rper und seinen Wahrnehmungs- und Gestaltungsf\u00e4higkeiten, dem Erinnerungsgef\u00fcge und der wahrgenommenen Umwelt. Die geglaubte Anwesenheit einer Seele ist dabei nicht notwendig, w\u00fcrde aber auch nicht st\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir uns in einer Meditationssituation befinden, ist die Umwelt still und bei geschlossenen Augen sogar ohne Kontur-scharfe Bilder, ist der K\u00f6rper ohne \u00e4u\u00dfere Bewegung mit Ausnahme des Kreislaufs und der Atem nahezu still. Das Alltagsbild ist also bereits durch die Vorgaben f\u00fcrs Meditieren stark eingeschr\u00e4nkt. Trotzdem aber ist der Geist wach und somit in gro\u00dfer Bereitschaft zu arbeiten. Und er macht das, indem er aus dem Erinnerungspool\/Vorstellung sozusagen st\u00e4ndig neue Gedanken formt. Neue Gedanken ist allerdings ungenau, denn es sind alte Gedanken in frischer Verpackung. Nun sind st\u00e4ndige Gedankenbilder der Erinnerung nicht Stille, sondern einem Selbstgespr\u00e4ch oder sogar Traum \u00e4hnlich. Um diesen Zustand beruhigen zu k\u00f6nnen bedarf es eines Verst\u00e4ndnisses dessen, was Gedanken sind, wie sie funktionieren\/wirken und was sie aufzuhalten oder abzuschw\u00e4chen vermag. Festzuhalten ist hier zun\u00e4chst einmal, das wir das Denken nicht bewusst durch Entscheidung einstellen k\u00f6nnen, denn das w\u00fcrde wieder Gedanken hervorrufen, die n\u00e4mlich, die den Willen dazu auszudr\u00fccken verm\u00f6gen. Auch kann man den Trick anwenden, den aktuellen Gedanken abzubrechen und gespannt und konzentriert auf den n\u00e4chsten Gedanken zu warten. Das geht f\u00fcr eine gewisse Zeit ganz gut. Und auch wenn das zun\u00e4chst Erfolg verspricht, kann das keine L\u00f6sung sein, denn Konzentration ist eben doch nicht Meditation. Ich empfehle daher diesen Trick nur anzuwenden, um stark fordernde und penetrante Gedanken zu stoppen. Besser erscheint mir nach meinem Kenntnisstand heute die M\u00f6glichkeit zu sein, den Raum des Denkens mit dem Raum der K\u00f6rperwahrnehmung zu verbinden und so einen gro\u00dfen, nahezu grenzenlosen Raum des Bewusstseins zu schaffen, in den dann alle Emotionen, Gedanken und K\u00f6rperwahrnehmungen einflie\u00dfen und sich dort angesichts der Grenzenlosigkeit mehr und mehr verlieren. Das geschieht, indem man sich bei st\u00f6renden Gedanken und Bildern an den Raum erinnert und sozusagen die Anregung gibt, das alles Gedachte in den weiten Raum hin\u00fcber flie\u00dft und dort verbleibt. Mit der Zeit wird diese Anstrengung mehr und mehr in eine Gewohnheit einm\u00fcnden, die nahezu ohne Anstrengung und sozusagen autonom abl\u00e4uft. Auf diese Weise erreicht man mit der Zeit immer mehr Raum und Zeit zwischen den Gedankenbildern. Diese Zwischenr\u00e4ume weiten sich nach und nach und nehmen dann mit zunehmender \u00dcbung einen Gro\u00dfteil der zur Verf\u00fcgung stehenden Meditationszeit ein. Das nenne ich dann die Stille des Geistes. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><b>Zusammenfassung<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben jetzt einen Punkt erreicht, wo anhand des von mir praktiziertes Beispiels eine funktionale Meditationshaltung m\u00f6glich gemacht wurde. Es gilt nun, innerhalb dieser Vorbedingungen die Pose der Meditation zu tragen und \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum einzuhalten. Der ge\u00f6ffnete weite Raum des Bewusstseins ist ja nach wie vor nicht leer. Darin finden sich Gedanken, Erinnerungen und die Rauschkulisse der k\u00f6rperlichen Wahrnehmung. Das ist noch nicht \u201eNichts\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Spekulation bez\u00fcglich \u201eD<\/b><b>ie<\/b><b> Befreiung\u201c<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Nun beginnt die Spekulation, die auf Aussagen gro\u00dfer Meditationslehrer beruht. Hier ist wichtig zu verstehen, das es an diesem Punkt bewusst und angestrebt nicht weiter gehen kann in der Praxis der Meditation. Denn das, was jetzt noch geschehen kann, ist, das die Wahrnehmungen von K\u00f6rper und Gedanken v\u00f6llig verschwinden und der Meditierende eintaucht ins \u201eNichts\u201c, in die unendliche Leere und Freiheit des Nicht-Denkens, Nicht-Handelns, der Zeitlosigkeit und der K\u00f6rperlosigkeit. Und das soll dann ein Zustand sein, der auf Gnade beruht, der sich f\u00fcr manche Menschen wie ein Blitz ereignet und der alle Schleier vernichtet. Dieser Blitz kann nicht mit Worten beschrieben werden, sie eigenen sich dazu nicht, da hier nur noch Erleben in Spontanit\u00e4t stattfinden kann. Hier beginnt nach den Aussagen gro\u00dfer Meister das Erfahren der Offenheit, der gro\u00dfen Leere, die Wortlosigkeit und die Au\u00dferkraftsetzung der Ratio durch die eine Wirklichkeit. Gro\u00dfe Lehrer der Meditation haben dazu in der Regel ihren Sch\u00fclern ziemlich seltsame Aufgabenstellungen gegeben. Das \u201eKlatschen der einen Hand\u201c und \u201eMu\u201c sind zum Beispiel im Zen wohl die bekanntesten davon. In allen akzeptierten und bekannt gewordenen Antworten zu diesen Fragen wird man Subjekt und Objekt vergebens suchen, gibt es keine oder nur bedingte Kausalit\u00e4t, verschmelzen alle Gegens\u00e4tze. So wird es berichtet.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Das bisher geschriebene ist nicht mehr als eine Beschreibung einer individuellen Praxis meiner Person, die Arbeit mit und \u00fcber Meditation zum bestehenden Zeitpunkt, n\u00e4mlich w\u00e4hrend ich das hier schreibe, beispielhaft zu fixieren, um einerseits f\u00fcr mich Klarheit \u00fcber mein Tun zu erlangen und um andererseits den interessiertem Leser eine Anregung zu geben, selbst mit einer solchen Praxis zu beginnen. Nicht mehr und nicht weniger sollen diese Zeilen bewirken. Nachdem ich jetzt ein wenig aufgedeckt habe, wie ich meine Meditationen f\u00fcr mich selbst gestalte, und etwas spekuliert habe, was denn wohl als das gro\u00dfe Ziel dieser T\u00e4tigkeit sein k\u00f6nne, will ich mich etwas ausf\u00fchrlicher mit den kleinen Zielen und den einfachen Wahrnehmungen besch\u00e4ftigen, die eine Praxis \u201eder Meditation \u00fcber nichts\u201c ausl\u00f6sen k\u00f6nnen und ein wenig plaudern \u00fcber die verschiedenen Vorstellungen, die eine solche \u00dcbungspraxis begleiten, bewirken und auch erschweren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Die Frage nach dem Ziel<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage nach dem Ziel einer objektlosen Meditation sprich der \u201eMeditation \u00fcber nichts\u201c wird von allen gro\u00dfen Lehrern gleich beantwortet: Es gibt kein Ziel, das erreicht werden kann, und wer trotzdem versucht, ein Ziel anzustreben, wird nur das Ende oder sogar den Verlust seiner Meditation ausl\u00f6sen. Das erscheint zun\u00e4chst deprimierend zu sein, ist aber, und das best\u00e4tigt sogar die moderne Hirnforschung der Neuzeit, die einzig m\u00f6gliche Bedingung, die Plastizit\u00e4t und zirkul\u00e4re Kausalit\u00e4t des menschlichen Bewusstseins so zu umgehen, das keine Reaktion auf unser Tun in Form von Vorstellung, Einbildung und Verstrickung den Blick in die Tiefe der Wirklichkeit verstellen kann. Der menschliche Geist muss sozusagen leer werden, wobei leer weiter geht als bis zum Boden des Gef\u00e4\u00dfes, sondern leer in dieser Metapher w\u00fcrde nicht nur ein bodenlosen Gef\u00e4\u00df, sondern ein Gef\u00e4\u00df vollkommen ohne Begrenzung bedeuten. Und ein solches Gef\u00e4\u00df ohne Begrenzung, der Begriff Gef\u00e4\u00df trifft also nicht einmal ansatzweise den Punkt, w\u00fcrde alles umfassen und nichts auslassen. Mit anderen Worten, wir begegnen hier der Polarit\u00e4t von alles und nichts, die nicht einmal die zwei Seiten einer Medaille, sondern die eine einzige M\u00f6glichkeit \u00fcberhaupt beschreibt. Unsere Sprache kennt hierf\u00fcr keine Form eines Ausdrucks, da sprachliche Begriffe sich immer abgrenzen m\u00fcssen. Verschiedene Traditionen haben daf\u00fcr aber trotzdem Worte gebildet, um dar\u00fcber sprechen, um dar\u00fcber lehren zu k\u00f6nnen. In China ist das \u201eDao\u201c, in Japan ist das \u201eMu\u201c, um nur die zwei bekanntesten zu nennen. Die oben beschriebene Praxis, einen imagin\u00e4ren Raum zu \u00f6ffnen, in den alle Gedanken, Wahrnehmungen, Bilder, Laute und was sonst noch so ist einflie\u00dfen, versucht diese Gef\u00e4\u00df-Metapher als unbegrenzten Raum in eine vorstellbar erscheinende Begrifflichkeit umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im folgenden Teil werde ich weitere Begrifflichkeiten, Worte und Vorstellungen, die h\u00e4ufig in Beschreibungen zur Meditation auftauchen, ansprechen, definieren und in meinem Sinne erl\u00e4utern: <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><b>Transzendenz und Immanenz, Un- und Unterbewusstes, Seele und Atman<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Betrachten wir zun\u00e4chst einmal die Worte der \u00dcberschrift:<\/p>\n\n\n\n<p><i><b>Transzendenz<\/b><\/i><i> bezeichnet in Philosophie, Theologie und Religionswissenschaft ein Verh\u00e4ltnis von Gegenst\u00e4nden zu einem bestimmten Bereich m\u00f6glicher Erfahrung oder den Inbegriff dieses Verh\u00e4ltnisses. Als transzendent gilt, was au\u00dferhalb oder jenseits eines Bereiches m\u00f6glicher Erfahrung, insbesondere des Bereiches der normalen Sinneswahrnehmung liegt und nicht von ihm abh\u00e4ngig ist. Mit der in der Bezeichnung enthaltenen Vorstellung des \u201e\u00dcbersteigens&#8220; ist vor allem eine \u00dcberschreitung der endlichen Erfahrungswelt auf deren g\u00f6ttlichen Grund hin gemeint, seltener eine Selbst\u00fcberschreitung des G\u00f6ttlichen auf die Weltsch\u00f6pfung hin. Wikipedia (DE)<\/i><\/p>\n\n\n\n<p><i>Der komplement\u00e4re Begriff des \u201eImmanenten&#8220; bezeichnet das in den endlichen Dingen Vorhandene, sie nicht \u00dcberschreitende und daher ohne R\u00fcckgriff auf Transzendent Erkl\u00e4rbares. <b>Immanenz<\/b> bezeichnet das in den Dingen Enthaltene, das sich aus ihrer individuellen und objektiven Existenzweise ergibt. Es ist der Gegenbegriff zur Transzendenz. Das Adjektiv immanent bezeichnet eine einem Gegenstand innewohnende Eigenschaft, die somit nicht durch Folgerung oder Interpretation hergeleitet worden ist.Wikipedia (DE)<\/i><\/p>\n\n\n\n<p><i>Als <b>Unbewusstes<\/b> wird das philosophische und humanwissenschaftliche Konstrukt bezeichnet, dass menschliches Denken, F\u00fchlen und Handeln nicht nur von bewussten Entscheidungen und Vorg\u00e4ngen bestimmt wird, sondern ebenso von Strebungen, Triebimpulsen, Strukturen oder Konflikten, die dem Bewusstsein, zeitweise oder grunds\u00e4tzlich, verborgen sind und somit nicht von ihm kontrolliert werden k\u00f6nnen.Wikipedia (DE)<\/i><\/p>\n\n\n\n<p><i>Das <b>Unterbewusstsein<\/b> ist jener Bereich der Psyche, der uns nicht zug\u00e4nglich ist. Es ist ein bedeutender Teil unseres Wesens und dem Bewusstsein untergeordnet. Tr\u00e4ume gelten als die Sprache des Unterbewusstseins. \u00dcber 90% unserer Gedanken und Handlungen werden vom Unterbewusstsein gesteuert. Das Unterbewusstsein sorgt daf\u00fcr, dass viele Handlungen automatisch ablaufen und entlastet damit das Bewusstsein. Wenn wir wach sind, wirkt das Unterbewusstsein wie ein Filter. Es verarbeitet jeden Gedanken und nimmt keine Bewertung in gut oder schlecht vor. Medlexi (DE)<\/i><\/p>\n\n\n\n<p><i>Der Ausdruck <b>Seele<\/b> hat vielf\u00e4ltige Bedeutungen, je nach den unterschiedlichen mythischen, religi\u00f6sen, philosophischen oder psychologischen Traditionen und Lehren, in denen er vorkommt. Im heutigen Sprachgebrauch ist oft die Gesamtheit aller Gef\u00fchlsregungen und geistigen Vorg\u00e4nge beim Menschen gemeint.Wikipedia (DE)<\/i><\/p>\n\n\n\n<p><i><b>Atman<\/b> bzw. Atma ist ein Begriff aus der indischen Philosophie. Er bezeichnet das Selbst, die unzerst\u00f6rbare, ewige Essenz des Geistes, und wird h\u00e4ufig als \u201eSeele&#8220; \u00fcbersetzt. Im hinduistischen Konzept wird \u201eJiva&#8220;, der Tr\u00e4ger der individuellen Pers\u00f6nlichkeit, ein feinstofflicher, unsichtbarer Leib, der der Wiedergeburt unterliegt, vom Atman unterschieden.Wikipedia (DE)<\/i><\/p>\n\n\n\n<p>Die westlichen Gesellschaften werden in der Nachfolge von einer Philosophiegeschichte \u00fcber 2500 Jahre vom Begriff des Transzendenten geleitet. Nur wenige Philosophen mit bekannten Namen haben sich von dieser abgewendet und der Immanenz verschrieben, darunter Spinoza. Transzendenz-Vorstellungen, also das Verh\u00e4ltnis zu einem Bereich, der au\u00dferhalb menschlicher Erfahrung liegt (Gott, Sch\u00f6pfer, Kosmos) hat viele Formen hervorgebracht, die in religi\u00f6sen, weltanschaulichen und Welt-erkl\u00e4renden Theorien m\u00fcndeten und somit geglaubt werden m\u00fcssen, um Wirkung oder Handhabe zu erzeugen. In meiner Vorstellung ist Transzendenz und ein Wissen dar\u00fcber im Grunde unm\u00f6glich. Wenn etwas au\u00dferhalb m\u00f6glicher Erfahrung liegt, kann nichts dar\u00fcber ausgesagt werden, was auch nur ann\u00e4hernd als wirklich (echt, wahr) bezeichnet werden kann. Etwas \u00e4hnliches sehe ich in den Begriffen des Unbewussten und Unterbewussten. Etwas, was sich unterhalb des Fensters des Bewussten oder gar au\u00dferhalb dessen lokalisiert wird, kann dem Bewusstsein nicht bekannt sein. Daher lehne ich alle Aussagen, die sich auf diese \u201eBereiche\u201c beziehen, grundlegend ab. Ich kann sie akzeptieren als Basis f\u00fcr Gedankenspiele zum Beispiel in der philosophischen und psychologischen Spekulation, aber f\u00fcr die Suche nach Wirklichkeit und Freiheit spielen die drei keine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Exkurs:<\/b> Ich sehe diese Reaktionen, die nach geltender Lehre dem Un- oder Unterbewussten entspringen sollen, als eine Form der Ereignis- und Erfahrungsverarbeitung an, die sich sozusagen wie offene Schleifen darstellen, die immer dann aktiviert werden, wenn das fehlende und gleichzeitig auch passende Ereignis-, Wahrnehmungs- und Vorstellungsst\u00fcck generiert, wahrgenommen oder als Impuls aufgenommen wird. Sie werden als Gedanken generiert und unterliegen mit etwas \u00dcbung und wachem Verstand der Willenskontrolle. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Eine \u00e4hnliche Rolle spielen in meiner Vorstellungen Begriffe wie Seele und Atman. Beide werden dazu verwendet, das Weiterleben oder Wiedergeboren-Werden nach dem biologischen Tod zu beschreiben, indem diese sozusagen in die n\u00e4chste Stufe oder Leben hin\u00fcbergehen (Transzendenz). Somit wird in meiner Anschauung der Fokus des Lebens darauf gerichtet, die Vorsorge \u00fcber Seele und Atman f\u00fcr ein Leben nach dem Tode zu priorisieren. Wohin das gef\u00fchrt hat zum Beispiel im christlich gepr\u00e4gten europ\u00e4ischen Mittelalter, sollte eigentlich wohl bekannt sein. Die Seelen wurden f\u00fcr das Paradies gerettet, K\u00f6rper und Geist aber wurden get\u00f6tet und verbrannt. Nun sollte eine meditative Praxis nicht in diesem Sinne gedacht und praktiziert werden. Es geht in der Meditation darum, dem Leiden, den Verstrickungen und Missverst\u00e4ndnissen dieses Lebens hier und jetzt zu entkommen und ein Leben in der N\u00e4he von Wahrheit, Wirklichkeit und Freiheit zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit verbleibt f\u00fcr mich als Basisgedanken einer Weltsicht nur der Begriff des Immanenten, den ich einer Suche nach Erkl\u00e4rungen oder Erfahrungen einer wie immer objektlosen Meditationspraxis zugrunde legen kann. Alles, was ich erfahren kann, mir erarbeiten kann, mir begegnen kann muss daher bereits im menschlich zug\u00e4nglichen Raum enthalten sein. Es gibt kein Hin\u00fcber-Fahren, Hin\u00fcber-Gleiten, Ein-Gehen, \u00dcbersteigen oder dergleichen, sondern nur ein Erkennen, Erfahren und Betrachten einer Wirklichkeit, die schon da ist. Und ich neige nach umfangreichem Studium der Texte zu der Ansicht, das diese Wirklichkeit so banal und beinahe selbstverst\u00e4ndlich ist, wie das von vielen Lehrern des Zen auch ausgedr\u00fcckt wird. Wir sehen diese Wirklichkeit nicht, weil sie durch Vorstellungen, Theorien, Vermeidungsstrategien, Dogmatiken und Wunschvorstellungen verdeckt ist. Und weil sie verdeckt bleibt, ist ein Leben in Freiheit nicht m\u00f6glich. In meiner Anschauung heute ist das einzige und wirklich erstrebenswerte Ziel das Ziel, das nicht durch Willenskraft erreicht, nicht erlernt und nicht erstritten werden kann. Es kann nur durch Erfahrung erreicht werden, und Erfahrung, wir sehen das an der Erfahrung des Gehen-Lernens eines Kindes, erfordert Mut, Hartn\u00e4ckigkeit und Einsatz. Aufstehen, gehen, hinfallen, aufstehen, gehen, hinfallen, \u2026 solange, bis das Gehen wirkm\u00e4chtig da ist. Und wir wissen, das Lernen dieser Art im Leben nie aufh\u00f6ren kann, denn Alter und Krankheit, Ungeschick und eine Verkettung ung\u00fcnstiger Umst\u00e4nde k\u00f6nnen niemals ganz ausgeschlossen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Erfahrung, Einsicht und Losl\u00f6sung<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Wir setzten den Gehalt von Erfahrung meist sehr hoch an. Erfahrungen sind im Volksmund immer au\u00dfergew\u00f6hnliche Ereignisse, wo sich seltene, einzigartige oder au\u00dfergew\u00f6hnliche Dinge ereignen? Das ist eine sehr kurze, enge und begrenzt gefasste Ansicht. Sind Erfahrungen nicht auch der erfrischende Geschmack einer Banane, die direkt aus dem K\u00fchlschrank kommend genossen wurde. Oder der banale Geschmack sauberen Wassers nach einer k\u00f6rperlichen Anstrengung. Sind Erfahrungen nicht auch das L\u00e4cheln eines Kassierers im Supermarkt, die Aufmerksamkeit eines Hotelangestellten oder der verst\u00e4ndnisvolle Blick eines Vorgesetzten, der einen Fehler bemerkt und kundtut, das er das als menschlich empfindet? Als Erfahrungen gelten m\u00fcssen doch jegliche Ergebnisse und Auswirkung einer beliebigen Handlung oder Begebenheit. Wenn ich 20 mal eine Frucht gegessen habe und ich jedes mal bemerke, das sie mir nicht schmeckt, obwohl sie als au\u00dferordentlich gesund gilt und vielleicht sogar sehr begehrt und teuer ist, dann ist das doch bestimmt, so denken wir, eine Erfahrung, der ich immer Rechnung tragen sollte? Und trotzdem kann das sogar schon beim 21. Versuch ganz anders sich darstellen. Erfahrungen sind Momentaufnahmen, g\u00fcltig nur am Tage \u201eJetzt\u201c, und nicht mehr. Die Erfahrung will uns sagen, das hier und jetzt eine Chance oder eine Gefahr lauern k\u00f6nnte, jedoch nicht muss. Sie zu ignorieren ist daher genauso falsch wie ihr blind zu vertrauen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich, aber doch in einem sehr anderem Kontext stellt sich eine Einsicht dar. In meiner Vorstellung ist Einsicht dann gegeben, wenn es f\u00fcr einem Moment gelingt, hinter die gro\u00dfe Mauer des Bewusstseins zu schauen in eine Welt, die f\u00fcr die gro\u00dfe Allgemeinheit der Menschen als unerreichbar gilt. Sie ist aber trotzdem nur eine Momentaufnahme und bleibt nicht f\u00fcr alle Zeiten g\u00fcltig. Sie ist von der Erfahrung darin unterschieden, das sie f\u00fcr den Schauenden die M\u00f6glichkeit schafft, das Leben f\u00fcr kurze Zeit vollkommen anders zu erfahren. Die Einsicht ist somit tiefer gehend als die Erfahrung, viel tiefer. Sie schafft Vertrauen in das gelebte Leben, ohne dieses festzulegen. Der best\u00e4ndige Zugang zur Welt hinter der Mauer, ein Leben in unverf\u00e4lschter Wahrheit und Wirklichkeit kann Freiheit genannt werden. Sie ist, und da sind sich nahezu alle Lehrer einig, schwer und \u00e4u\u00dferst selten zu erlangen und kann nicht angestrebt werden. Sie ist, oder sie ist nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich auf die Frage, ob ich diese Freiheit erreichen m\u00f6chte, jemals mit \u201eja\u201c antworten sollte\/k\u00f6nnte. Ich stelle mir das sehr schwer vor, so zu leben. Aber ich m\u00f6chte hier und da schon mal gerne einen kurzen Blick riskieren. Sollte er sich anbieten, werde ich bestimmt nicht \u201enein!\u201c sagen. Aber ich werde auch nicht traurig sein, sollte mir das versagt bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Geht man weiter zu dem Begriff des Loslassens, der Losl\u00f6sung, der Befreiung oder wie auch immer die genaue Fassung lautet, wird die direkte Frage auftauchen, von was denn hier eigentlich eine L\u00f6sung stattfinden soll. Sobald ich dann die vielen Beispiele erw\u00e4hne, von der ein Losl\u00f6sen stattfinden kann, habe ich den Weg verloren und befinde mich im tiefsten Wald ohne Orientierung wieder. Ich habe mich verlaufen. Das Problem einer Bindung sind doch nicht die Knoten, die ich kenne, sondern die vielen, die ich \u00fcbersehen habe, von denen ich nichts wei\u00df oder die ich vielleicht sogar als selbstverst\u00e4ndlich betrachte. In einer spirituellen Praxis geht es um die Letztgenannten. Sie sind es doch, die unbarmherzig festhalten. Und die kann man eben nicht durch Vorstellungen und Erfahrungen l\u00f6sen. Hier wirken keine Argumente, keine \u00dcberzeugung und noch so gut gemeinte Ratschl\u00e4ge. Sie sind selbst nach den Theorien der Hirnforschung wie offene Schleifen im Bewusstsein, die blitzartig sich schlie\u00dfen und wirken, wenn ein passendes Bindeglied sich einf\u00fcgt. Ein Wort, ein Bild oder eine einzige Wahrnehmung, und die ganze verschlungene Wirkkette setzt sich nahezu automatisch in Bewegung. Diese offenen Schleifen kann man nicht aufdecken durch Nachdenken oder systematische Suche. Sie lassen sich nur auffinden durch das Schlie\u00dfen der Kette. Und dieses Schlie\u00dfen sollte dann stattfinden, wenn sich der \u00dcbende in einem Schutzraum befindet, wenn die Umgebung und der Handlungsspielraum massiv eingeschr\u00e4nkt sind und gen\u00fcgend Raum zur Verf\u00fcgung steht. Und es sollte sichergestellt sein, das die Wirkkette keinen Schaden anrichten kann. Dieser Schutzraum ist die Meditation, das Verweilen im gro\u00dfen Raum der Stille. Hier kann sich in Gedanken jede Schleife schlie\u00dfen, hier kann der \u00dcbende schauen, welche Reaktionen einmal geschlossene Ketten auszul\u00f6sen verm\u00f6gen und somit lernen, sie zu f\u00f6rdern oder ihnen gegebenenfalls zu begegnen. Hier kann leben, was im Allt\u00e4glichen verborgen ist (s.u.). <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Es sind die Erfahrungen des vergangenen Lebens, die die Schleier, die Mauer bilden, durch die hindurch gesehen werden muss, um Einsicht ins wahre Leben zu erlangen. Und es sind nicht nur die gro\u00dfen, sondern auch die unz\u00e4hligen kleinen Erfahrungen, die hier einen Schutzschild, einen Schleier, eine Mauer, eine Schiene, oder wie auch immer man das nennen mag, bilden. Sie werden im Schutzraum der Meditation abgetragen, Schicht f\u00fcr Schicht, Stein um Stein, Knoten f\u00fcr Knoten. F\u00fcr diese Arbeit im Schutzraum der Stille geh\u00f6rt Mut, Disziplin und Stehverm\u00f6gen. Nicht immer ist das, was dort auftaucht, sich \u00f6ffnet, wieder schlie\u00dft und sich kurz oder l\u00e4nger zeigt, von angenehmer und w\u00fcrdevoller Art. Aber diese Arbeit ist wichtig f\u00fcr ein Leben ohne Leid und Schmerz. Leid und Schmerz werden doch nicht allein durch Ereignisse hervorgerufen, denen ich ausgesetzt bin, sondern auch durch die Vermeidungsstrategien, die einmal erlittenes Leid hervorbrachten und in Form von Vermeidungsmechanismen mit immer den gleichen Handlungen verbunden sind, Handlungen, die im aktuellen Fall oftmals vollkommen daneben liegen und nur unn\u00f6tiges weiteres Leid verursachen. Und da hilft auch nicht die Spontanit\u00e4t, zu der immer wieder geraten wird. Spontanit\u00e4t greift ja geradezu auf diese Schleifen zur\u00fcck. Dieses Motiv wird erst dann brauchbar, wenn die vorhandenen Schleifen erkannt, erneuert oder abgetragen wurden, also erst nach einer umf\u00e4nglichen Meditationspraxis.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Die N\u00fctzlichkeit der Visualisierung des leeren Raumes<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>\u2026 ist in der Meditation ein Werkzeug in Form einer Metapher <sup class='footnote'><a href='#fn-1045-3' id='fnref-1045-3' onclick='return fdfootnote_show(1045)'>3<\/a><\/sup>. Wenn wir uns die Meditationspraxis wie von au\u00dfen betrachtet anschauen, verengen die Meditationsvorgaben den Raum der Wahrnehmung auf k\u00f6rpereigene und Sinneswahrnehmungen meist in Form von K\u00f6rpergef\u00fchl, Bildern und Ger\u00e4uschen. Somit bleibt viel Platz f\u00fcr die Vorstellungswelt des Menschen. Und da Menschen immer auch Erlebnisse und Ereignisse mit auf die Matte tragen, werden sich dort auch die vorgefertigten Schleifen, von denen weiter oben die Rede war, nach und nach einstellen. Jeder Meditierende, der einmal emotionsgeladen (Wut, Zorn, Trauer, Mattheit, Entt\u00e4uschung\u2026) sich auf seine Matte zur\u00fcckgezogen hat, wei\u00df, was ich hier anspreche. Werden solche Gedankenbilder\/Vorstellungen aber zu den anderen schon vorhandenen Wahrnehmungen in den leeren Raum geleitet, der sich durch Schauen hinter geschlossenen Lidern imagin\u00e4r \u00f6ffnet, dann wird dem Betrachter schnell klar, das all das zusammengeh\u00f6rt und immer als \u201emein\u201c angesehen werden muss. Es ist wie das K\u00f6rpergef\u00fchl, das H\u00f6ren ja in dem Raum meines \u201eIch\u201c versammelt, somit als Vorstellung erkennbar und kann zur Einflussnahme bereit, kann dann ver\u00e4ndert oder sogar gel\u00f6scht werden. Es entfallen die Ursachen, die M\u00f6glichkeiten der Auslagerung und Schuldzuweisungen im\/nach Drau\u00dfen. Es ist ja nur mein Raum, durch Meditation ge\u00f6ffnet, daher anderen unzug\u00e4nglich, der somit auch nur durch meine eigene Vorstellung best\u00fcckt werden kann. Ich erkenne dann die Stimmung als \u201emein\u201c und nicht durch andere ausgel\u00f6st. Jetzt kann ich aufl\u00f6sen oder zumindest lindern.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Das unbeliebte\/<\/b><b>hei\u00df-geliebte<\/b><b> Ich<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Die Aussageform \u201eIch\u2026\u201c hat in der Spiritualit\u00e4t eine seltsame Auspr\u00e4gung. W\u00e4hrend die alten Traditionen in ihrer Form den Ich-Gedanken eher ablehnen oder ihn f\u00fcr ein Zumutung halten, ist das \u201eIch\u201c in der Moderne wieder ganz gro\u00df im Kommen, und zwar als Selbst-Optimierungsgedanke. Also ich pers\u00f6nlich kann in beiden Extremen keinerlei Anregung finden. Nehmen wir mal an, ich meditiere aus einer spirituell begr\u00fcndeten Suche heraus. Muss ich dann jeden Gedanken, der mit \u201eIch&#8230;\u201c anf\u00e4ngt, verwerfen? Oder sollten, das andere Extrem, das \u201eIch&#8230;\u201c grundlegend immer Verwendung finden, da ja nur ich zun\u00e4chst einmal an meiner spirituellen Suche \u201eprofitieren\u201c kann und erst dann andere Wesen betroffen sein werden? Das keines der Extreme in irgendeiner Weise angewendet werden kann belegt doch schon der folgende einfache Satz: Ich setzte mich gleich auf meine Matte zur Meditation, um Ruhe zu finden. Ohne den Ich-Gedanken werde ich meine Matte nicht finden, und ohne den Ziel-Gedanken werden ich wohl nicht anfangen mit meiner \u00dcbung. Somit sind doch beide notwendig. Die Frage, die ich mir immer wieder stelle, ist mehr die, wie viel, wann und zu welcher Gelegenheit das \u201eIch\u2026\u201c als Denkform gebraucht wird. Und zur Zeit denke ich, das es oftmals zu sehr im Fokus steht und gebraucht wird, ohne den Nutzen dieses Gebrauchs \u00fcberhaupt bedacht zu haben. \u201eIch\u201c verdeckt allzu oft die Motive Mitdenken, Mitf\u00fchlen und Mitarbeiten, da der alleinige Blick aus der Eigenperspektive den Blick auf das Ganze unn\u00f6tigerweise verengt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe f\u00fcr mich beschlossen, das Motiv \u201eIch\u2026\u201c nur dann noch zu gebrauchen, wenn ich nicht umhin kann, mich zu positionieren. Das hei\u00dft aber nicht, das ich dann wie oft anzutreffen auf die \u201eMan\u2026\u201c Perspektive auszuweichen muss. Es gibt unz\u00e4hlige Gelegenheiten in einem Gesellschaftsleben, wo ein Sich-Positionieren gar nicht notwendig ist. Ich versuche einfach nur aufzunehmen, zu schauen, zu verstehen, was um mich herum geschieht und versuche, mich eines Urteils zu enthalten oder zumindest es nicht (sofort) auszudr\u00fccken\/auszusprechen. Und auch wenn das nicht immer so vollst\u00e4ndig geschieht, wie ich mir das w\u00fcnsche, ich \u00fcbe ja auch immer noch, so mache ich doch hier und da die Erfahrung, das ich seither besser fahre und im Leben leichter unterwegs bin. <br>Ich habe viele Menschen getroffen, die auch in Sachen Selbst-Optimierung unterwegs sind. Ich erkenne diese Ma\u00dfnahmen meistens an der streng verengten Perspektive, die ein solches Vorhaben mit sich bringt. H\u00e4ufig ist der Optimierungsgrund mit einer arbeitstechnischen \u00dcberforderung begr\u00fcndet. Man versucht, sich f\u00fcr das stressige Arbeitsleben, f\u00fcr das stressige Familienleben oder die stressigen Anspr\u00fcche in der Freizeitgestaltung zu pr\u00e4parieren. Das ist auch in Ordnung, aber es muss trotzdem ein Blick auf die Welt m\u00f6glich sein. Meine Devise im Arbeitsleben und \u2026 war immer: Soviel wie notwendig, so wenig wie m\u00f6glich, und es sollte immer ein Hintert\u00fcrchen geben. Und ich denke so, weil die Welt zwar perfekt ist, die Menschen das aber nicht sind. Und die Welt ist geduldiger als die Menschen. Und ich bin einer dieser Nicht-Perfekten und Ungeduldigen. Alles weitere leitet sich davon ab und ist selbsterkl\u00e4rend. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><b>Das<\/b><b> \u201eNichts\u201c <\/b><b>als Vorstellung<\/b><b>?<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir von Nichts sprechen, bilden wir einen Namen f\u00fcr etwas, was nicht da ist oder auch gar nicht existiert. Da sein k\u00f6nnen eigentlich nur Dinge, die eine materielle Pr\u00e4senz haben, das hei\u00dft, wenn ich dagegen laufe, hole ich mir eine Beule, wenn ich es fallen lasse, finde ich es auf dem Boden wieder und ich kann zu einem Menschen sagen: Sieh mal das da\u2026 und er\/sie sieht es auch. Aber es gibt ja mittlerweile auch Dinge, die nicht da sein k\u00f6nnen, Dinge, die weder greifbar sind noch ohne gr\u00f6\u00dferen Aufwand einem anderen Menschen zug\u00e4nglich gemacht werden k\u00f6nnen. \u201eKultur\u201c ist so ein Begriff, \u201ewertvoll\u201c auch und das \u201eZiel\u201c ist auch so etwas. Diese nicht existierenden Dinge verweisen nur auf etwas, was da sein k\u00f6nnte, und sie verweisen sowohl auf Dinge als auch auf Verweise, die wiederum auf etwas verweisen und so weiter. \u201eNichts\u201c als Substantiv ist daher etwas, das der letzteren Gruppe angeh\u00f6rt. Das Wort verweist auf die Abwesenheit von etwas, und in diesem Fall ist dieses etwas die Summe aller m\u00f6glichen Dinge und aller m\u00f6glichen Verweise. Verben sind auch Verweise, so zum Beispiel \u201egehen\u201c. Ich verweise auf die M\u00f6glichkeit, mich von einem Ort zu einem anderen zu bewegen mit Hilfe meiner Beine. Nun ist es selbst in westlicher Logik so, das ohne Dinge und Verweise kein Denken m\u00f6glich ist. Dinge werden nach Namen geordnet, Verweise ebenfalls. Nutze ich also keine Namen und verweise ich nicht, ist kein Denken m\u00f6glich. Ohne Denken gibt es keinen Bezug zu Zeit, die ja auch nur ein Verweis ist. Erreiche ich also das h\u00f6chste Ziel der Meditation, zeitweise ohne Denken zu sein, ist in dieser Aussage auch keine Zielvorstellung m\u00f6glich, denn das Ziel ist ohne Denken ja kein Verweis mehr. Und an die Zeit \u201eohne zu denken\u201c gibt es daher auch keine Erinnerung. \u201eNichts\u201c als Ziel zu setzen ist zwar m\u00f6glich, aber ich werde, selbst wenn ich das Ziel erreichen sollte, mich nicht daran erinnern k\u00f6nnen. Lediglich die Meditationsuhr kann\/wird mir sagen: Also, f\u00fcr die zwei Gedanken, die du gedacht hast, ging die Zeit aber schnell vor\u00fcber. Aber sicher kannst du nie sein, am Ziel gewesen zu sein. Mir gen\u00fcgt der Begriff Raum, um meinen Gedanken und F\u00fchlen ein Ziel zu geben. Sind die dann weg, ist ja schon nichts (mehr da). Daher brauche ich das Ziel \u201eNichts\u201c nicht anzustreben. Es kommt\u2026 mich besuchen.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Wie Bewusstsein, Ich und K\u00f6rperlichkeit zusammenh\u00e4ngen<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Nach der normativ westlich christlichen Vorstellung besteht der Mensch aus K\u00f6rper, Geist und Seele, Wobei dem K\u00f6rper wenig, dem Geist etwas mehr und der Seele viel Bedeutung beigemessen werden. Nun ist diese Verteilung der Wertigkeiten mittlerweile umstritten, da noch nicht einmal die Wissenschaften diesen Gedankengeb\u00e4uden mehr nachh\u00e4ngen. Nach den neuesten Forschungen muss konstatiert werden, das sich das Bewusstsein aus der Wahrnehmung des K\u00f6rpers (Gef\u00fchl), den T\u00e4tigkeiten des Geistes (Erinnerung, Erfahrung, Wissen) und der den Menschen umgebenden Welt zusammensetzt, wobei dieses Bild in Form von Plastizit\u00e4t st\u00e4ndig (Prozess) aktualisiert wird. Das hei\u00dft unter anderem, das dieses Bild niemals feststeht und der Mensch daher nicht festgelegt werden kann. Und auch mit sich selbst ist eine solche Sicherheit (Ich wei\u00df, wer und was ich bin\u2026 und tun werde\u2026) nicht zu erreichen. Mit anderen Worten hei\u00dft das auch, das die Aussage \u201eIch bin\u2026\u201c sich \u00e4hnlich unscharf verhalten muss wie die Frage, \u201ewo sich ein Elektron gerade aufh\u00e4lt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Krishnamurti geht in dieser Frage noch ein St\u00fcck weiter. F\u00fcr ihn muss der Geist, bevor er sich \u00fcberhaupt intelligent verhalten kann, sich erst einmal von der Tradition (Kultur), der Gewohnheit und der Misslichkeit des Vorurteils befreien, bevor wir den Reichtum der Welt verstehen und darin frei handeln k\u00f6nnen. Diese geistigen Eigenschaften bilden den Schleier der Verblendung, die das Verstehen des Lebens verhindert und zu Leiden und Verwirrung f\u00fchren. Jeder wache Mensch muss die Probleme dieser Welt (Hunger, Armut, Hass, Dummheit, Grausamkeit, Ausbeutung, Angst, Verwirrung, Hoffnungslosigkeit, \u2026) sehen, sagt er, und dieses Wissen muss ihm zu schaffen machen. Und viele werden dann sich einer Organisation (Partei, Religion, Freiheitsbewegung, NGO, \u2026) anschlie\u00dfen wollen, um diese Probleme zumindest in Teilbereichen zu l\u00f6sen. Aber eine Organisation legt wiederum fest und schafft so genau die gleichen Probleme, die sie zu l\u00f6sen versucht, etwas variiert zwar, aber ebenso verblendet. Jeder kann nur sich selbst seiner Verblendung entledigen, keine Gruppe kann dabei helfen. Dazu bedarf es keiner Revolution, keiner Reform oder geistiger Schulung. Es ist einfach nur das Schauen in die eigenen Strukturen (Werte, Ideale, Glaubensvorstellungen), das Ergr\u00fcnden dieses Netzes und das Verstehen, wie es entstanden ist, was es will und wof\u00fcr es vorgibt zu wirken. Die Menschen werden leiden auf diesem Pfad, werden sich allein f\u00fchlen, aber dieses Leiden wird sie wach machen, wird ihre Intelligenz wecken und sie werden verstehen, was zu tun ist, f\u00fcr sich und durch ihr Beispiel f\u00fcr andere. Das ist der Weg, den Krishnamurti vorschl\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Krishnamurti ist das \u201eIch\u201c eine Repr\u00e4sentanz der Welt, die sich durch Tradition und Gewohnheit, die festlegen statt loszulassen, aufbaut und daher niemals mit \u201ehier und jetzt\u201c (Wirklichkeit) \u00fcbereinstimmt. Das erzeugt Angst, erzeugt Konflikte, die sich nicht l\u00f6sen lassen werden, ohne den Grund, die Ursache ihres Erscheinens zu verstehen. Gef\u00fchle sind nur Gef\u00fchle, die direkt zum Handeln auffordern, sie zu interpretieren und damit auf die Erfahrung der Vergangenheit zur\u00fcckzugreifen, mag hier und da im praktischen Leben sinnvoll erscheinen, aber dies kann und darf sich nicht zu einer allgemeinen Verfahrensweise auft\u00fcrmen, wie sie Philosophie, Religion, Weltsicht und Politik praktizieren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><i>Worauf es ankommt, ist, in Konflikt mit den Traditionen\u2026 zu geraten, in der (denen) sie gefangen sind, und nicht intellektuell mit Hilfe eines Ideals auszuweichen. Wenn sie (damit) beginnen\u2026 werden Sie auch beginnen, die wahre Intelligenz zu wecken, die allein die vielen menschlichen Probleme l\u00f6sen kann. <span style=\"font-size: small;\">Aus Vollkommene Freiheit, Spirit, S. 39<\/span><\/i><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Krishnamurti ist Meditation die Konfiguration eines Bewusstseins, das das Denken zu kontrollieren versteht. Es ist ein anderes Bewusstsein, das eine Matrix schafft, die nicht aus Vergangenem \u00fcber die Gegenwart in die Zukunft denkt, was nur zu Konflikt und Leiden f\u00fchren kann, sondern das ohne Angst, Vorurteil und Werteeinordnung einfach nur schaut, was ist, und danach handelt. Und Krishnamurti betont, das es das Individuum, das wir zu sein glauben, nicht gibt. Die Menschheit ist ein Bewusstsein, an dem jeder Einzelne Anteil, Teilhabe hat. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Die beiden Definitionen von Bewusstsein, also die der Neuro-Immunologie (Wissenschaft) und die Krishnamurti\u2018s liegen genau betrachtet gar nicht so weit auseinander. W\u00e4hrend Krishnamurti stets nur das Eine, das Einzig-Existente denkt und daraus eine neue Form von Bewusstsein konstatiert, ist die Wissenschaft, ihrer Gewohnheit folgend, nur an Beweisbarem, Nachvollziehbarem interessiert und folgt nicht in die Spekulation oder in die erz\u00e4hlende Ausnahmeerscheinung, wie sie Krishnamurti nun einmal ist. Somit kommen beide Linien auch zu unterschiedlichen Folgeaussagen, zu anderen Schlussfolgerungen. Das ist aber ebenso gleich-g\u00fcltig wie jede andere Intension, mit der ein Mensch in seinem Umfeld, seiner Sph\u00e4re Frieden und Leidlosigkeit zu schaffen sucht. Alles was die verschiedenen Disziplinen von Spiritualit\u00e4t und Bewusstseinsforschung bisher zu Tage gef\u00f6rdert haben, zielen nicht mehr und nicht weniger auf das gleiche Ziel hinaus und zeigen einen nahezu einheitlichen Weg auf. Dieser Weg geht \u00fcber eine Selbsterforschung und die Aufgabe von (alten) Regeln und Normen. Um neu zu denken muss das Alte weichen. Es ist ein wenig wie mit einer Werkstatt. Wenn man mehr Platz braucht dort, muss ausgemistet werden und eine Ordnung herrschen, die klar und \u00fcbersichtlich ist und somit Neues erm\u00f6glicht. Und der ordnende Mensch muss hellwach sein und bleiben, damit ihm das Alte ebenso wie auch das Neue nicht immer wieder um die Ohren fliegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bitte verstehen Sie das hier geschriebene nicht falsch. Die Zeilen oben sind nur eine Momentaufnahme, und wahrscheinlich w\u00fcrde ich das heute, am dem Tag, an dem Sie das also lesen, nicht mehr genau so schreiben. Ich lehne Tradition nicht ab. Ich lehne auch das konservative Denken nicht ab. Aber auch immer nur das Neue zu denken ist keine L\u00f6sung. Und es gibt keine grunds\u00e4tzlichen Entscheidungen, auch nicht f\u00fcr eine Meditationspraxis. Das gilt f\u00fcr die Sitzhaltung ebenso wie die Inhalte, Zielvorstellungen, \u00dcbungen, Formen und Rituale. Jeder Satz, der mit \u201eDu musst&#8230;\u201c anf\u00e4ngt, ist verd\u00e4chtig, ein Dogma zu sein. Und das Gleiche gilt f\u00fcr jede Vorgabe zu Zeit und Raumgestaltung, Dauer und Intension (Inhalt). All das k\u00f6nnen nur Vorschl\u00e4ge sein, die von erfahrenen Meditierern einem unerfahrenen Menschen gegeben werden k\u00f6nnen. Letztlich m\u00fcssen Sie selbst jede Erfahrung, jedes Erleben, jede Arbeit und jede Ent-T\u00e4uschung durchmachen, von denen der Erfahrene erz\u00e4hlt. Daher mein Rat: Gehen Sie ruhig mal in eine Gruppe und schauen Sie dort, was andere Meditierende so tun. Aber: Setzen Sie sich auf jeden Fall bei Bedarf, am Besten t\u00e4glich, hin und meditieren Sie, schauen sie, erleben Sie und entscheiden Sie selbst, was f\u00fcr Sie gut ist. Nichts und niemand kann Ihnen dabei helfen, und Sie brauchen weder Best\u00e4tigung noch Motivationen, die von au\u00dfen kommen. Wichtig ist, was Sie tun, und wichtig ist, warum Sie das tun. Und wichtig ist, da Sie dabei wach und aufmerksam sind. Alles andere wird sich einstellen, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter. Sie sind das Ziel, und das Ziel ist schon so gut wie erreicht, wenn Sie wissen, wo Ihre Matte und das Kissen daf\u00fcr liegen.<\/p>\n\n\n<div class='footnotes' id='footnotes-1045'><div class='footnotedivider'><\/div><ol><li id='fn-1045-1'> Karl Baier und sein Buch \u201eMeditation und Moderne\u201c geben daf\u00fcr einen sch\u00f6nen und weitreichenden \u00dcberblick. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1045-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1045-2'> Ganzheitlich daher, weil Geist und K\u00f6rper nicht getrennt sind, weil die Existenz einer Seele nicht unbedingt erforderlich ist und das das Wesen\/Bewusstsein eines Menschen immer auf einer zirkul\u00e4ren und nicht auf einer linearen Kausalit\u00e4t beruht. Mehr dazu bei Thomas Fuchs, Das Gehirn \u2013 Ein Beziehungsorgan. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1045-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1045-3'> Eine Metapher ist ein \u201e sprachlicher Ausdruck, bei dem ein Wort aus seinem eigentlichen Bedeutungszusammenhang in einen anderen \u00fcbertragen wird, ohne dass ein direkter Vergleich die Beziehung zwischen Bezeichnendem und Bezeichnetem verdeutlicht&#8220;.Wikipedia (DE). Das ist so, weil f\u00fcr Raum, der unendlich und zeitlos gedacht wird, kein Name vergeben werden kann. Was alles umfasst, kann von nichts unterschieden werden. Da es neben Raum aber noch andere Namen gibt, ist der Ausdruck Raum f\u00fcr Raum nicht zutreffend und daher auch ohne Beziehung. HpS. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1045-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><\/ol><\/div><div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F1045&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.com\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F1045&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.com\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fsperzelhp.com%2F%3Fp%3D1045&text=Meditation%20%C3%BCber%20%E2%80%9Enichts%E2%80%9C%2C%20eine%20Momentaufnahme\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fsperzelhp.com%2F%3Fp%3D1045\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir uns \u00fcber etwas Spezifisches unterhalten und viel Zeit und Energie in etwas stecken sollen, m\u00fcssten wir eigentlich schon vorab wissen wollen, um was es sich letztlich handelt, was es uns bringt und wie und mit welchem Aufwand wir damit beginnen k\u00f6nnen, dieses Ziel zu erreichen. 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