{"id":1068,"date":"2022-12-12T11:49:31","date_gmt":"2022-12-12T11:49:31","guid":{"rendered":"https:\/\/sperzelhp.com\/?p=1068"},"modified":"2023-03-20T10:09:16","modified_gmt":"2023-03-20T10:09:16","slug":"die-objektlose-meditation-der-stille","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sperzelhp.com\/?p=1068","title":{"rendered":"<strong>Die Objektlose Meditation der Stille<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn wir uns \u00fcber Meditation unterhalten wollen, m\u00fcssen wir zun\u00e4chst einmal verstehen und hinterfragen, was wir aktuell unter Meditation verstehen. Das Verst\u00e4ndnis, die Informationen und unsere Vorstellungen dar\u00fcber k\u00f6nnen ja nicht so einfach ausgeblendet werden, wenn Meditation stattfinden soll. Die Richtigkeit dieser Aussage erkennen wir darin, das jeder \u00dcbende, der Erfahrungen macht, diese in der Regel mit den kulturellen Errungenschaften seiner Zivilisation beschreibt. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wenn eine Kultur keinen Gott kennt, wird sich eine spirituelle Erfahrung nicht in der Form g\u00f6ttlicher Vorstellungen ausdr\u00fccken. Da alle Menschen solche Vorstellungen besitzen, wir in Kulturen hinein geboren, vielleicht sogar hineingeworfen werden, wachsen darin auf, diese auch nicht l\u00f6schen k\u00f6nnen wir ein Dokument auf einem Rechner, muss jeder daher mit dieser Sachlage intelligent umgehen k\u00f6nnen, sonst findet Meditation nicht statt. Wir brauchen mit anderen Worten Kenntnis \u00fcber unsere Vorstellungen. Diese k\u00f6nnen nur erreicht werden, wenn wir uns der Grundlagen unserer kulturellen Pr\u00e4gung bewusst werden, denen all unser Denken und Handeln zugrunde liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem christlich gepr\u00e4gtem Umfeld wir in Zentraleuropa \u00fcblich hei\u00dft das, das wir automatisch <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-1' id='fnref-1068-1' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>1<\/a><\/sup> verschiedene Grundpfeiler annehmen m\u00fcssen, die unser Denken und Handeln sowie unsere Wahrnehmung in ganz bestimmte Weise strukturieren und daher auch in Bahnen lenken. Wir leben eine vorgegebene Ordnung, die uns im Chaos der allgegenw\u00e4rtigen Wahrnehmungen eine Struktur erm\u00f6glichen, die von unseren mentalen F\u00e4higkeiten fassbar ist. Dazu vergeben wir Namen f\u00fcr Teilbereiche unserer Wahrnehmung, teilen mit deren Hilfe die Welt und ihre Manifestationen in Schubladen, F\u00e4cher und Kategorien ein, in der Regel, indem wir uns erinnern, und konstruieren daraus einen Plan von Welt, an dem wir uns im Alltag orientieren. Das ist grob vereinfacht eine Beschreibung dessen, was wir \u201eDenken\u201c nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesem Denken liegen in der europ\u00e4ischen Kultur Setzungen zugrunde. Und weiterhin tragen wir Denkweisen in uns, die, betrachten wir sie genau, nicht zielf\u00fchrend sein k\u00f6nnen. So soll zum Beispiel die Meditation und der damit verbunden Praxis in aller Regel ganz bestimmte Ergebnisse erzielen. Nur widerspricht das besonders dann, wenn wir in \u00f6stlichen Traditionen \u00fcben (Zen, Yoga, Taoismus, Buddhismus), grunds\u00e4tzlich den dort in den Schriften beschriebenen Vorgehensweisen, die aussagen, das wir gar nicht vorab wissen k\u00f6nnen, was eine Meditationspraxis bewirken wird und dass dabei Reaktionen und Ereignisse der Wahrnehmung auftreten k\u00f6nnen, die wir so gar nicht beabsichtigen oder niemals in Betracht gezogen haben. Mit anderen Worten: Es k\u00f6nnen Erscheinungen auftreten, die wir gar nicht beabsichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Exkurs: Kundalini<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nehmen wir als einfaches Beispiel das Auftreten von Kundalini-Erfahrungen, wie sie der indische Yoga beschreibt. Diese sind nicht vor\u00fcbergehende Erscheinungen, die mit dem Abbruch der Meditationspraxis aufh\u00f6ren. Einmal in Gang gesetzt, l\u00e4uft der Kundalini-Prozess nach allen Beschreibungen autonom ab, und wir haben als Mensch dar\u00fcber zumindest \u00fcber einen mehr oder weniger langen Zeitraum keinen Einfluss. Auch wird sehr h\u00e4ufig davor gewarnt, unvorbereitet Kundalini-Erfahrungen anzustreben. Die Erweiterung der energetischen Abl\u00e4ufe, die Verst\u00e4rkungen der Wahrnehmungsfelder und die k\u00f6rperlichen Auswirkungen derselben ben\u00f6tigen eine gut gefestigte Haltung und Konstitution. Und was f\u00fcr Kundalini gilt, wird wohl auch f\u00fcr die anderen Erfahrungsformen (Satori, Kensho, Samadhi) gelten, wenn auch wie hier und da beschrieben mit anderen Pr\u00e4gungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Normalerweise werden in westlichen Beschreibungen unterschieden zwischen Fern\u00f6stlichen Traditionen, Meditationen im Buddhismus, Christliche Traditionen und der Anthroposophischen Tradition. Dann werden Unterscheidungen gemacht zwischen Passiven Meditationen, der Stille- oder Ruhemeditation, der Achtsamkeits- oder Einsichtsmeditation, der Konzentrationsmeditation und Transzendentale Meditation, der Aktiven Meditation &#8211; Zen-Buddhismus, Tantra, Yoga, Kampfkunst, Neuere fern\u00f6stlich inspirierte Meditationsmethoden, Geh-Meditation, Tanz, Musik und Rezitation, K\u00f6rperhaltung \u2013 wobei diese Aufz\u00e4hlung nicht vollst\u00e4ndig genannt werden kann (Quelle: Wikipedia DE).<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz dazu bin ich der Ansicht, das man grunds\u00e4tzlich unterscheiden sollte zwischen Meditationen und Kontemplationen in einer ruhendem K\u00f6rperpose einerseits, wobei ersteres die Stille als Zugang nutzt und letzteres mit Konzentrationen auf verschiedene Motive \u2013 Text, Bilder, Mandala, Mantra, Atem, etc. &#8211; arbeitet. Aktiv den K\u00f6rper bewegende \u00dcbungen w\u00fcrde ich hierbei aber mehr oder weniger grunds\u00e4tzlich ausnehmen. Sie stellen eine eigene Kategorie dar. Die Aus\u00fcbung von Handlungen, die in die gleiche Kategorie wie die sportlich bekannte \u201eVariable Verf\u00fcgbarkeit\u201c fallen, \u2013 Musikinstrument, Gesang, Tanz, Gehen, Laufen, Springen, Malen, Schreiben, etc. &#8211; sind zwar ebenfalls geeignet, in meditative Zust\u00e4nde zu gelangen, sind aber doch von der ruhenden Positionierung des K\u00f6rpers und dem Gebot, auf Impulse aus der Au\u00dfenwelt nicht zu reagieren, sehr verschieden, da dort auf jeden Fall eine objektbezogene Fixierung und Konzentration notwendig bleibt. Kontemplationen sind zwar auch fixiert, bem\u00fchen aber keinerlei k\u00f6rperlicher Impulssteuerung. Daher m\u00f6chte ich zun\u00e4chst einmal unterscheiden zwischen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Der stillen <strong>Meditation<\/strong> (Versenkung, Zazen, Shikantaza, Stille, Nur-Sitzen) mit ruhendem K\u00f6rper (Sitz) und ruhendem Geist.<\/li>\n\n\n\n<li>Der <strong>Kontemplation<\/strong> (Objektbezogene Meditation, Text, Bild, Atem, Mantra] mit ruhendem K\u00f6rper (Sitz, Lage, Stand) und aktivem Geist.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Meditativen Bewegung mit Variablen Verf\u00fcgbarkeiten<\/strong> mit bewegtem K\u00f6rper und aktivem Geist stattfindet (Geh-Meditation, Tanz, Kunst, etc).<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Es geht, um die Einordnung kurz und klar zu beschreiben, darum, was mit K\u00f6rper und Geist in der \u00dcbung geschieht\/geschehen soll. Wird der K\u00f6rper in der Methode bewegt? Ist der Geist in der Methode aktiv t\u00e4tig?<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Artikel besch\u00e4ftige ich mich ausschlie\u00dflich mit der Meditation, wie sie oben unter Punkt 1 definiert ist, also ruhender K\u00f6rper und ruhender Geist. Ich selbst habe alle drei Methoden (Arten) der Meditation \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum ausprobiert und etwas in mir scheint so gestrickt zu sein, das es immer in diese erstgenannte Methode (Meditation) zur\u00fcckf\u00e4llt. Das hei\u00dft nicht, das ich meinen K\u00f6rper nicht sp\u00fcre und keine Gedanken mehr habe. Im Gegenteil, mein K\u00f6rper zeitigt sehr deutlich unendlich viel mehr Wahrnehmung als im Alltagszustand und meine Gedanken ruhen, so wird es von mir wahrgenommen, nicht. Obwohl, manchmal sind die 25 Minuten meiner Zeit pro Meditations-Einheit sehr schnell vergangen. Ich kann mich dann nur an sehr wenig Geistesaktivit\u00e4t erinnern und konnte konstant in aufrechter Haltung verweilen. Geschlafen, ged\u00f6st oder so habe ich dann, so meine Schlussfolgerung, wohl nicht, da ich dann mich irgendwann mal h\u00e4tte wieder aufrichten m\u00fcssen. Das wiederum w\u00e4re meiner Erfahrung nach nicht unbemerkt geblieben. Aber wissen oder mir sicher sein kann ich mir diesbez\u00fcglich nat\u00fcrlich nicht. Darum geht es mir auch gar nicht. Ich m\u00f6chte hier einfach beschreiben, wie ich in sitze und was mir dabei aufgefallen ist. Es ist mehr die Niederschrift meiner Erfahrung, die ich auch nicht nur f\u00fcr eine Ver\u00f6ffentlichung vornehme, sondern mehr als ein Freischreiben meines Geistesinhaltes zum Zwecke der Klarheit meiner selbst ansehe. Etwas kompliziert und verschroben, ich wei\u00df, aber so ist\/sehe ich es nun mal. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Der ruhende K\u00f6rper<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, ben\u00f6tigen wir f\u00fcr eine Meditation der ersten Kategorie einen <strong>ruhenden K\u00f6rper<\/strong>. Das ist eine K\u00f6rperhaltung, die in sich selbst tr\u00e4gt und in der \u00fcber den Meditationszeitraum (bei mir 25 Minuten) keine bewusst gesteuerte Bewegung notwendig ist. Bewusst gesteuerte Bewegungen werden in der Regel durch einen Impuls ausgel\u00f6st, die entweder von ein Sinn oder von einem Gedanken ausgel\u00f6st werden. Daher ist es empfehlenswert, seine Impulse zun\u00e4chst einmal kennenzulernen, sie schon fr\u00fch, m\u00f6glichst vor dem Beginn der Bewegung, wahrzunehmen und somit diese ignorieren zu k\u00f6nnen. Das muss der in westlicher Umgebung lebende Mensch zun\u00e4chst einmal lernen. Dann verbleibt der K\u00f6rper ja die ganzen 25 Minuten in einer nahezu unbewegten Position, nahezu, da Atmung und Kreislauf nat\u00fcrlich auch eine Bewegung darstellen. Weiterhin gibt es Impulse, die direkt vom vom K\u00f6rper ausgef\u00fchrt werden. Das kann ein pl\u00f6tzlich aus dem Nichts zu kommendes Zusammenzucken sein, ein Niesen oder Husten oder auch ein Erschrecken. Diese Impulse werden sich nicht oder nur selten unterdr\u00fccken lassen. Das versuche ich daher erst gar nicht. F\u00fcr das Sitzen in Meditation <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-2' id='fnref-1068-2' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>2<\/a><\/sup> sitze ich daf\u00fcr entweder im Burmesischen Sitz, im Halben Lotus oder im Lotus. Die gewohnten Anweisungen dazu sind der aufgerichtete gerade R\u00fccken und die Kopfhaltung mit der Nase geradeaus zeigend. Das ist ein wenig d\u00fcnn, denn der K\u00f6rper erm\u00fcdet schnell in unbewegter Haltung und er kann beides einfach so nur mit M\u00fche halten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Exkurs: Sitzhaltungen<\/strong><br>Daher empfehle ich ein paar zus\u00e4tzliche Vorgaben, die das Sitzen deutlich stabiler machen.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Beginnen wir mit dem Kissen. Mein Kissen ist an der R\u00fcckenseite etwa 6 bis 8 Zentimeter h\u00f6her als auf der Vorderseite. Trotzdem solle das Gewicht rutschfest und ausschlie\u00dflich auf dem Kissen ruhen und die Beine unbelastet lassen. Hilfreich ist auch eine dem Ges\u00e4\u00df angepasste Kuhle.<br>2. Dann ist der K\u00f6rper leicht (5-10\u00b0) nach vorne geneigt und wird durch eine sehr sanfte Kontraktion des Bauches, die den Beckenkamm sanft mitnimmt, und der unteren R\u00fcckenpartie, die sich sehr sanft gegen den Zug nach hinten stellt, ausbalanciert. Das klingt zun\u00e4chst einmal anstrengend, wird aber mit der Zeit fast wie m\u00fchelos vorhanden empfunden. Hier wirkt dann die bereits erw\u00e4hnte Variable Verf\u00fcgbarkeit, die diese Einrichtung annimmt und wie selbstverst\u00e4ndlich werden l\u00e4sst.<br>3. Dann brauchen wir eine Auflage f\u00fcr die Handr\u00fccken, die in der Mitte des K\u00f6rpers etwas unterhalb des Nabels in der Dhyani-Mudra gehalten werden. Die Ellenbogen werden dann so eingerichtet, das die Balance nicht gest\u00f6rt wird, was meist etwas vom K\u00f6rper abstehend erreicht wird. Wenn das Gewicht der Arme die H\u00e4nde und deren Ablage erreicht, bleibt diese Ellenbogenhaltung auch wie von selbst bestehen.<br>4. Dann setzen wir den Kopf in ausbalancierter Weise zentral auf den Rumpf. Das wird erreicht, indem das Kinn sich etwas dem Kehlkopf ann\u00e4hert. Als Voraussetzung f\u00fcr das Gelingen ist eine ge\u00f6ffnete Schl\u00fcsselbein-Partie, die sich durch die Ellenbogenhaltung relativ schnell einstellt.<br>5. Um warm zu bleiben, kann es sein, das der K\u00f6rper in den k\u00e4lteren Jahreszeiten einen w\u00e4rmenden Umhang (Decke) ben\u00f6tigt, der auch die F\u00fc\u00dfe einschlie\u00dft.<br>6. F\u00fcr die Augen gibt es unterschiedlichen Anweisungen in den Traditionen. Mal sollen sie offen, mal nur leicht ge\u00f6ffnet, oftmals k\u00f6nnen sie sanft geschlossen sein. Das ist alles durchaus m\u00f6glich, wenn dabei beachtet wird, das die Augenlider sanft gesenkt\/geschlossen werden. Was ich aber durchaus wichtig empfinde ist die Anweisung, die Augen auch wenn sie geschlossen sind nicht nach unten schauen zu lassen, sondern sie in Relation zur leicht gebeugten K\u00f6rperhaltung geradeaus einzurichten. Der Blick geradeaus, man k\u00f6nnte auch sagen in geraden Stehen\/Sitzen am Ufer eines gro\u00dfen Wassers zum Horizont hin, geht dann durch die leichte Vorbeuge etwa 10 Meter vor dem Sitz auf den Boden. Diese Augenhaltung wird erleichtert dadurch, das man die Augen in die Au\u00dfenwinkel entspannt, was wiederum nach kurzer Zeit eine Variable Verf\u00fcgbarkeit erzeugt, die m\u00fchelos wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben mit diesen kleinen wirksamen Einrichtungen f\u00fcr den K\u00f6rper eine Haltung geschaffen, die m\u00fchelos wird. Der leichte Druck zwischen Bauch\/Beckenkamm und unterem R\u00fccken bewirkt einen Energiefluss nach oben, der die Haltung des Rumpfes wie ein Luftstrom tr\u00e4gt. Die Kopfhaltung, die ein entspanntes Tragen des Kopfes erlaubt, ben\u00f6tigt wenig bis gar keine Aufmerksamkeit. Die Augenhaltung bewirkt ein Spannungsfeld, das ein eind\u00f6sen oder gar wegd\u00e4mmern nicht mehr erlaubt. Das Ges\u00e4\u00df als Schwerpunkt ist geerdet und verwurzelt. Die Beine liegen ohne Last tragen oder aushalten zu m\u00fcssen entspannt auf ihrer Unterlage (Matte, Oberschenkel). Die H\u00e4nde ruhen auf der Unterlage. Alles in Allem wird der K\u00f6rper so eine zufriedene und m\u00fchelose Haltung erreichen, die durchaus auch f\u00fcr mehrere Sitzrunden tr\u00e4gt und die wie eine Entspannungshaltung empfunden werden kann. Ich will nicht unerw\u00e4hnt lassen, das der K\u00f6rper die f\u00fcr die gew\u00fcnschte Sitzhaltung notwendige Beweglichkeit mitbringen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Man muss verstehen, das eine ruhende Haltung nicht statisch fest genannt werden darf. Die K\u00f6rperhaltung wird erreicht durch Gleichgewichtsreaktionen bzw. durch Balance. Jede m\u00f6gliche Bewegung wird durch mindestens zwei Kontrahenten erzeugt, die sich gegenseitig ausgleichen. Da der K\u00f6rper aber nicht aus Teilen, sondern aus einem St\u00fcck besteht, ist dieses Gleichgewichtsgef\u00fcge dar\u00fcber hinaus wie ein dreidimensionales Netz zu sehen, in dem mehrere Protagonisten miteinander in multipolaren Abh\u00e4ngigkeiten zusammenarbeiten. Mit der Zeit werden die verschiedenen Abh\u00e4ngigkeiten unterschieden werden k\u00f6nnen, so das der Verlust der ruhenden Haltung w\u00e4hrend einer Sitzung m\u00fchelos zur\u00fcckgewonnen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der ruhende Geist<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Sache mit dem <strong>ruhenden Geist<\/strong> gestaltet sich etwas schwieriger. Denn hier begegnen wir nicht einer nat\u00fcrlichen Erscheinung, als die sich unser K\u00f6rper darstellt. Unserer denkender Geist <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-3' id='fnref-1068-3' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>3<\/a><\/sup> ist ein imagin\u00e4res Werkzeug, das uns Menschen Verhaltensratschl\u00e4ge gibt. Diese stammen aus interpretierten Ereignissen der Vergangenheit, die in bezug zur gerade erlebten Realit\u00e4t gesetzt werden, die be- und auswertet, zusammengefasst und in die Zukunft projiziert L\u00f6sungen f\u00fcr Problemstellungen anbietet, die akut auftreten, die auftreten k\u00f6nnten oder sogar nur bef\u00fcrchtet werden. Das Werkzeug Denken ist gar nicht bis schwer zug\u00e4nglich, da es, um zug\u00e4nglich zu sein, sich selbst als Werkzeug verwenden m\u00fcsste. Daher haben kluge Menschen uns ein zus\u00e4tzliches Werkzeug angedichtet, das etwas \u00fcber dem Denken steht und das durch Setzungen, Wertungen und Paradigmen festlegt, was sicheres Wissen bedeutet und wie der Mensch sich zu verhalten habe. Dieses Werkzeug ist die Vernunft. Sie ist noch geistiger als der Geist und ebenso ungreifbar. Und da wir Menschen trotz dieser Einrichtungen immer noch nicht nur gut und richtig entscheiden und handeln, haben wir dem \u00fcbergeordneten Begriff der beiden, n\u00e4mlich dem Bewusstsein, in dem die beiden bereits Genannten sowie alle Sinneswahrnehmungen sozusagen zusammenarbeiten, noch ein Unterbewusstsein und ein Unbewusstes hinzugef\u00fcgt, damit es f\u00fcr Fehler S\u00fcndenb\u00f6cke, sprich Entschuldigungen gibt. Dort im Un und Unter manifestiert sich der Theorie nach das \u201etierische\u201c Verhalten ungebremst, ohne Denken und Vernunft. Das ist, grob und etwas satirisch formuliert das, was wir Geist nennen. Nur, stimmt das so wirklich? Ich wei\u00df es nicht. Und das ist ja noch nicht alles. Dieser Geist kann auch Geschichten erfinden, Erz\u00e4hlungen anderer aufnehmen und diese wie eigene Erlebnisse behandeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Das auf der oben gezeigten Beschreibung von Geist beruhende \u201eIch\u201c, das alle Entscheidungen trifft, bewertet und danach handelt, ist in der Meditation ein sehr wichtiger Faktor. Gew\u00f6hnlich sieht sich das jeweils individuelle Ich sich selbst als einem Mittelpunkt an, um den sich alles dreht. Das beruht auf der Erkenntnis (Descartes), das der Mensch sich seines Denkens und Zweifelns nur dann gewahr werden k\u00f6nne, wenn er auch wirklich ist, also da ist. So hei\u00dft es oft: Ich habe\u2026 Ich denke\u2026 Ich meine\u2026 Ich f\u00fchle usw. Dieser so beschriebene Geist, bestehend aus Ich, Bewusstsein, Denken, Vernunft, Unbewusstes und Unterbewusstes, von der Seele <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-4' id='fnref-1068-4' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>4<\/a><\/sup> mag ich erst gar nicht reden oder schreiben, soll also still werden, soll ruhen besser gesagt, was nichts anderes bedeutet, als das er den Ablauf der Meditation nicht st\u00f6ren soll. Das ist ein wenig wie bei kleinen Kindern, wo die genervten Eltern froh sind, wenn der hei\u00df geliebte Nachwuchs endlich tief und m\u00f6glichst lange schl\u00e4ft.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kommt aber der unruhige Geist und seine Aktivit\u00e4ten schnell und gezielt zur Ruhe? Dazu gibt es nach den Meditationstraditionen mehrere M\u00f6glichkeiten. Doch fallen die meistens und genau besehen in die oben genannten Kategorien Kontemplation und Variable Verf\u00fcgbarkeit. Sich als Meditierender zu entscheiden, mal einfach nicht zu Denken, geht im Prinzip nicht, da die Instanz ja das Denken sein w\u00fcrde, die befielt, nicht zu denken. Das Bewusstsein, das Denken, Vernunft und Weitere beherbergt, ist f\u00fcr eine direkte Einwirkung nicht eingerichtet. Da gibt es keinen Schalter \u201eaus\u201c, das alles oder auch nur Teile still-legen k\u00f6nnte. Was bleibt also, wenn wir beschlie\u00dfen, still oder ruhend zu sein? <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Langeweile als Methode<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer kennt nicht die Reaktion auf bestimmte Freunde, die immer wieder das Gleiche erz\u00e4hlen und nicht bemerken, das sich dabei alle anderen Anwesenden langweilen. Wir schalten bei so etwas schnell ab, sozusagen, h\u00f6ren zwar die Worte, verinnerlichen sie aber nicht mehr und sind irgendwo gef\u00fchlt im Nichts. Eine M\u00f6glichkeit, sich des Denkens zu entledigen w\u00e4re dann, es solange zuzulassen, bis alles und jedes zum 100sten Mal gedacht wurde, es langweilig wird, immer weiter dasselbe zu denken und sich so eine Abwendung vom Gedachten sich ereignen l\u00e4sst. Dann ist es zwar noch nicht ruhig, aber man ist innerlich doch zumindest schon mal der Stille etwas n\u00e4her ger\u00fcckt. Man ist dann, so schreiben und schrieben es die Meister der Meditation, sozusagen in der Wartehalle der Stille, die sich dann wie von selbst ereignet, pl\u00f6tzlich und ohne eigenes Wollen. Die Technik w\u00e4re, alles ohne Ausnahme zuzulassen, auch das Nicht-Gew\u00fcnschte, Phantasierte, Bef\u00fcrchtete usw. und so sich \u00fcber die Langeweile zu n\u00e4hern. Wenn dann im Alltag nicht mehr viel neues an Wissen, Geh\u00f6rtem und Erz\u00e4hlten dazukommt, alles Leben sozusagen seinen wie immer schon gewohnten Gang geht, keine Ereignisse mehr, die H\u00f6hen darstellen, keine mehr, die als Tiefen deklariert werden k\u00f6nnen, dann sollte das relativ schnell gehen. So w\u00fcrden sich auch die Erfolge der Kl\u00f6ster, der Pilgerreisen und der Einsiedeleien erkl\u00e4ren. Zum Gelingen dieser Methode w\u00e4re vorauszusetzen, das der Mensch durch sein Werden bedingt eine Erfahrung der Stille, des ruhenden Geistes also bereits mitbringt, diese bereits erworben hat oder sie sich wieder aneignet. Der Erwerb w\u00fcrde dahingehend m\u00f6glich sein, das Ereignisse, die sehr schmerzhaft und\/oder unter die Haut gehend sind, durchlebt wurden, die das Geist-Geschehen sozusagen f\u00fcr kurze oder auch l\u00e4ngere Zeit zum Stehen zu bringen vermochten. Erlebnisse solcher Art sind oftmals das Motiv, mit der Meditation zu beginnen. Die Motive sind oft Verluste an Bezugspersonen, Burnout-Erlebnisse, lebensbedrohende Krankheiten, gro\u00dfe Ent-T\u00e4uschungen aller Art oder auch Traumata. Aber auch Gl\u00fccksgef\u00fchle, Gef\u00fchle des Eins-Seiens oder religi\u00f6se Erfahrungen stellen solche Motive dar, nur sind diese leider sehr viel seltener als die erstgenannte Gruppe. Das Aneignen w\u00fcrde so vonstatten gehen, das im Zulassen von Allem Pausen im Denken entstehen, die wahrgenommen (Achtsamkeit), dann verinnerlicht und die folgend zu einem festen Bestandteil der Erfahrung werden. Ein langer Prozess, der, wie aus der weiter oben beschrieben Methode abgeleitet werden kann, Stehverm\u00f6gen verlangt.<br>Meiner Ansicht nach ist diese stille Meditation, ob sie bereits gelingt oder auch nur versucht wird, die einzige und letzte Form der Meditation, die eine Wirkung auf das In-Der-Welt-Sein meinerseits haben kann. Vielleicht kehre ich deshalb immer wieder zu dieser Form zur\u00fcck. Wenn ich das Denken in jeder Form zulassen m\u00f6chte, ich aber von dem, was wir Gef\u00fchl nennen, was ja eine k\u00f6rperliche Reaktion auf geistige Aktivit\u00e4ten darstellt <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-5' id='fnref-1068-5' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>5<\/a><\/sup>, befreit sein m\u00f6chten, m\u00fcssen wir verstehen, was die Inhalte des Denkens eigentlich sind, wie sie zustande kommen und welche Setzungen dazu schon vor sehr langer Zeit vorgenommen wurden. Erst wenn wir verstehen, wie Denken im pers\u00f6nlichen Kontext eigentlich zustande kommt, wir die Impulse, die daraus folgen, wahrnehmen und den \u00dcbergang derselben zum K\u00f6rperlichen hin verhindern <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-6' id='fnref-1068-6' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>6<\/a><\/sup>, werden wir einen ruhenden, sich im Gleichgewicht sich befindenden K\u00f6rper haben k\u00f6nnen. Der n\u00e4chste Schritt ist dann, diese Emotionen schon im Keim zu entsch\u00e4rfen und den Impuls erst gar nicht entstehen zu lassen. Wie aber k\u00f6nnen wir das Denken, dem wir anh\u00e4ngen, verstehen? Worauf gr\u00fcndet sich das und welche Entstehungsgeschichten liegen dem pers\u00f6nlichen Denken zugrunde?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Ideen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine der wesentlichsten Neigung westlich gepr\u00e4gter Menschen ist der Wesenszug, Ideen zu verfolgen. Damit meine ich nicht die Ideenlehre Platons oder \u00e4hnliche Konstrukte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Exkurs: Platons Ideen<\/strong><br>Die sogenannte Ideenlehre Platons ist keine Lehre, die aus Platons Schriften hervorsticht und von Platon so gesehen wurde. Sie ist eine Zusammenfassung einer Grundidee, die Wissenschaftler aus dem Studium Platons Schriften zusammengefasst haben. Sie behaupten darin, das Ideen sozusagen allgemeing\u00fcltig, widerspruchsfrei, unver\u00e4nderbar und einfach begr\u00fcndbar sein m\u00fcssen. Das klingt in meinen Augen aber vielmehr nach Aristoteles als nach Platon. Platon stellte \u00fcber die Figur Sokrates Fragen zu scheinbar widerspruchsfreiem Wissen. Er versuchte, die Begr\u00fcndungen f\u00fcr dieses Wissen in Frage zu stellen und lehnte Allgemeing\u00fcltigkeit mehr oder weniger konkret ab. Platons Ideen waren mehr Wesenheiten, die zu Begriffen wie Sch\u00f6nheit und Liebe mytisch <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-7' id='fnref-1068-7' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>7<\/a><\/sup> Stellung bezogen. Wesenheiten aber sind Vorstellungen, die nicht festgezurrt, definiert oder dogmatisiert werden k\u00f6nnen. Sie aus dem Mythos ins Wissen her\u00fcber zu definieren, mag heute \u00fcblich sein, trifft aber nicht (mehr) den Kern der alten Philosophien.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine solcher Ideen ist T\u00e4tig-Sein-M\u00fcssen. So gilt in unserer Gesellschaft, die ja bekanntlich auf Arbeitsteilung beruht, das t\u00e4tig sein zur Erlangung der Legitimation als anerkanntes Mitglied der Gesellschaft zu einer der Grundsetzungen. Sich als Sohn\/Tochter reicher Eltern nur mit dem Geldausgeben zu besch\u00e4ftigen, \u00fcber hochbezahlte Jobs und gute Geldanlage vorzeitig zum Ruhestand zu gelangen oder sich gar auf Kosten anderer ein sch\u00f6nes Leben zu machen gilt gesellschaftlich als verp\u00f6nt. T\u00e4tig zu sein ist also ein wichtiges Grundprinzip unserer Gesellschaft. Diese T\u00e4tigkeit soll daf\u00fcr sorgen, das wir den Status erhalten, ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu sein. Warum das so sein muss, entzieht sich meiner Vorstellung. Wenn ich genug Geld erworben oder bekommen habe, kann ich doch eigentlich tun, was ich m\u00f6chte, solange ich Gesetze nicht verletze. Ob das mit dem Geld so richtig oder notwendig ist, ist dann eine andere Frage.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mensch und Natur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere Idee ist zum Beispiel das abendl\u00e4ndische Verst\u00e4ndnis zum menschlichen Verhalten der Natur gegen\u00fcber. Nach den Vorstellungen der vorherrschenden Religionen dieses Kulturraumes (Christentum, Islam) kann auf der Weltkugel nur der Mensch Gottes Wort empfangen und befolgen. Daher sieht dieser sich als Herrscher dieser Welt und formt sie nach seinen Vorstellungen. Da er Gottes Worte verstanden hat, ist das seiner Ansicht nach auch im Sinne des transzendent gedachten Gottes. Und er sieht diese Ansicht als nicht diskutierbar an und verweigert jegliches Infragestellen Das Hauptwerkzeug dabei ist die Lehre der Logik, die auf Aristoteles beruht. Diese soll richtiges, \u00fcberpr\u00fcfbares und belegtes Wissen erzeugen, was viele JH ja auch gut geklappt hat. Allerdings sehen wir heute, das diese Ansicht nicht \u00fcberzeugend weiterverfolgt werden kann, da einige physikalische Grundlagen durch das \u00dcberma\u00df an Ausbeutung in Zukunft nicht mehr verf\u00fcgbar sein werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Exkurs: Natur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Des Menschen Beziehung zu dem, was er <strong>Natur<\/strong> nennt, steht heute in Frage. Nach wie vor sieht sich der Mensch selbst als Beherrscher der Natur, und er handelt entsprechend. So teilen er das Leben auf der uns zug\u00e4nglichen Welt in pflanzliches (station\u00e4r) und tierisches (bewegt) Leben. Das bedeutet, das wir denken, das Menschen als Tiere und die Pflanzen nicht viel gemeinsam haben und wir \u00fcber sie verf\u00fcgen k\u00f6nnten, wie es uns gef\u00e4llt. Nur, das stimmt leider so nicht, denn die beiden leben in einer <strong>Symbiose<\/strong>, was genau genommen bedeutet, das Tiere nicht ohne Pflanzen und Pflanzen nicht ohne Tiere werden \u00fcberleben k\u00f6nnen. Dazu z\u00e4hlt nicht nur die Tatsache, das Pflanzen den Sauerstoff freisetzen, den Tiere brauchen, sondern auch, das Tiere das Kohlendioxid freisetzen, das Pflanzen zum Wachstum brauchen. Es ist weiterhin ja nicht allein so, das Tiere sowohl Pflanzen als auch Tiere verzehren m\u00fcssen, um leben zu k\u00f6nnen, sondern auch die Abf\u00e4lle <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-8' id='fnref-1068-8' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>8<\/a><\/sup> und sterblichen \u00dcberreste der Tiere werden von den Pflanzen ben\u00f6tigt, um wachsen zu k\u00f6nnen. Leider scheint diese Symbiose nicht allen Denkern dieser Welt bekannt zu sein, denn sonst w\u00fcrde unsere Natur durch den Menschen und seine Ausbeutung nicht so zerst\u00f6rt sein, wie das heute \u00fcberall auf der Welt zu sehen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher favorisiere ich als die in Asien durch buddhistische und taoistische Gedanken geformte Ansicht, dass das Erhalten der Natur nicht durch Menschenhand, sondern durch die Natur selbst gestaltet werden sollte. Dazu m\u00fcsste man die Natur aber ihren Lauf lassen und deutlich weniger gestalten und eingreifen, als das \u00fcber viele JH \u00fcblich war. Konfuzius nannte als einzige g\u00fcltige Ma\u00dfgabe des Menschen die Regulation als Mittel, um in nat\u00fcrliche Prozesse einzugreifen. Die Natur wird darin nicht als Ding, Ressource oder Verf\u00fcgungsmasse betrachtet, sondern als notwendigen Prozess des Lebens, der nicht gest\u00f6rt, sondern nur hier und da reguliert werden darf. Der Lauf der Natur, die uns hervorgebracht hat, hat Vorrang. Ihn zu st\u00f6ren wird als \u201eunklug\u201c angesehen. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Die Setzungen der westlich gepr\u00e4gten Kulturen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> Nahezu jede Form m\u00f6glicher Kultur beruht auf Setzungen, die das Denken der Menschen in einem bestimmten Kontext festschreiben. Sehr h\u00e4ufig sind diese Setzungen so gestaltet, das daraus so etwas wie eine Logik entsteht, was einfach erkl\u00e4rt eine Methode darstellt, wie innerhalb einer Kultur man zu wirksamen Wissen gelangen kann. Das geschieht, um dieses Wissen dann in theoretischer Form an seine Mitmenschen weitergeben zu k\u00f6nnen. Viele Dinge, \u00fcber die ein westlich gepr\u00e4gter Mensch sicheres Wissen zu haben glaubt, hat er selbst weder gesehen noch erfahren, sondern nur \u00fcber Bilder, Nachrichten, Medien und Erz\u00e4hlungen angenommen. So habe ich zum Beispiel nicht sehen k\u00f6nnen, das unsere Erde eine Kugel ist, die um die Sonne kreist. Trotzdem bin ich mir dieses Wissen bewusst. Nun ist das ein sehr einfaches Beispiel. Anders sieht es aus, wenn die Grundlagen unserer Logik ber\u00fchrt werden, wie zum Beispiel durch \u201eden Satz vom ausgeschlossenen Dritten\u201c <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-9' id='fnref-1068-9' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>9<\/a><\/sup>. Ein weiteres Beispiel ist der Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-10' id='fnref-1068-10' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>10<\/a><\/sup>. Und vielleicht ist auch noch der dritte dieser S\u00e4tze, die pr\u00e4gend f\u00fcr unsere Kultur sind, von Bedeutung, das Bivalenzprinzip oder das Prinzip der Zweiwertigkeit <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-11' id='fnref-1068-11' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>11<\/a><\/sup>. Vieles deutet darauf hin, das unser westliches Denken in dualistischen Kontexten von diesen S\u00e4tzen so stark gepr\u00e4gt sind, das wir Kulturen und \u00dcberlieferungen, die ein anderes Schema verfolgen, einfach nicht zu verstehen in der Lage sind. Solcherlei trifft bestimmt zu zum Denken in China sowie weiten Teilen Asiens und Afrikas.<\/p>\n\n\n\n<p>Was in diesem Zusammenhang f\u00fcr und \u00fcber die Meditation wichtig ist, h\u00e4ngt damit zusammen, das wir getreu unserer Logik der Meditation nahezu immer eine Methode zugrunde legen. Ich setze mich also hin und tue dann etwas, versuche ein Ziel zu erreichen oder etwas zu bewirken, etwas zu ver\u00e4ndern oder etwas zu erleben. Das ist in vielen Meditationsformen der Kontemplation und Bewegung durchaus richtig, trifft aber f\u00fcr die Meditation, wie sie oben definiert ist, also ruhender Geist und ruhender K\u00f6rper, nicht mehr zu. Hier tun wir weder etwas, noch versuchen wir etwas zu erreichen oder gar zu erleben, noch streben wir nach etwas, was unser Leben bereichern k\u00f6nne. Denn der Versuch, etwas zu erreichen ist schon lange nicht mehr \u201eruhender Geist\u201c. Diese Form der Meditation beruht auf einer \u00fcberlieferten Erfahrung, die ganz und gar keine Methode mehr ist. Sie besagt einfach nur: Setze dich hin und sei still bzw. versuche standhaft und zwanglos, einfach nur still zu sein. Richtig gelesen werden viele Leser schon aus den Worten \u201estandhaft und zwanglos\u201c einen Widerspruch herauslesen. Denn wie kann ich standhaft sein, ohne mich zu zwingen, stehen zu bleiben. Das gleiche gilt auch f\u00fcr die Umkehrung. Wie geht ein zwangloses Best\u00e4ndig sein. Wir k\u00f6nnen heute aus den Ergebnissen der Hirnforschung herauslesen, das Best\u00e4ndig sein ohne Zwang dann entstehen kann, wenn der Mensch sich lernend verh\u00e4lt und sein Interesse am Tun so stark ist, das es, wie H\u00fcther <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-12' id='fnref-1068-12' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>12<\/a><\/sup> es formuliert, \u201eunter die Haut\u201c geht. Das gilt auch dann, wenn das interessante Tun ein Nicht-Tun ist. Und hier haben wir schon einen Satz, der unseren Setzungen widerspricht. In unserer Logik kann ein Mensch nicht nicht tun: Entweder er meditiert und\/oder er faulenzt, d.h. aber immer, er bewegt sich zwar nicht, tut aber sitzen&#8230;, usw.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Methode (&#8230;die keine ist\u2026) in Ruhe zu Sitzen, \u00fcber die ich schreibe, kommt aus China, wurde von Japan \u00fcbernommen und bedeutet so viel wie \u201eTun durch Nicht-Tun\u201c <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-13' id='fnref-1068-13' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>13<\/a><\/sup> Ich habe lange \u00fcberlegt, ob ich auch das japanische Pendant dazu erw\u00e4hnen sollte, habe mich aber entschieden, es nur am Rande zu beschreiben, da verschiedene Traditionen diesen Begriff oder diese Beschreibung einer Meditationsart ganz unterschiedlich interpretieren. Innerhalb des Zen in Japan ist zur Zeit keine Einigung zu entdecken, was der Begriff \u201eShikantaza Zazen\u201c <sup class='footnote'><a href='#fn-1068-14' id='fnref-1068-14' onclick='return fdfootnote_show(1068)'>14<\/a><\/sup> eigentlich beschreibt. Die Meinungen gehen von einer Meditationsmethode f\u00fcr alle bis zur einer Praxis der Meditation, die nur f\u00fcr \u201eErleuchtete\u201c geeignet\/vorgesehen sei. Interessant ist ein Zitat Dogens, das die Geisteshaltung in \u201eNur-Sitzen\u201c klar beschreibt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Nachdem Sie K\u00f6rper und Geist auf diese Weise angepasst haben, atmen Sie einen Atemzug langvoll aus. Setzen Sie sich fest in Samadhi und denken Sie nicht. Wie denkst du, geht nicht zu denken? Nicht Nachdenken. Dies ist das Herz von Zazen. Zazen lernt keine Konzentration. Es ist das Dharma -Tor von gro\u00dfer Leichtigkeit und Freude. Es ist eine unbefleckte Praxis der Erleuchtung. Dogen 1243<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>\u201eDenken Sie nicht\u201c ist die Anweisung, nachdem der Sitz eingerichtet ist. Das schlie\u00dft aus, eine Methode zu verwenden, ein Ziel zu haben, etwas erlangen zu wollen oder irgendwie ein Objekt der Begierde zu befrieden. Es geht darum, einfach nur zu sitzen. Nur des Sitzens wegen zu sitzen ist die Nicht-Befleckung. Es geht also weder um etwas noch um nichts, einfach Sitzen ist einfach Sitzen, sonst nichts. Nat\u00fcrlich stellen sich dem europ\u00e4ischen Menschen jetzt Fragen. Aber die Antwort wurde schon geschrieben: Sitzen, um des Sitzens Willen, mehr nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht denkend zu sein ist eine Idealvorstellung, die nicht oft und nicht lange anh\u00e4lt. Und ob der Nicht-Denkende sein Nicht-Denken \u00fcberhaupt bemerkt, erscheint fraglich. Ich bin zur Zeit der Ansicht, das nur die gef\u00fchlte Dauer eines Meditationsabschnitts und die Summe der gedachten Gedanken darin Auskunft dar\u00fcber geben k\u00f6nnten, wie still das Denken in der Meditation war. Aber ich wei\u00df auch, das solche Gedankeng\u00e4nge keinen Sinn machen, da sie darauf abzielen, einen oder den Erfolg einer T\u00e4tigkeit festzustellen, die keine T\u00e4tigkeit ist. Das w\u00fcrde ein Ziel voraussetzen, was nach Dogen nicht mehr unbefleckt genannt werden k\u00f6nnte. Was bleibt ist Sitzen, ohne Ziel und ohne Diskussion dar\u00fcber, ob, wann, warum und wof\u00fcr das alles gut sein soll. Es spricht einfach nichts daf\u00fcr und auch nichts dagegen. Ich kann es tun und mache das auch: Es geht.<\/p>\n\n\n<div class='footnotes' id='footnotes-1068'><div class='footnotedivider'><\/div><ol><li id='fn-1068-1'> Ich vermeide die Unterscheidungen bewusst, unter- und unbewusst absichtlich\u2026, da alles unterhalb einer bewussten Ebene nur Spekulation sein kann. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-2'> Liegen empfiehlt sich nicht, da das Einschlafen gewohnheitsm\u00e4\u00dfig im Liegen beginnt. Stehen ist durch die st\u00e4ndige Balance-Aufgabe schwierig. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-3'> Geist bedeutet, das es etwas gibt, was weder beschrieben werden kann, was keine materiellen Eigenschaften besitzt und ungreifbar ist. Daher wird der Geist des Hauses in Filmen auch oft als nebelige Form dargestellt. Das ist in unserer Sprache die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Ann\u00e4herung oder ein begreifbares, \u00e4hnlich erscheinendes Beispiel: Mythos. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-4'> Ist vielleicht der angenommene g\u00f6ttlich Anteil am Menschen? <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-5'> &#8230;sie w\u00fcrden den ruhenden K\u00f6rper st\u00f6ren. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-5'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-6'> &#8230;erfordert die Spannungen zu kennen, die durch Wut, Begierde, Verstrickung, Angst oder Zorn entstehen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-6'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-7'> \u00fcber Beispiele, Geschichten oder Sagen\u2026 umschrieben\u2026 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-7'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-8'> Aus allen biologischen Abf\u00e4llen, die naturbelassen anfallen, wird mit Hilfe von Mikroben (bewegtes Leben) Mutterboden oder Kompost gewonnen, in dem wiederum Pflanzen besonders gut wachsen k\u00f6nnen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-8'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-9'> Der Satz vom ausgeschlossenen Dritten (lateinisch <em>tertium non datur<\/em> w\u00f6rtlich \u201eein Drittes ist nicht gegeben\u201c oder \u201eein Drittes gibt es nicht\u201c; englisch <em>Law of the Excluded Middle<\/em>, <em>LEM<\/em>) oder Prinzip des zwischen zwei kontradiktorischen Gegens\u00e4tzen stehenden ausgeschlossenen Mittleren (lat. <em>principium exclusi tertii sive medii inter duo contradictoria<\/em>) ist ein logisches Grundprinzip und Axiom, das besagt, dass f\u00fcr eine beliebige Aussage nur die Aussage selbst oder ihr (komplement\u00e4res) Gegenteil gelten kann; eine dritte M\u00f6glichkeit, also dass lediglich etwas Mittleres gilt, das weder die Aussage ist noch ihr Gegenteil, sondern irgendetwas dazwischen, kann es nicht geben. Wikipedia DE <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-9'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-10'> Der Satz vom Widerspruch oder Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch besagt, dass zwei einander in derselben Hinsicht widersprechende Aussagen nicht zugleich zutreffen k\u00f6nnen. Im Lauf der Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte und von unterschiedlichen theoretischen Standpunkten wurde der Satz vom Widerspruch auf unterschiedliche Arten von Gegens\u00e4tzen bezogen und wurde in unterschiedlicher Weise als ontologisches, erkenntnistheoretisches oder logisches Prinzip verstanden. Wikipedia DE <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-10'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-11'> Das Prinzip der Zweiwertigkeit, auch Bivalenzprinzip genannt, ist die Eigenschaft einer Logik, dass semantisch jeder Formel genau einer von zwei Wahrheitswerten zugewiesen wird. H\u00e4ufig werden diese Wahrheitswerte als <em>wahr<\/em> und <em>falsch<\/em> bezeichnet. Wikipedia DE <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-11'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-12'> Deutscher Hirnforscher\u2026 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-12'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-13'> Kurz gesagt geht es bei Wu-Wei um das bewusste Nichteingreifen oder Nichthandeln in einer Situation. Laut Yen-Hui Lee, der 2001 seine Doktorarbeit \u00fcber \u201eDie Gelassenheit und Wu-Wei\u201c an der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t ver\u00f6ffentlicht hat, ist Wu-Wei wie eine Art Meditation: Alles, was einen in Gedanken festh\u00e4lt, kann man loslassen. So beruhigt sich das Bewusstsein und wirkt wie ein Spiegel. Das hilft, zur Ruhe zu kommen und neue Kr\u00e4fte entstehen zu lassen. Utopia.DE <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-13'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1068-14'> Shikantaza (japanisch, shikan bedeutet &#8222;nur&#8220;, &#8222;einfach&#8220; oder &#8222;lediglich&#8220;, ta hat verst\u00e4rkende Funktion (w\u00f6rtlich bedeutet es &#8222;schlagen&#8220;) und za ist das &#8222;Sitzen&#8220;) wird meist als &#8222;nur Sitzen&#8220; ins Deutsche \u00fcbersetzt. Es ist eine Meditationstechnik, die vor allem im Zen-Buddhismus gepflegt wird, insbesondere als zentrales Element der S\u014dt\u014d-Schule. Mit Shikantaza wird eine wichtige Form des Zazen bezeichnet, in der auf einf\u00fchrende Techniken wie das Z\u00e4hlen des Atems oder das in der Rinzai-Schule praktizierte intensive Studium von Koans verzichtet wird. Es ist &#8222;Zazen um des Zazen willen&#8220;, wobei der Begriff &#8222;Zazen&#8220; in diesem Zusammenhang nicht auf die Zazen-Haltung beschr\u00e4nkt ist. Zazen bedeutet in diesem Zusammenhang die ungeteilte, ganzheitliche Gegenwart. Das wichtigste Quellenwerk, welches die Praxis des Shikantaza beschreibt, ist das Sh\u014db\u014dgenz\u014d des D\u014dgen Zenji (1200-1253). Wikipedia.DE) <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1068-14'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><\/ol><\/div><div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F1068&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.com\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F1068&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.com\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fsperzelhp.com%2F%3Fp%3D1068&text=Die%20Objektlose%20Meditation%20der%20Stille\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fsperzelhp.com%2F%3Fp%3D1068\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir uns \u00fcber Meditation unterhalten wollen, m\u00fcssen wir zun\u00e4chst einmal verstehen und hinterfragen, was wir aktuell unter Meditation verstehen. 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