{"id":1094,"date":"2024-04-22T15:29:09","date_gmt":"2024-04-22T15:29:09","guid":{"rendered":"https:\/\/sperzelhp.com\/?p=1094"},"modified":"2024-04-22T15:36:15","modified_gmt":"2024-04-22T15:36:15","slug":"gedanken-zur-meditation-stille-gelassenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sperzelhp.com\/?p=1094","title":{"rendered":"Gedanken zur Meditation \u201eStille Gelassenheit\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Wir wollen uns jetzt einmal mit der Meditation in Stille besch\u00e4ftigen, und dabei die Frage aufwerfen, was Meditation eigentlich ist. Ich nehme die zur Zeit f\u00fcr mich g\u00fcltige Antwort schon einmal vorweg:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ich wei\u00df es nicht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was und wie ich meine Meditationen gestalte, ist schwer zu erkl\u00e4ren, denn ich sitze einfach nur in einer entspannt und fest gestalteten Sitzhaltung und mache etwas, das ich nur als \u201eNichts\u201c beschreiben kann, denn der Inhalt ist nicht festgelegt, folgt nicht einer Struktur, folgt keinem Gedankenkonstrukt, keinem Rezept oder so etwas. Ich sitze da, der K\u00f6rper ist still, der Atem ruhig und gleichm\u00e4\u00dfig (&#8230;das ist nicht immer so, bei Zorn zum Beispiel.), der Geist entspannt sich, ohne den K\u00f6rper zu beeinflussen, und dann erfolgt irgend etwas, von dem ich bisher keine Ahnung hatte oder eben etwas, was mich sowieso die ganze Zeit schon besch\u00e4ftigt hat. Wenn ich Texte schreibe wie diesen hier, wird mir das in meiner Meditation begegnen, ein paar Minuten vielleicht, l\u00f6st sich dann irgendwann auf und verschwindet spurlos, um anderen Gedanken ihren Platz zu hinterlassen. Wie viele Gedanken meine Sitzung begleiten (werden), wei\u00df ich weder vor noch nach meiner Sitzung, und ich denke auch nicht weiter dar\u00fcber nach oder versuche, das in Form einer Qualit\u00e4tsbeschreibung zu fixieren. Es ist f\u00fcr mich gleich-g\u00fcltig. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>In meinem Geist taucht w\u00e4hrend des Sitzens ein Gedanke auf. Er ist einfach da, w\u00e4chst und treibt wie eine Pflanze wunderbare Bl\u00fcten aus. Das darf geschehen. Es wird weder von Freude noch von \u00c4rgernis begleitet, nicht von Angst noch von einem Ausbruch von Triumph. Und irgendwann wird das Geschehen von etwas anderem abgel\u00f6st, ohne mein Zutun, ohne es geplant, gew\u00fcnscht oder bef\u00fcrchtet zu haben. Und dann geht das Spiel von vorne los. Der Gedanke w\u00e4chst, treibt Bl\u00fcten aus, verstreut sich und macht einem neuen Gedanken Platz. Und so geht das Spiel weiter und weiter und irgendwann gongt die Meditationsuhr und fordert das Sitzungsende ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Gedanken zu beobachten, ist in der Meditation nicht m\u00f6glich, da der Beobachter ja erst ein Produkt der Gedanken ist, die im leeren Raum (des Bewusstseins) auftauchen. Ohne das Beobachtete gibt es keinen Beobachter. Also beobachte ich nicht wirklich bewusst. Wer jemals auf einen Gedanken gewartet hat, der in einer Sitzung auftauchen soll, wird bemerken, das das Erwartete einfach nicht geschieht, denn der Raum ist erf\u00fcllt vom Warten, das ja ebenfalls Gedanke bzw. Wille ist. <sup class='footnote'><a href='#fn-1094-1' id='fnref-1094-1' onclick='return fdfootnote_show(1094)'>1<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Zeiten\/Dauer ohne Gedanken sind nicht wahrnehmbar. Gedanken und Zeit sind eine Polarit\u00e4t. Ohne Gedanken keine Zeit, ohne Zeit keine Gedanken. Wenn es also gelingt, die Zeit zwischen den Gedanken auszudehnen, was viele Meditationstraditionen einfordern, werde ich das gar nicht direkt wahrnehmen k\u00f6nnen. Ich k\u00f6nnte h\u00f6chsten anmerken, das f\u00fcr 25 Minuten Zeit die Summe der Gedanken mir sehr gering vorkommen w\u00fcrde und daraus folgern, Zeit ohne Gedanken gehabt zu haben. Aber wozu soll das gut sein? Es w\u00fcrde h\u00f6chstens eine Form von Stolz in mir hervorrufen, die meine n\u00e4chste Sitzung allein schon durch diese Vorstellung belastet. Also hei\u00dft es nach der Sitzung, nur aufzustehen, sich dem Nachdenken \u00fcber das Geschehene zu enthalten und sich seinem Alltag zu widmen. Alles andere w\u00e4re nutzlos, sinnlos und noch nicht einmal ratsam. Nachdenken \u00fcber Meditation ist keine L\u00f6sung. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Die festgelegte Form meiner t\u00e4glichen Meditationssitzungen dient lediglich der Ausgestaltung meiner Sitzhaltung und der Ein\u00fcbung von Demut, Geduld und Langmut. Ein weiteres Motiv dient der Negierung einer Neigung in mir, auf Gedanken und K\u00f6rper-Impulse direkt mit Handlung, mit Ausdruck antworten zu m\u00fcssen, ohne dessen Inhalt hinterfragt zu haben. Diese Art von Schnellsch\u00fcssen haben in meinem Leben schon viel Unheil, Leid und Unruhe verursacht, und ich versuche heute, damit etwas intelligenter umzugehen. Diese Neigung versucht, schnell eine L\u00f6sung herbeizuf\u00fchren, ist oft von Ungeduld und Bitterkeit erf\u00fcllt, und es ist zu erkennen, das diese Stimmungen von Ereignissen der Vergangenheit gepr\u00e4gt werden, die es k\u00fcnftig zu verhindern gelte. Die o.g. Form der Meditation hat mir sehr geholfen, diese Neigung zu erkennen, in Frage zu stellen und das Geschehen etwas sanftm\u00fctiger zu handhaben. Konflikte mit Mitmenschen belasten sowohl den Alltag als auch die Meditation. Sie zu vermeiden ist daher angebracht. Und \u00fcberhaupt dr\u00e4ngt sich die Frage auf: Warum soll ich, obwohl ich weder wei\u00df, was Meditation ist noch ein Konzept habe, was ich damit erreichen m\u00f6chte, mir die M\u00fche machen und t\u00e4glich zwischen 2 und 4x 25 Minuten lang in dieser Haltung verbringen? Ich frage mich das, weil ja in unserer Kultur die Gedanken einen Anfang haben m\u00fcssen, eine Ursache haben m\u00fcssen und weiterhin dazu neigen, ein Ziel zu verfolgen oder aber eine Bef\u00fcrchtung, die meine Zukunft ins Negative ver\u00e4ndern k\u00f6nnte, zu vermeiden. Nun ist die Meditation, die heute in aller Munde ist, ja gar nicht in unserer Kultur entstanden. Sie kommt ja meist aus Indien, aus China und Japan oder einem anderen asiatischen Land. Die eigene Kulturtechnik der Meditation, die Europa hervorgebracht hat, nennt man heute gerne Kontemplation und besagt, das ich \u00fcber eine Vorstellung nachdenke, die meiner Kultur entspringt. Das kann Gott sein, das Gute, Wahre und Sch\u00f6ne hei\u00dfen, die Erreichung einer Tugend ausformen und\/oder Verhaltensregel im Allt\u00e4glichen beleuchten. Soweit so gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Meditation der Stille, die ich zu pflegen versuche, denkt eben nicht gezielt \u00fcber eine Vorstellung nach, zumindest nicht generalisiert. Das k\u00f6nnte ich einf\u00fcgen, muss ich aber nicht tun. Es ist in meiner Vorstellung doch eher das Lassen, was meine Meditationsweise ausmacht. Ich habe oft beobachtet, das ich mich \u00e4rgerlich auf den Meditationsplatz gesetzt habe und bef\u00fcrchten musste, das dieser \u00c4rger meine Zeit f\u00fcllen w\u00fcrde. Doch meist spielte der, war der Sitz erst eingerichtet und der Atem von seiner \u00dcberf\u00fclle befreit, gar keine Rolle. Wenn dann Gedanken aufzogen, kamen diese meist aus einer ganz anderen Richtung, die ich so in meinem \u00c4rger gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Und oft war schon nach zwei Runden der \u00c4rger in seiner Aggressivit\u00e4t verflogen. Was blieb davon, war eine Erinnerung an eine als k\u00f6rperlich unsch\u00f6n empfundene Zeitspanne.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich komme zur\u00fcck zu den Meditationweisen aus Asien, und dabei ganz speziell zu denen aus China. Denn von dort stammt die Form der \u201eStillen Gelassenheit\u201c, wie ich diese Art des Sitzens in Stille zu nennen mich entschieden habe. Ich h\u00e4tte sie auch \u201eShikantaza\u201c, \u201eNur Sitzen\u201c oder \u201eObjektlose Meditation\u201c nennen k\u00f6nnen. \u201eStille Gelassenheit\u201c trifft es aber besser. Betrachten wir dazu einfach einmal den Begriff Gelassenheit. Wie gewohnt greife ich dazu erst mal auf Wikipedia zur\u00fcck, was nicht hei\u00dft, das ich die dortige Definition begr\u00fc\u00dfe, sondern weil das die am Weitesten verbreitete Ansicht wiedergibt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Gelassenheit, Gleichmut, innere Ruhe oder Gem\u00fctsruhe ist eine innere Einstellung, die F\u00e4higkeit, vor allem in schwierigen Situationen die Fassung oder eine unvoreingenommene Haltung zu bewahren. Sie ist das Gegenteil von Unruhe, Aufgeregtheit, Nervosit\u00e4t und Stress. W\u00e4hrend Gelassenheit den emotionalen Aspekt betont, bezeichnet Besonnenheit die \u00fcberlegte, selbstbeherrschte Gelassenheit, die besonders auch in schwierigen oder heiklen Situationen den Verstand die Oberhand behalten l\u00e4sst, also den rationalen Aspekt innerer Ruhe.<br>Das Wort Gelassenheit stammt vom mittelhochdeutschen Wort gel\u0101\u0292enheit (Gottergebenheit) ab, dieses von gel\u0101\u0292en, Partizip Perfekt von gel\u0101\u0292en. Laut Sprachforschung bedeute der mittelhochdeutsche Ausdruck gel\u0101\u0292en sich niederlassen, sich gottergeben, sp\u00e4ter ma\u00dfvoll, ruhig benehmen oder gottergeben, sp\u00e4ter ma\u00dfvoll in der Gem\u00fctsbewegung sein. Aktuell bedeutet es abgekl\u00e4rtes Wesen, Ruhe, Gleichmut. <strong>Wikipedia.d<\/strong>e<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Sie ahnen schon, das ich mit dieser Definition nicht einverstanden sein kann, zumindest was ich \u00fcber den von mir gew\u00e4hlten Begriff \u201eStille Gelassenheit\u201c ausdr\u00fccken m\u00f6chte. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Gelassenheit ist ein zusammengesetztes Wort und besteht am Anfang aus der Vorsilbe \u201ege\u201c, was nicht anders bedeutet als das etwas geschehen ist, dem ich jetzt ausgeliefert bin. Beispiele daf\u00fcr sind gefangen, gel\u00e4utert, gebunden oder \u00e4hnliche Worte. Gelassen bedeutet somit, das ein \u201eLassen\u201c geschehen ist. Ich finde mich also in der Form eines abgeschlossenen Lassens vor. Was ich dann geschehen lassen muss, was und wie ich ausgeliefert bin, ist dabei durch das erste Wort \u201eStille\u201c bezeichnet. Ich wurde also aus einer Nicht-Stille in die Stille \u00fcberf\u00fchrt und verharre jetzt willenlos und ausgeliefert in dieser Stille. Das in Wikipedia dazu gemengte \u201eSein\u201c in verschiedensten Formen kommt weder in Gelassen noch in der substantivierten Form Gelassenheit vor und verf\u00e4lscht das Verb, da das europ\u00e4ische Sein ja einen Grund, eine Ursache oder ein Transzendentes wie Gott (Gottergebenheit) voraussetzt. Auch hat die Sonne wie in Besonnenheit nichts mit meiner Definition zu tun, da die Sonne oder das Sonnen f\u00fcr den Menschen ja ebenfalls ein der Sonne ausgesetzt sein bedeutet. Die Sonne scheint mit oder ohne unser Zutun: Sie scheint einfach. Auch beh\u00e4lt im Lassen nichts die Oberhand, schon gar nicht der Verstand. Wie kommt man auf eine solche Idee? Und was bitte sehr hat das mit Emotionalit\u00e4t zu tun. Emotion ist ein Gef\u00fchl, eine Sinnes\u00e4u\u00dferung, das in seiner Wahrnehmung eine k\u00f6rperliche Anpassung an etwas vornimmt. Und was um alles in der Welt hat die Ratio, also das Zur\u00fcckgreifen auf Wissen mit Stille oder Lassen zu tun? Was ich also mit Gelassenheit und Stille meine hat nichts von dem in Wikipedia gemeinten Zusammenhang zu tun. Stille hei\u00dft in seiner Vollendung: Kein Gedanke, keine vorlaute Sinneswahrnehmung. Lassen hei\u00dft, im Tun des Sitzens gibt es weder Ziel noch Willen. Um das ganze abzurunden, betrachte ich Gelassenheit in Stille als ein Tun ohne Wissensvorgabe, ohne Konzeptvorgabe, ohne irgendeine Absicht, ohne eine Vorstellung, ohne eine Zielvorstellung, ohne Profit, ohne Ernte oder ein sonstiges Rezept, um etwas zu erreichen. In der chinesischen Sprache und Kultur, aus der dieser Begriff abgeleitet bzw. \u00fcbersetzt wurde, gibt es kein Sein, keine Kausalit\u00e4t und keine Vorgaben zu einem Sch\u00f6pfer. Das chinesische Denken findet einen Prozess vor, in dem der Mensch sich befindet und der sich vollzieht. Der Mensch kann lediglich durch Regulierung in diesen Prozess eingreifen, ist aber dabei angehalten, das Wesen dieses Prozesses nicht zu kippen. Er soll mit dem \u201eHimmel\u201c (&#8230;der Natur\u2026. ?) gehen, sich mit der Kraft des Tao (Sowohl \u201eDer Lauf der Dinge\u201c als auch \u201eDie Art des Vorgehens\u201c, sowohl der Himmel als auch das Menschsein, Yin und Yang), verbinden und die Natur des Geschehens nicht ma\u00dfgebend beeinflussen. Er reguliert nur hier und da die ver\u00e4ndernde Bewegung, die von selbst erfolgt. Er kann also lediglich durch kleine Ver\u00e4nderungen in der Neigung die Richtung des Geschehens ver\u00e4ndern, nicht aber den Prozess stoppen oder gar umkehren, wie das in Europa gerne angenommen und beabsichtigt wird. Die von mir gemeinte Gelassenheit tr\u00e4gt also mehr die chinesische Bedeutung als die europ\u00e4ische. Und Stille ist die Abwesenheit von Sinneseindr\u00fccken, Denken und Wahrnehmungen, also aller sechs Sinne wie im indischen (yogischen) Kulturgef\u00fcge \u00fcblich. Wo weder Denken noch Wahrnehmungen sind, verschwindet die lineare Zeit, denn sie ist auf dem Denken aufgebaut. Was bleibt ist Dauer.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ich also in der Meditation erfahre ist eine Wahrnehmung des Prozesses des Lebens in Form eines Andauerns, wobei alle Sinne einschlie\u00dflich des Denkens (in Indien: Der 6. Sinn, citta) so etwa wie in einem Hintergrundrauschen verschwimmen. Sie sind da, werden aber mit ihrem Inhalt nicht wirklich angenommen, werden nicht reflektiert und ihnen wird kein Vorzug, keine dominante Rolle zuerkannt. Die Sinne sind da wie ein Baum im Wald, eine Blume auf der Wiese oder ein Stern am Himmel. Und so kehrt Ruhe (Stille) ein im menschlich Da-Sein, zumindest in der eingegrenzten Meditationszeit und der Dauer des Gelingens, und seien das wie so oft auch nur 10 Sekunden. Und diese Ruhe\/Stille ist f\u00fcr den Menschen wie ein erfrischendes Bad an einem hei\u00dfen Tag, ist wie ein anregendes Gespr\u00e4ch nach einer Zeit der Abgeschiedenheit. Der Mensch bl\u00fcht auf in einer inneren Kraft, die Normalit\u00e4t war im Leben vor der Entwicklung der Reflexion, die Normalit\u00e4t war in der Zeit der vollst\u00e4ndigen Einbettung in die nat\u00fcrlich ablaufenden Prozesse. Jeder Gedanke ist da erlaubt, jede Wahrnehmung ist angenommen, jede Erscheinung geh\u00f6rt zum Lebendig-Sein wie selbstverst\u00e4ndlich dazu. Und da ist nichts gut oder schlecht, angenehm oder unangenehm, verboten oder erlaubt, \u00fcberhaupt: Da haben Gegens\u00e4tze keinerlei Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ich von der Meditation erfahren habe, und da ist bei mir keinesfalls irgendetwas dabei, was Erleuchtung genannt werden k\u00f6nnte, ist die angenehme Wahrnehmung, das alles nur da ist. Kein \u201eDas ist erlaubt\u201c, kein \u201eDu-Sollst\u201c, kein \u201eSo muss es sein\u201c, keine Anforderung irgendeiner Art wie von\/zu\/nach&#8230;, einfach nur eine Weile lang still Sitzen bleiben und alles so lassen wie es ist. Nach den Monaten und Jahren dieser Praxis kann ich sagen, das die Meditation meine Sicht auf die Welt ver\u00e4ndert hat, ja das sich die Welt in meiner Wahrnehmung zum Angenehmen, und mehr zu etwas Angenommenen ver\u00e4ndert hat. Selbst die europ\u00e4ische Form der \u201eGelassenheit\u201c, wie Wikipedia sie beschreibt, gelingt mir heute besser als je zuvor. Allein daf\u00fcr hat sich das t\u00e4gliche Sitzen \u00fcber Jahre hinweg mehr als gelohnt.<\/p>\n\n\n<div class='footnotes' id='footnotes-1094'><div class='footnotedivider'><\/div><ol><li id='fn-1094-1'> Allerdings kann das zu einer Methode werden, die in sich geschlossene Gedankenketten zu unterbrechen vermag. Das anzuwenden, empfiehlt sich allerdings nur bei allergr\u00f6\u00dfter Qual. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1094-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><\/ol><\/div><div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F1094&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.com\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F1094&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.com\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fsperzelhp.com%2F%3Fp%3D1094&text=Gedanken%20zur%20Meditation%20%E2%80%9EStille%20Gelassenheit%E2%80%9C\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fsperzelhp.com%2F%3Fp%3D1094\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir wollen uns jetzt einmal mit der Meditation in Stille besch\u00e4ftigen, und dabei die Frage aufwerfen, was Meditation eigentlich ist. 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