{"id":1101,"date":"2024-07-03T12:33:17","date_gmt":"2024-07-03T12:33:17","guid":{"rendered":"https:\/\/sperzelhp.com\/?p=1101"},"modified":"2024-07-03T12:36:04","modified_gmt":"2024-07-03T12:36:04","slug":"si-tacuisses-philosophus-mansisses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sperzelhp.com\/?p=1101","title":{"rendered":"Si Tacuisses, Philosophus Mansisses (?)"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte folgenden Satz voraus stellen, der die Zielrichtung des Artikels erkl\u00e4ren soll: Es ist in der aktuellen Lage der heutigen Zeit nicht weise, den Weisheitslehren der gro\u00dfen Lehrer bez\u00fcglich der \u00f6ffentlichen Debatten in Form von Schweigen weiterhin zu folgen. Diese Lehren haben auch heute noch viel zu wenige Anh\u00e4nger, um in der Gesellschaftsform Demokratie wirksam zu sein.<br>Es ist schwer und gelingt nur selten, etwas zu sagen, zu schreiben oder anzumerken, was mit den Befolgen von <strong>Weisheit<\/strong> in der heutigen Zeit zu tun hat. Im Gegensatz dazu ist Weisheit in eingegrenzten Motiven relativ oft anzutreffen. Das ist trotzdem kein Grund, sich auch und besonders \u00fcber allgemein g\u00fcltige Aussagen keine Gedanken machen zu k\u00f6nnen\/sollen und diese eventuell sogar aufzuschreiben. Es geht ja im Schreiben nicht darum, Wahrheiten zu formulieren, sondern M\u00f6glichkeiten aufzuzeigen, die belegen, das es auch anders gedacht werden k\u00f6nnte und somit der Wahrheitsgehalt \u00fcberwiegend im Unscharfen bleiben soll\/muss. Wie in der \u00dcberschrift bereits angedeutet, ist die immerzu moderne Absicht, die in Medien, Wissenschaft und Politik geh\u00e4uft vorzufinden sind, Wahrheiten aussprechen und verbreiten zu wollen eine fragw\u00fcrdige Handlung, gelingt sie doch selten und l\u00e4sst in der Regel gro\u00dfe Angriffsfl\u00e4chen zur\u00fcck. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Allgemein betrachtet wurde Weisheit in der Literatur immer dann als gegeben angesehen, wenn entweder eine spezielle Aufgabe wie Streitf\u00e4lle zwischen Menschen, Familien, Regionen oder sogar Staaten friedlich zu l\u00f6sen sind und\/oder Ratschl\u00e4ge gegeben werden, wie der einzelne Mensch in seiner wie immer auch geformten Umwelt ein mehr entspanntes, sorgenfreies, sicheres und leidloses Leben f\u00fchren k\u00f6nne. Die Motive, die dahin zu f\u00fchren in der Lage seien waren zumeist Vertrauen aufzubauen in die aktuell gegebenen politischen und religi\u00f6sen Strukturen, Vertrauen und Mitgef\u00fchl in die Mitmenschen zu entwickeln und ein sich Zur\u00fccknehmen in emotional aufreibenden Situationen. Des Weiteren wurde stets auch empfohlen, das Licht der \u00d6ffentlichkeit zu meiden und mehr zur\u00fcckhaltend zu sein mit Kritik und Ablehnung. Weisheit bedingt die Hoffnung auf das gute Gelingen und damit den festen Glauben an die stets innewohnende Intuition, sei es aus sich selbst heraus oder durch die Hilfe des G\u00f6ttlichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe lange gesucht, um eine allgemeine Form der Definition im Netz f\u00fcr <strong>Weisheit<\/strong> zu finden, und wurde zu meinem Erstaunen tats\u00e4chlich in de.Wikipedia.org f\u00fcndig:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Weisheit (altgriechisch \u03c3\u03bf\u03c6\u03af\u03b1 soph\u00eda, lateinisch sapientia) bezeichnet vorrangig ein tiefgehendes Verst\u00e4ndnis von Zusammenh\u00e4ngen in Natur, Leben und Gesellschaft sowie die F\u00e4higkeit, bei Problemen und Herausforderungen die jeweils schl\u00fcssigste und sinnvollste Handlungsweise zu identifizieren.<br>Es gibt mehrere Definitionen und Konzepte von Weisheit, die sich in der Regel in den Spannungsr\u00e4umen zwischen Rationalit\u00e4t und Intuition, Wissen und Glauben sowie zwischen Erfahrung und Instinkt bewegen. Weitgehende \u00dcbereinstimmung herrscht in der Ansicht, dass Weisheit von geistiger Beweglichkeit und Unabh\u00e4ngigkeit zeugt: Sie bef\u00e4higt ihren Tr\u00e4ger, systematisch Dinge zu denken (\u201eeine weise Erkenntnis\u201c, \u201eein weiser Entschluss\u201c, \u201eein weises Urteil\u201c), zu sagen (\u201eein weises Wort\u201c, \u201eein weiser Rat\u201c) oder zu tun (\u201eein weises Verhalten\u201c), die sich in der gegebenen Situation als nachhaltig sinnvoll erweisen. Dies geschieht h\u00e4ufig unter Vermeidung st\u00f6render Einfl\u00fcsse, wie beispielsweise dem eigenen Gef\u00fchlszustand oder gesellschaftlichem Gruppenzwang.<br>Bei n\u00e4herer Betrachtung und umfassender W\u00fcrdigung aller Umst\u00e4nde, manchmal auch erst mit zeitlichem oder r\u00e4umlichem Abstand, erweisen sich diese \u00dcberlegungen, \u00c4u\u00dferungen und Handlungen jedoch als \u201erichtig\u201c, zutreffend oder \u201ewahr\u201c.<br>Entsprechendes gilt f\u00fcr Worte und Handlungen, die der Weise nach reiflicher \u00dcberlegung nicht ausspricht oder tut (vgl. \u201eSi tacuisses, philosophus mansisses\u201c<sup class='footnote'><a href='#fn-1101-1' id='fnref-1101-1' onclick='return fdfootnote_show(1101)'>1<\/a><\/sup>). Weisheit wird zu den Kardinaltugenden gez\u00e4hlt. Als Gegenstand wird Weisheit thematisiert von Philosophie und Theologie, den einzelnen Religionen und der Ethnologie, von Wissenssoziologie und Pers\u00f6nlichkeitspsychologie, der M\u00e4rchen- und Mythenforschung sowie in ihren k\u00fcnstlerischen Gestaltungen durch Kunst, Literatur und Musik.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Bereits der erste Satz\u2026<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Weisheit bezeichnet vorrangig ein tiefgehendes Verst\u00e4ndnis von Zusammenh\u00e4ngen in Natur, Leben und Gesellschaft sowie die F\u00e4higkeit, bei Problemen und Herausforderungen die jeweils schl\u00fcssigste und sinnvollste Handlungsweise zu identifizieren.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>&#8230;der, wird er aufmerksam gelesen, zeigt eindeutig, das der Gehalt von Weisheit weit \u00fcber das hinaus geht, was man umgangssprachlich unter Weisheit versteht. Die drei Wortgehalte von Natur, Leben und Gesellschaft umfassen bei genauem Hinsehen eigentlich alle Bereiche, mit denen ein Mensch konfrontiert sein kann. Selbst das Universum, die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Einheit der Vorstellung, l\u00e4sst sich leicht in den Begriff Natur eingliedern. Mit Natur werden im deutschen Wortschatz \u201e alle au\u00dferhalb und unabh\u00e4ngig vom Bewusstsein existierenden Dinge und Erscheinungen, die nicht durch die T\u00e4tigkeit des Menschen geschaffen wurden (dwds.de)\u201c, angesehen. Dann beinhaltet der Satz das oft gebr\u00e4uchliche Wort Leben, das wohl am eindrucksvollsten durch Goethe beschrieben wurde:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der t\u00e4glich sie erobern muss (Goethe Faust II).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Was Leben letztlich alles sein kann\/k\u00f6nnte, wissen wir nicht. In jedem Fall aber ist das Lebendige immer mit einem Kampf um das Weiter verbunden, ein Kampf, der f\u00fcr ein Individuum letztlich immer verloren werden wird. Beide Begriffe also, Natur und Leben, entziehen sich klar und eindeutig einer Definition, die zweifelsfrei wahr sein kann. Was wir daher im Allt\u00e4glichen zumeist tun, ist diesen Worten einen Setzungsgehalt zuzuschreiben und nach diesem zu verfahren. Hier steht also \u201eIch denke, also bin ich (Descartes)\u201c eindeutig im Gegensatz zu \u201eIch wei\u00df, das ich nichts wei\u00df (Sokrates)\u201c. Was bedeutet das aber f\u00fcr einen Satz wie \u201eDas war\/ist ein weiser Entschluss\u201c? Ich gehe weiter, ohne eine L\u00f6sung anzubieten. Das dritte Wort, das die Wirkungsfl\u00e4che von Weisheit beschreibt, ist die Gesellschaft. Nun gibt es sehr viele unterschiedliche Gesellschaften. Vergleicht man z.b. die Gesellschaften Europas mit der von Nord-Korea, wird das \u00fcberdeutlich. Trotzdem scheinen beide ja ganz stabil zu sein und sozusagen zu funktionieren. Wenn ich eine Gesellschaft als eine Herausforderung ansehe und bestrebt bin, \u201edie schl\u00fcssigste und sinnvollste Handlungsweise\u201c zu finden, ist doch wohl leicht zu erkennen, das \u201efunktionieren\u201c ein Kriterium sein muss bei dieser Suche. Eine Gesellschaft ist doch eine\u2026<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8230;gr\u00f6\u00dfere Gruppe von Menschen, die (organisiert) unter bestimmten politischen, \u00f6konomischen, sozialen und sonstigen Verh\u00e4ltnissen innerhalb eines r\u00e4umlich begrenzten Gebiets zusammenleben (dwds.de) &#8230;<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>&#8230;und sich daf\u00fcr eine Ordnung gegeben haben, die dieses Zusammenleben m\u00f6glich macht. Also ist doch wohl jede funktionierende Form als schl\u00fcssig und daher auch als sinnvoll anzusehen. Das jedes Gesellschaftsmitglied darin nicht immerzu machen kann, was es m\u00f6chte, erschlie\u00dft sich wohl von selbst. Die Ordnung in Gemeinschaften beinhaltet immer einen Zwang, sich anzupassen. Nur ein Einsiedler kann sich von einem solchen Zwang befreit sehen. Selbst die Zweisamkeit einer Lebensgemeinschaft beinhaltet bereits eine funktionale Ordnung, auch wenn diese nicht niedergeschrieben sein muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommen wir weitergehend zum zweiten Block der eingangs erw\u00e4hnten Beschreibung von Weisheit, die die oben genannten allgemeinen Deutungen bereits eingrenzt und verzweigt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Es gibt mehrere Definitionen und Konzepte von Weisheit, die sich in der Regel in den Spannungsr\u00e4umen zwischen Rationalit\u00e4t und Intuition <sup class='footnote'><a href='#fn-1101-2' id='fnref-1101-2' onclick='return fdfootnote_show(1101)'>2<\/a><\/sup>, Wissen und Glauben sowie zwischen Erfahrung und Instinkt bewegen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Aussage, es gebe mehrere Konzepte \u00fcber Weisheit ist sehr optimistisch formuliert. Im Prinzip hat jede Religion, jede Gesellschaftsform, jede Philosophie und jedes logische System ein eigenes Konzept dar\u00fcber, und dann gibt es ja noch die Kombinationen von Gesellschaft, Religion, Charakterstatus und Bildung innerhalb einer Gesellschaft, die jeweils wieder eine neue Version von Weisheit hervorzuzaubern verm\u00f6gen. Es sind also nicht mehrere, sondern unendlich viele Konzepte m\u00f6glich. Das es in jeder Gesellschaft eine weitgehend verallgemeinerte Version gibt, der sehr gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung anzugeh\u00f6ren scheinen, reduziert das nur unwesentlich. Daher kommt wohl auch die schon erw\u00e4hnte weitgehende \u00dcbereinstimmung, die heute gerne neudeutsch \u201eMainstream\u201c genannt wird. Das aber eine mehr oder weniger gro\u00dfe Mehrheit \u00e4hnliche Vorstellungen besitzt, hei\u00dft ja nicht, das es nicht auch andere gerechtfertigte Ansichten geben kann. Daher kommt auch die in freiheitlichen <sup class='footnote'><a href='#fn-1101-3' id='fnref-1101-3' onclick='return fdfootnote_show(1101)'>3<\/a><\/sup> Gesellschaften \u00fcbliche Anforderungen, Toleranz <sup class='footnote'><a href='#fn-1101-4' id='fnref-1101-4' onclick='return fdfootnote_show(1101)'>4<\/a><\/sup> zur Maxime zu erheben und nur das absolut Notwendige, das aber auch allgemein betrachtet regelbar sein muss, in Gesetze einzugie\u00dfen. Die erw\u00e4hnten st\u00f6renden Einfl\u00fcsse kommen dort zum Tragen, wo Toleranz nicht mehr gepflegt wird, was sich h\u00e4ufig in Emotionen oder emotionsgeladenen Gruppenzw\u00e4ngen beobachten l\u00e4sst. Es erscheint daher weise, nur dort Vorgaben zu machen, wo dies unbedingt notwendig und auch machbar erscheint. Es w\u00e4re weiterhin notwendig, allen nicht geregelten Verhaltensweisen anderer mit Toleranz zu begegnen und dies immer unter der Maxime zu betrachten, die Freiheit jedes Einzelnen so weit wie m\u00f6glich zu wahren. Das sind zusammengefasst sehr hohe und fast unerf\u00fcllbare Anforderungen, die jedem Einzelnen einer Gesellschaft zugemutet werden m\u00fcssten. Die Basis dazu wird oft mit dem Begriff \u201eAllgemeinbildung\u201c umschrieben, die, wie mittlerweile wieder oft zu lesen ist, nur geringen Anteilen einer Bev\u00f6lkerung zugestanden wird und die weiterhin nicht auf andere Gesellschaftsformen \u00fcbertragen werden kann. Die bestehenden Gesellschaften weltweit entbehren der Hoffnung auf Ver\u00e4nderung. Daher auch die Krisen, die unz\u00e4hligen Konflikte und \u00dcbertretungen der Ordnungen sowohl innerhalb konstituierten Gesellschaften als auch im Zusammenspiel verschieden ausgepr\u00e4gter Formen von solchen Systemen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die weitergehenden Beschreibung in der von Wikipedia gebrachten Form sind wenig hilfreich und festigen nur noch die bereits beschriebenen Motive. Der als \u00dcberschrift gesetzte Satz, das es hier und da weiser ist, sich nicht zu \u00e4u\u00dfern als unbequeme, unangebrachte oder verletzende Wahrheiten auszuplaudern, erschlie\u00dft sich ja bereits durch einfache Schlussfolgerung. Nicht jeder Gesellschaftsangeh\u00f6rige wird das notwendige Ma\u00df an Toleranz aufbringen k\u00f6nnen, da ja die Messlatten Allgemeinbildung und Toleranzf\u00e4higkeit sehr hoch liegen. Die k\u00fcnstlerischen Formen von Kunst selbst, Literatur und Musik w\u00fcrde ich pers\u00f6nlich aus einer Weisheitsbetrachtung ausschlie\u00dfen <sup class='footnote'><a href='#fn-1101-5' id='fnref-1101-5' onclick='return fdfootnote_show(1101)'>5<\/a><\/sup>, da sowohl die Ausdrucksm\u00f6glichkeiten der K\u00fcnstler als auch die Verst\u00e4ndnisformen der Betrachter, Leser und H\u00f6rer sehr unterschiedlich sein m\u00fcssen\/werden. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Abschnitt aus der Definition:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Weitgehende \u00dcbereinstimmung herrscht in der Ansicht, dass Weisheit von geistiger Beweglichkeit und Unabh\u00e4ngigkeit zeugt: Sie bef\u00e4higt ihren Tr\u00e4ger, systematisch Dinge zu denken (\u201eeine weise Erkenntnis\u201c, \u201eein weiser Entschluss\u201c, \u201eein weises Urteil\u201c), zu sagen (\u201eein weises Wort\u201c, \u201eein weiser Rat\u201c) oder zu tun (\u201eein weises Verhalten\u201c), die sich in der gegebenen Situation als nachhaltig sinnvoll erweisen. Dies geschieht h\u00e4ufig unter Vermeidung st\u00f6render Einfl\u00fcsse, wie beispielsweise dem eigenen Gef\u00fchlszustand oder gesellschaftlichem Gruppenzwang.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mir pers\u00f6nlich erscheint Weisheit dann als gegeben, wenn deren Aussagen, Handlungen und Anforderungen von unabh\u00e4ngiger Selbstst\u00e4ndigkeit zeugen, dieses Konzept-frei aus einer intuitiven Betrachtung heraus geschieht und die Wahrscheinlichkeit gro\u00df ist, richtig zu liegen. Daher werden auch nur dann Menschen \u201eweise\u201c genannt, wenn sie bereits zahlreiche Beispiele ihrer Weisheit geliefert haben. So wird Weisheit oft auch in der Geschichte nur \u00e4lteren Menschen mit einem gro\u00dfen Erfahrungsschatz zugeschrieben. Wo ich pers\u00f6nlich keinerlei Weisheit auffinden kann ist in Motiven wie Ideologie, Wertvorstellung und Zugeh\u00f6rigkeit gut zusammengefasst, da hier jeweils eine Vorauswahl getroffen wurde und es danach unm\u00f6glich ist, auf ein konkrete Ereignis Bezug zu nehmen. Eine Vorauswahl muss immer Konzept-verhaftet und kann niemals frei und offen sein. Sie beruft sich auf Erfahrungen der Vergangenheit, die jetzt im Moment bereits vollkommen falsch sein k\u00f6nnten. Auch 99 Versuche mit positivem Ergebnis kann mit Versuch 100 das Versagen folgen. Jeder, der sich jemals mit Kuchenbacken besch\u00e4ftigt hat, wird das best\u00e4tigen k\u00f6nnen. Weise ist daher, wer das ber\u00fccksichtigen kann ohne tatenlos zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun werden in Bezug zu Weisheit oftmals herausragende Pers\u00f6nlichkeiten der Weltgeschichte genannt und ihr Lebenswerk in ausf\u00fchrlichen Biographien dargestellt. Ich m\u00f6chte dem allerdings hier nichts hinzuf\u00fcgen. Weisheitsb\u00fccher gibt es mehr als genug. Allerdings finden sich dort auch viele Vorschl\u00e4ge und gut gemeinte Ratschl\u00e4ge, die praktisch in der heutigen Zeit (2024) gar nicht mehr umsetzbar w\u00e4ren. Nehmen sie das Tao Te King. W\u00e4re dieses Buch heute ein Ratgeber f\u00fcr Menschen in Politik und Wirtschaft? Bescheiden-Sein, nicht ins Rampenlicht gehen und aus dem Verborgenen heraus die Menschen f\u00fchren, vielleicht sogar so, das diese die Einwirkungen der m\u00e4chtigen Anf\u00fchrer gar nicht wahrnehmen k\u00f6nnten? W\u00fcrde das heute funktionieren? Was uns die B\u00fccher der Weisheit <sup class='footnote'><a href='#fn-1101-6' id='fnref-1101-6' onclick='return fdfootnote_show(1101)'>6<\/a><\/sup> lehren, l\u00e4sst sich im Grunde genommen auf wenige, allgemein zu verstehende Anweisungen zusammen-denken. Beginnen wir mit der h\u00e4ufigsten Aussage, das n\u00e4mlich der M\u00e4chtige seine Macht nicht zu seinem eigenen pers\u00f6nlichen Wohl ausnutzen d\u00fcrfe. Das kann und muss heute doch wohl mit der Forderung verstanden werden, Korruption gleich welcher Art unter keinen Umst\u00e4nden zuzulassen. Dann werden Bescheidenheit, Demut <sup class='footnote'><a href='#fn-1101-7' id='fnref-1101-7' onclick='return fdfootnote_show(1101)'>7<\/a><\/sup> und Gro\u00dfz\u00fcgigkeit in der Regel als \u201eweise\u201c angesehen. Weiterhin sagen alle Weisheitsb\u00fccher, das, da Menschen heute allgemein betrachtet immer in Gemeinschaften leben, die Regeln der gelebten Gemeinschaft anzuerkennen seinen, auch wenn diese oftmals als ungerecht empfunden werden k\u00f6nnten. Der Weise k\u00e4mpft nicht gegen die Regeln der Gesellschaft, der er angeh\u00f6rt, da diese sich meist als fern der Weisheit darstellen werden und es so etwas wie Gerechtigkeit als Regelwerk ausgegossen gar nicht geben kann. Es gibt nur Regeln, die eine Gemeinschaft gr\u00fcnden. Soweit die allgemein zug\u00e4ngigen Motive, die Weisheit implizieren. Alle anderen Aussagen, die in Weisheitstexten zu finden sind, beziehen sich auf religi\u00f6se, weltanschauliche, philosophische und\/oder traditionelle Kulturinhalte und sind folglich so unterschiedlich wie die Kulturen, denen sie angeh\u00f6ren. Auch hier sagen die Weisheitslehren \u00fcberwiegend, das jeder Weise die jeweilige Tradition zu beachten habe und es unklug sei, offen dagegen anzugehen. Daher entstanden die Weisheitslehren ja meist auch in einer Einsiedelei und in Kl\u00f6stern, die sich in beiden F\u00e4llen nach au\u00dfen abzuschirmen verstanden. Weise aller Zeiten der Vergangenheit suchten auch nicht nach Anh\u00e4ngern, bildeten keine lautstark agierenden Schulen und\/oder produzierten sich nicht \u201eselbstanpreisend\u201c in der \u00d6ffentlichkeit. Sie wandelten durch ihre Welt und wurden von denen gefunden, die sich sp\u00e4ter als Anh\u00e4nger auswiesen. Von den M\u00e4chtigen aller Zeiten wurden die Anh\u00e4nger und Tr\u00e4ger der Weisheit oft als Tr\u00e4umer und Sonderlinge dargestellt <sup class='footnote'><a href='#fn-1101-8' id='fnref-1101-8' onclick='return fdfootnote_show(1101)'>8<\/a><\/sup> und\/oder sogar mit den Mitteln der Macht und des Rechts verfolgt <sup class='footnote'><a href='#fn-1101-9' id='fnref-1101-9' onclick='return fdfootnote_show(1101)'>9<\/a><\/sup>. Nicht viel anders ging es vielen gro\u00dfen Lehrern der Schulen. <sup class='footnote'><a href='#fn-1101-10' id='fnref-1101-10' onclick='return fdfootnote_show(1101)'>10<\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn alle Aussagen des Artikels oben zusammengefasst in wenige Motive geordnet w\u00fcrden, w\u00e4re das Ergebnis ern\u00fcchternd. Die wenigsten Weisheitslehrer wollten zum Beispiel eine Religion gr\u00fcnden, nur wenige von ihnen wurden von dem M\u00e4chtigen ihrer Epoche geh\u00f6rt und\/oder geachtet, und nur wenigen gelang ein gelungenes Leben. Das sich die Lehren erst sp\u00e4ter entfaltet haben, scheint eher die Regel als die Ausnahme gewesen zu sein. Oftmals wurden diese Lehren von Anh\u00e4ngern niedergelegt, die den Gr\u00fcnder niemals erlebt hatten, und so sehen die Schriften dann auch aus. Aus der Suche nach einer M\u00f6glichkeit, das Leid der Menschen zu mindern (Buddha) wurden Staatsreligionen, die Verwalter des Christentums (Jesus) schlachteten sich in Jahrhunderten durch die V\u00f6lker der Welt und mit den \u00dcbersetzungen aus der Chinesischen Weisheit wurden Werke in die Welt gesetzt, die heute nur noch schwer verstanden werden k\u00f6nnen (Laotse).<\/p>\n\n\n\n<p>Warum schreibe ich nun \u00fcber ein solch schwierig zu fassendes Thema? Es ist der Zeitgeist, der mir diese Beschreibung in die Tastatur zwingt. Wir leben heute in einer Welt, in der alles andere als Weisheit regiert. Tagt\u00e4glich werden wir mit Krisen konfrontiert, die nach der obigen Beschreibung durch die Missachtung und durch das Missverst\u00e4ndnis von Weisheit zustande kommen. Ich habe oftmals ein Gef\u00fchl von Verzweiflung, wenn ich mit dem Studium der t\u00e4glichen Nachrichten abgeschlossen habe. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig. So ist es mit der Forderung nach Toleranz nicht mehr weit her. Wenn Menschen anderen Menschen nicht mehr zuh\u00f6ren k\u00f6nnen, die eine andere Meinung als sie selbst vertreten, wenn sie deren Meinungs\u00e4u\u00dferung dann sogar noch zu verhindern suchen, wenn sie \u201eschubsen\u201c, verbieten, behindern und zu verleumden versuchen, wenn ihnen etwas nicht in den Kram passt und wenn das dann noch von (Staats-)offizieller Seite getan wird, sind wir als Gesellschaft vom Befolgen von Weisheit weit entfernt. Wir wollen dann ja auch noch eine Demokratie sein. K\u00f6nnen wir das, wenn wir als Volk, das ja den Souver\u00e4n darstellen soll, gar nicht (mehr ?) gefragt werden und unt\u00e4tig zusehen m\u00fcssen, wie der Abgrund \u201eEndzeit\u201c immer n\u00e4her r\u00fcckt? K\u00f6nnen wir als Volk noch Einfluss nehmen, wenn kleine und sehr laut sich artikulierende Gruppen soviel L\u00e4rm machen, das die gro\u00dfe Mehrheit gar nicht mehr geh\u00f6rt werden kann. K\u00f6nnen wir noch frei sein, wenn es vom Volk gew\u00e4hlten Menschen in Amt und W\u00fcrden egal ist, was ihre W\u00e4hler denken und w\u00fcnschen, und Korruption, Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung und mangelnde Demut die aussagekr\u00e4ftigsten Eigenschaften der M\u00e4chtigen darstellen? Sind wir \u00fcberhaupt noch ein Volk, \u201ewenn wir uns in einer dienenden Rolle\u201c einem anderen Volk gegen\u00fcber sehen und unsere wirkliche Stimme in diesem Zusammenhang immer mehr verstummt? Sind wir noch ein weises Volk, wenn wir als David einem Goliath gegen\u00fcber wie Herkules auftreten und Krieg, Tod und Verderben dulden, f\u00f6rdern, unterst\u00fctzen und bewerben, obwohl uns schon l\u00e4ngst die Schleuder abhanden gekommen ist, die David den unerwarteten Sieg brachte? Wir spielen zur Zeit \u201eAll-In\u201c und werden, wenn der Bluff schief geht, das Kasino als Bettler verlassen oder sogar dem Tode nahe sein. Erinnern Sie sich noch? Wir Deutschen waren mal ganz oben, wurden geachtet und gemocht, weltweit, und wir hatten viele Jahre lang keine Feinde. Wir galten als das Volk der Dichter und Denker. Wir trieben Handel mit aller Welt, unsere Waren wurden begehrt und unsere \u00c4u\u00dferungen zu politischen Fragen wurden aufgenommen und erwogen. Und heute? Das wir in der Welt keinen Einfluss mehr nehmen k\u00f6nnen st\u00f6rt mich nicht. Das ich aber morgen schon tot sein k\u00f6nnte, weil uns heute die Nicht-Weisheit regiert, das st\u00f6rt mich sehr wohl. Wie sieht es bei Ihnen, dem Leser dieser Zeilen, aus? Wollen Sie wirklich mit der Mehrheit zusammen weiterhin inaktiv bleiben und Ihr Schicksal von Anderen bestimmen lassen? Weise w\u00e4re das, betrachten wir unser Freunde und Feinde in der Welt genauer und befolgten die Traditionen der Weisheit, sicherlich schon. Aber ist es auch vern\u00fcnftig, weiterhin passiv zu sein? Bitte bedenken Sie: Es geht heute nicht mehr um die Zukunft weniger Einzelner wie in fr\u00fcherer Zeit, nicht mehr um das Bestehen einer Schule oder Lehre, nicht mehr um Detailfragen, nein, es geht um das Hoffen auf ein \u00dcberleben unserer Art, ja mehr noch, um das Hoffen auf ein \u00dcberleben des Lebens auf diesem Planeten. Ja, es ist weise, \u00f6ffentlich zu schweigen, sich die Augen fest verschlossen in die Klause zur\u00fcckzuziehen, aber es ist auch vern\u00fcnftig, zu hoffen und daf\u00fcr zumindest im privaten Umfeld wirksam zu sein. Es ist heute mehr denn je geboten, das Leben selbst argumentativ und handelnd ganz nach oben zu stellen auf der pers\u00f6nlichen Agenda. Wir haben im Gegensatz zu fr\u00fcheren Zeiten technisch die M\u00f6glichkeit geschaffen, eine endg\u00fcltige Entscheidung \u00fcber die \u00dcberlebensf\u00e4higkeit des Menschen zu setzen. Das gab es vor unserer Zeit noch nie, und daher wurde dar\u00fcber selten bis gar nicht nachgedacht. Es braucht nur noch eine einzige Entscheidung <strong>einer<\/strong> Regierung und deren Umsetzung, um unumkehrbar ein Ende zu setzen. Daher m\u00fcssen wir heute vorausdenken, und nicht wie bisher \u00fcblich nur zur\u00fcckblicken. Auch das Erwachen ist ein Zur\u00fcckerinnern, ist l\u00e4ngst verborgene Bindungen zu erneuern, ist ein Zur\u00fcckholen des Vergessenen. Was wir brauchen aber ist ein sichere Basis f\u00fcr die Zukunft. Wenn das Hoffen auf ein gesichertes Weiterleben-k\u00f6nnen erl\u00f6schen sollte, er\u00fcbrigt sich f\u00fcr alle Denkenden sowohl Weisheit, Hoffnung als auch Vernunft. Es gibt heute zum ersten Mal in der Geschichte dieses Planeten keine zweite Chance, kein Wieder-Gut-Machen. Wenn es misslingt, beginnt nur noch der Endkampf um das nackte \u00dcberleben, und der hat mit Weisheit nicht mehr viel zu tun.<\/p>\n\n\n<div class='footnotes' id='footnotes-1101'><div class='footnotedivider'><\/div><ol><li id='fn-1101-1'> als sp\u00f6ttischer, ver\u00e4chtlicher Kommentar: Wenn du (in dieser Sache) geschwiegen h\u00e4ttest, h\u00e4ttest du keinen Schaden verursacht bzw. dich nicht l\u00e4cherlich gemacht. Synonym zu wenn du geschwiegen h\u00e4ttest, w\u00e4rst du ein Philosoph geblieben. Beispiel: Es ist v\u00f6llig unn\u00f6tig, sich mit solchen \u00c4u\u00dferungen hervorzutun. Dwds.de <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1101-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1101-2'> Eingebung, ahnendes Erfassen, Erkenntnis ohne wissenschaftliche Einsicht. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1101-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1101-3'> Freiheit im Gesellschaftsleben hei\u00dft nicht Unabh\u00e4ngigkeit von Regeln, Vorschriften und Gesetzen, sondern die individuelle Freiheit endet meist schon dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt. In Demokratien sollten diese aber vom Volk und nicht von denen, die Macht aus\u00fcben, gesetzt werden. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1101-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1101-4'> im Sinne von erdulden, erleiden, ertragen <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1101-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1101-5'> Kunst ist Magie, befreit von der L\u00fcge, Wahrheit zu sein. (Adorno) Sie zeitigt M\u00f6glichkeiten, aber nicht Wahrheit oder Weisheit. (HpS) <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1101-5'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1101-6'> IGing, TaoTeKing, Mahabharata, Edda, Shobogenzu, Mysterienschulen, Taoismus, Buddhismus, Hinduismus, Schamanismus usw. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1101-6'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1101-7'> Anspruchslosigkeit oder das Notwendige hinzunehmen bereit sein&#8230;(HpS) <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1101-7'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1101-8'> Buddha, Zen-Meister, \u00c4bte <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1101-8'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1101-9'> Laotse gab auf und fl\u00fcchtete in die Einsamkeit, Sokrates fiel dem Schierlingsbecher zum Opfer, Jesus wurde gekreuzigt. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1101-9'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-1101-10'> Pythagoras zum Beispiel zog sich den Zorn der Bev\u00f6lkerung seiner Stadt zu und musste fliehen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1101-10'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><\/ol><\/div><div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F1101&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.com\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F1101&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.com\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fsperzelhp.com%2F%3Fp%3D1101&text=Si%20Tacuisses%2C%20Philosophus%20Mansisses%20%28%3F%29\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fsperzelhp.com%2F%3Fp%3D1101\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich m\u00f6chte folgenden Satz voraus stellen, der die Zielrichtung des Artikels erkl\u00e4ren soll: Es ist in der aktuellen Lage der heutigen Zeit nicht weise, den Weisheitslehren der gro\u00dfen Lehrer bez\u00fcglich der \u00f6ffentlichen Debatten in Form von Schweigen weiterhin zu folgen. Diese Lehren haben auch heute noch viel zu wenige Anh\u00e4nger, um in der Gesellschaftsform Demokratie wirksam zu sein.<br \/>\nEs ist schwer und gelingt nur selten, etwas zu sagen, zu schreiben oder anzumerken, was mit den Befolgen von Weisheit in der heutigen Zeit zu tun hat. Im Gegensatz dazu ist Weisheit in eingegrenzten Motiven relativ oft anzutreffen. Das ist trotzdem kein Grund, sich auch und besonders \u00fcber allgemein g\u00fcltige Aussagen keine Gedanken machen zu k\u00f6nnen\/sollen und diese eventuell sogar aufzuschreiben. Es geht ja im Schreiben nicht darum, Wahrheiten zu formulieren, sondern M\u00f6glichkeiten aufzuzeigen, die belegen, das es auch anders gedacht werden k\u00f6nnte und somit der Wahrheitsgehalt \u00fcberwiegend im Unscharfen bleiben soll\/muss. Wie in der \u00dcberschrift bereits angedeutet, ist die immerzu moderne Absicht, die in Medien, Wissenschaft und Politik geh\u00e4uft vorzufinden sind, Wahrheiten aussprechen und verbreiten zu wollen eine fragw\u00fcrdige Handlung, gelingt sie doch selten und l\u00e4sst in der Regel gro\u00dfe Angriffsfl\u00e4chen zur\u00fcck.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1103,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[5,26,2],"tags":[132,133,129,87,130,134,128,13,48,131,52],"class_list":["post-1101","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lebensweisheiten","category-philosophie-und-spiritualitat","category-stimmungen","tag-bescheidenheit","tag-demut","tag-endzeit","tag-freiheit","tag-gesellschaft","tag-grosszuegigkeit","tag-hoffnung","tag-leben","tag-philosophie","tag-ueberleben","tag-was-bin-ich"],"wps_subtitle":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1101","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1101"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1101\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1107,"href":"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1101\/revisions\/1107"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1103"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1101"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1101"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sperzelhp.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1101"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}