Das Hokyo Zenmai ist ein ZEN-Text von Meister Tozan (807-869) und heißt wörtlich übersetzt: Das Samadhi des Schatzspiegels. Es beschreibt nach Deshimaru-Roshi das Geheimnis des Zen, beschreibt also die Essenz der Buddha-Lehre. Tozan hat darin erstmals die ursprüngliche Lehre schriftlich verfasst, die in seiner Zeit in Vergessenheit zu geraten drohte, weil unterschiedliche Lehren aufzutauchen begannen.
Das Samadhi des Schatzspiegels – Das Hokyo Zanmai weiterlesenKategoriearchiv: Philosophie und Spiritualität
Buchbesprechung: Shitzuteru Ueda, Wer und was bin ich?
Zur Phänomenologie des Selbst im Zen-Buddhismus
Das Buch „Wer oder was bin ich?“ von Shitzuteru Ueda ist 2011 in „Verlag Karl Alber“ in der Reihe „Welten der Philosophie“ erschienen. Ueda lehrt und Philosophie an der Universität in Tokyo.
Buchbesprechung: Shitzuteru Ueda, Wer und was bin ich? weiterlesenBUCHBESPECHUNG zu „Philosophie des Zen-Buddhismus“ von Toshihiko Izutsu
Das Buch „Philosophie des Zen-Buddhismus“ von Toshihiko Izutsu ist 1986 in „rowohlts enzyklopädie“ erschienen. Izutsu war Religions-, Sprachphilosophie- und Literaturwissenschaftler an der Universität in Tokyo. Das Buch ist aus dem Englischen übersetzt.
WeiterlesenZen-Sesshin im September 2016
Es ist 6:30 am Morgen. Eine lange Schlange von 35 Menschen verlässt, hintereinander gehend, einem Gleichschritt folgend, ein Grundstück in Buchenberg (Allgäu), überquert die Straße und biegt in einen Feldweg ein, dem sie dann zügig und in schnellen Schritten folgt. Regelmäßig beobachtet werden kann dieses Ereignis, Kinhin genannt, meditatives Gehen, am Hauptausgang des Daishin-Zen-Seminarzentrums und -Klosters Buchenberg. Es ist Sesshin, Meditationswoche.
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Wir haben die Wahl, manchmal (2007)
Ich habe gewählt, und die Entscheidung zu gehen, nach Neuem zu suchen, war bestimmt nicht einfach, war bestimmt nicht leicht, und sie hat Kraft gekostet. Heute glaube ich zwar zu wissen, dass ich gar keine Wahl getroffen habe, denn es gab in Wirklichkeit keine Alternative als diese, als mich so zu entscheiden, aber damals war ich mir so sicher nicht, und der Zweifel fraß an meiner Selbstsicherheit wie der Rost an meinem Auto. Letztlich war es mein Stolz, eine an sich negativ besetzte Eigenschaft, die mich vorwärts drängte, die zu mir sagte: Du kannst hier nicht bleiben, du doch nicht…!. Ich bin heute sehr dankbar für diese Hilfe, und mein Verhältnis zu diesem Stolz hat sich deutlich gewandelt. Es ist oftmals gut, negative Eigenschaften zu besitzen, denn wo das Negative sich befindet, ist auch das Positive meist nicht weit. Und heute gehe ich denn diesen Weg ins Neue, von dem ich schon zu Beginn ahnte, ja fürchtete, dass er so einfach nicht sein würde. Meine Befürchtungen wurden weit übertroffen.
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