Wann und wo immer, wenn über Meditation und deren Praxis, Erfolg und Ziele geschrieben und geworben wird, erfolgt nach wenigen Zeilen, Seiten und Unterrichtsstunden die Aussage, das man ohne Lehrer keinen Erfolg haben kann. Und egal welchen Lehrer jemand haben mag, immerzu wird dieser von seinem/ihrer Lehrer’in erzählen und vielleicht sogar schwärmen. Nun gut, das sind subjektive Beobachtungen, die sicherlich nicht immer zu 100% gelten können und dürften.
Meditation geht nicht ohne Lehrer? weiterlesenKategoriearchiv: Zen
Stille Gelassenheit im Nur Sitzen
Eine übungsfreie Meditationsform, Beschreibung, Audio und Audio-Download (Seite 3). Ich verwende dazu die Ausdrücke „Gelassenheit“ und „Gewahrsein“ je nach dem gerade gegebenen Zusammenhang als gleichwertig, wobei Gewahrsein mehr in theoretischen und Gelassenheit mehr praktischen Beschreibungen Verwendung findet.
Stille Gelassenheit im Nur Sitzen weiterlesenGedanken zur Meditation „Stille Gelassenheit“
Wir wollen uns jetzt einmal mit der Meditation in Stille beschäftigen, und dabei die Frage aufwerfen, was Meditation eigentlich ist. Ich nehme die zur Zeit für mich gültige Antwort schon einmal vorweg:
Ich weiß es nicht.
Was und wie ich meine Meditationen gestalte, ist schwer zu erklären, denn ich sitze einfach nur in einer entspannt und fest gestalteten Sitzhaltung und mache etwas, das ich nur als „Nichts“ beschreiben kann, denn der Inhalt ist nicht festgelegt, folgt nicht einer Struktur, folgt keinem Gedankenkonstrukt, keinem Rezept oder so etwas. Ich sitze da, der Körper ist still, der Atem ruhig und gleichmäßig (…das ist nicht immer so, bei Zorn zum Beispiel.), der Geist entspannt sich, ohne den Körper zu beeinflussen, und dann erfolgt irgend etwas, von dem ich bisher keine Ahnung hatte oder eben etwas, was mich sowieso die ganze Zeit schon beschäftigt hat. Wenn ich Texte schreibe wie diesen hier, wird mir das in meiner Meditation begegnen, ein paar Minuten vielleicht, löst sich dann irgendwann auf und verschwindet spurlos, um anderen Gedanken ihren Platz zu hinterlassen. Wie viele Gedanken meine Sitzung begleiten (werden), weiß ich weder vor noch nach meiner Sitzung, und ich denke auch nicht weiter darüber nach oder versuche, das in Form einer Qualitätsbeschreibung zu fixieren. Es ist für mich gleich-gültig.
Gedanken zur Meditation „Stille Gelassenheit“ weiterlesenShikantaza – Die Kunst des „Nur Sitzens“
Das japanische Wort Shikantaza, das soviel wie „Nur Sitzen“ bedeutet, ist seit meiner ersten Berührung mit Meditation und Zen ein Zauberwort, eine Schatztruhe, die verschlossen vor mir steht und ich verzweifelt versuchte, durch Fragenstellen und Recherchieren im Netz und in Büchern den Schlüssel zu finden, der diese Truhe für mich zu öffnen vermag. Dann kam 2004 das Buch „The Art of just sitting – Essential writings on the zen practice of shikantaza“ 1 heraus und ich versuchte lange, darin lesend eine Antwort auf meine Frage bzw. meine Zaubervorstellung zu finden. Doch das blieb ohne Erfolg, denn die englische Sprache, deren sich die Autoren bedienen, war eine zu große Herausforderung für mich. Jeder Satz musste gedanklich ins Deutsche übersetzt werden und so erlangten die Zeilen und Abschnitte und deren Inhalt für mein Denken und Verstehen keinen Sinn. Dann entdeckte ich das Übersetzungsprogramm „deepl“ und ich konnte hier und da einige Unklarheiten beseitigen, was der Google-Übersetzung, die ich vorher verwendete, nicht ausreichend gelang. Dann, nach einer langer Pause, habe ich beschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen, und ich habe das ganze Buch mit Ausnahme des Stichwortverzeichnisses mit Hilfe von deepl übersetzt. Jetzt, an diesem Tag meines Schreibens, stehe ich nach zweimaliger Überarbeitung an dem Punkt, wo die Frage auftaucht, ob ich diese für mich abgeschlossene Übersetzung nicht allgemein zugänglich machen sollte. Es gibt bis heute (2023) keine deutsche Übersetzung, zumindest soweit mir das bekannt ist. Das ist schade, denn die Texte sind wirklich geeignet, das Verstehen der sogenannten Technik, Methode, Tätigkeit, Meditations- und Seins-Weise von Shikantaza zu erweitern, wenn nicht sogar erst zu ermöglichen. Daher stelle ich meine Arbeit allen Suchenden als Download zur Verfügung.
Shikantaza – Die Kunst des „Nur Sitzens“ weiterlesen- ISBN 0-86171-394-X ↩
Die Objektlose Meditation der Stille
Wenn wir uns über Meditation unterhalten wollen, müssen wir zunächst einmal verstehen und hinterfragen, was wir aktuell unter Meditation verstehen. Das Verständnis, die Informationen und unsere Vorstellungen darüber können ja nicht so einfach ausgeblendet werden, wenn Meditation stattfinden soll. Die Richtigkeit dieser Aussage erkennen wir darin, das jeder Übende, der Erfahrungen macht, diese in der Regel mit den kulturellen Errungenschaften seiner Zivilisation beschreibt.
Die Objektlose Meditation der Stille weiterlesenWas ist der Mensch? Was bin ich?
Ich möchte angesichts der Überschrift einmal höchst pessimistisch beginnen und die Frage stellen, ob sich diese beiden Fragen, die aufeinander aufbauen, überhaupt wahr und „richtig“ beantworten lassen. Viele wissen aus ihrer Beschäftigung mit Meditationstraditionen wie Yoga und Zen, das die Frage „Wer bin ich?“ als einer der wirksamsten Schlüssel zur Bewusstseinsentwicklung gilt.
Was ist der Mensch? Was bin ich? weiterlesenYoga trifft Vipassana und Zen
Eine Meditationsanleitung mit Körperwahrnehmung und mehr…
Über Meditation wird viel geschrieben und veröffentlicht. Meist sind darin die verschiedenen Stufenwege beschrieben und wie uns was mit und in der Meditationssitzung (nicht) getan, (nicht) gedacht oder (nicht) erlebt werden soll oder kann. Das ist richtig so, und ich stimme mit allen darüber überein, das das auch notwendig ist, um das Meditieren zu verbreiten. Aber wesentlich in der Meditation ist die Erfahrung, die man selbst macht, die mir selbst passiert und das Gefühl, das mich in dieser kurzen Zeit begleitet.
Yoga trifft Vipassana und Zen weiterlesenPadmasana und Meditation (Sitzen im Lotussitz)
Um Padmasana, das Sitzen im vollen Lotussitz, ranken sich viele Geschichten und Beschreibungen. Diese gehen von „für einen Europäer fast unmöglich“ bis zu „in wenigen Wochen erlernbar“. Viele Meditierende möchten gerne diese Sitzhaltung für ihr Zazen / Sitzen in Meditation nutzen, jedoch scheitern viele dabei, da sie entweder zu wenig über diese Asana wissen, diese mit unzureichenden Vorübungen oder gar mit Gewalt zu erreichen suchen und/oder einige Anpreisungen oder Beschreibungen nicht oder nur ungenügend verstehen. Ich habe mich daher entschlossen, ein wenig Licht ins Dunkel dieser Asana zu bringen.
Padmasana und Meditation (Sitzen im Lotussitz) weiterlesenDie lebenswerte Angst…
Seit immer wieder neue Begriffe auftauchen, die unser Leben und die Art und Weise unserer Zivilisation zu beschreiben suchen kommt mir mehr und mehr die Frage in den Sinn, ob ich überhaupt noch weiß, nach welchen Kriterien wir eigentlich unsere Welt gestalten und was noch von Belang dafür sein könnte.
Die lebenswerte Angst… weiterlesenDas Samadhi des Schatzspiegels – Das Hokyo Zanmai
Das Hokyo Zenmai ist ein ZEN-Text von Meister Tozan (807-869) und heißt wörtlich übersetzt: Das Samadhi des Schatzspiegels. Es beschreibt nach Deshimaru-Roshi das Geheimnis des Zen, beschreibt also die Essenz der Buddha-Lehre. Tozan hat darin erstmals die ursprüngliche Lehre schriftlich verfasst, die in seiner Zeit in Vergessenheit zu geraten drohte, weil unterschiedliche Lehren aufzutauchen begannen.
Das Samadhi des Schatzspiegels – Das Hokyo Zanmai weiterlesen