Kategoriearchiv: Lebensweisheiten

Si Tacuisses, Philosophus Mansisses (?)

Ich möchte folgenden Satz voraus stellen, der die Zielrichtung des Artikels erklären soll: Es ist in der aktuellen Lage der heutigen Zeit nicht weise, den Weisheitslehren der großen Lehrer bezüglich der öffentlichen Debatten in Form von Schweigen weiterhin zu folgen. Diese Lehren haben auch heute noch viel zu wenige Anhänger, um in der Gesellschaftsform Demokratie wirksam zu sein.
Es ist schwer und gelingt nur selten, etwas zu sagen, zu schreiben oder anzumerken, was mit den Befolgen von Weisheit in der heutigen Zeit zu tun hat. Im Gegensatz dazu ist Weisheit in eingegrenzten Motiven relativ oft anzutreffen. Das ist trotzdem kein Grund, sich auch und besonders über allgemein gültige Aussagen keine Gedanken machen zu können/sollen und diese eventuell sogar aufzuschreiben. Es geht ja im Schreiben nicht darum, Wahrheiten zu formulieren, sondern Möglichkeiten aufzuzeigen, die belegen, das es auch anders gedacht werden könnte und somit der Wahrheitsgehalt überwiegend im Unscharfen bleiben soll/muss. Wie in der Überschrift bereits angedeutet, ist die immerzu moderne Absicht, die in Medien, Wissenschaft und Politik gehäuft vorzufinden sind, Wahrheiten aussprechen und verbreiten zu wollen eine fragwürdige Handlung, gelingt sie doch selten und lässt in der Regel große Angriffsflächen zurück.

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Gedanken zur Meditation „Stille Gelassenheit“

Wir wollen uns jetzt einmal mit der Meditation in Stille beschäftigen, und dabei die Frage aufwerfen, was Meditation eigentlich ist. Ich nehme die zur Zeit für mich gültige Antwort schon einmal vorweg:

Ich weiß es nicht.

Was und wie ich meine Meditationen gestalte, ist schwer zu erklären, denn ich sitze einfach nur in einer entspannt und fest gestalteten Sitzhaltung und mache etwas, das ich nur als „Nichts“ beschreiben kann, denn der Inhalt ist nicht festgelegt, folgt nicht einer Struktur, folgt keinem Gedankenkonstrukt, keinem Rezept oder so etwas. Ich sitze da, der Körper ist still, der Atem ruhig und gleichmäßig (…das ist nicht immer so, bei Zorn zum Beispiel.), der Geist entspannt sich, ohne den Körper zu beeinflussen, und dann erfolgt irgend etwas, von dem ich bisher keine Ahnung hatte oder eben etwas, was mich sowieso die ganze Zeit schon beschäftigt hat. Wenn ich Texte schreibe wie diesen hier, wird mir das in meiner Meditation begegnen, ein paar Minuten vielleicht, löst sich dann irgendwann auf und verschwindet spurlos, um anderen Gedanken ihren Platz zu hinterlassen. Wie viele Gedanken meine Sitzung begleiten (werden), weiß ich weder vor noch nach meiner Sitzung, und ich denke auch nicht weiter darüber nach oder versuche, das in Form einer Qualitätsbeschreibung zu fixieren. Es ist für mich gleich-gültig.

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Glauben vs. Freiheit …gerinnt zu Leben


Über den Glauben und FREIHEIT zu schreiben und dabei im Allgemein-Gültigen zu bleiben, also so zu schreiben, das die Information gültig ist für alle Menschen, bleibt wahrscheinlich eine unlösbare Aufgabe. Daher sind die Gedanken und Überlegungen, die dieser Einleitung folgen, nicht so auszulegen, das sie ein vollständiges Bild zeichnen wollen.
Was mir am Herzen liegt und was ich erreichen möchte ist mehr einer groben Skizze vergleichbar, die einem Fragenden einen groben Überblick über die Landschaften des Glaubens und der FREIHEIT geben kann, zumindest so weit, wie das mir durch mein Lesen bekanntgeworden ist. Die Arbeit versteht sich aus meiner Sicht und in ihrem Gehalt so, wie die alte Definition der Philosophie es besagt, sprich, die den Fokus auf das Fragestellen richtet und den Antworten, die möglich werden, nicht so viel Bedeutung beimisst.

Der Artikel wird als Download bereitgestellt, zum lesen oder auch zum herunter laden. Er ist 15 DIN A4 Seiten lang (nur Text).

Glaube vs. Freiheit …gerinnt zu Leben

Meditation über „nichts“, eine Momentaufnahme

Wenn wir uns über etwas Spezifisches unterhalten und viel Zeit und Energie in etwas stecken sollen, müssten wir eigentlich schon vorab wissen wollen, um was es sich letztlich handelt, was es uns bringt und wie und mit welchem Aufwand wir damit beginnen können, dieses Ziel zu erreichen. Nun gibt es Felder, die sich diesen Anforderungen widersetzen und so einfach sich nicht darstellen lassen. Ein Feld sticht da ganz deutlich hervor: Die Meditation.

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Freiheit.01

Über Freiheit an sich

Über Freiheit und den Bezug zu Reformierung, Rebellion und Revolution

Wenn ich über Freiheit spreche und Wege und Möglichkeiten erörtere, diese gewünschte und (noch) nicht realisierte Eigenschaft zu erreichen, muss ich zunächst Begrifflichkeiten und Definitionen bemühen, damit ich im Gespräch mit anderen an der gleichen, allen gemeinsamen Startlinie ins Unbekannte aufbreche. Ich muss weiterhin unterscheiden zwischen Rebellion und Revolution, zwischen Selbst, Geist und Seele und vor allen Dingen zwischen der „Freiheit von…“, der „Freiheit zu…“ und Freiheit an sich. Ohne diese Begriffe definiert zu haben und ohne diese in gleicher Weise zu gebrauchen ist kein Gespräch über Freiheit möglich.

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Über Zazen – frei interpretiert nach den Versen des Shinjinmei

Das Shinjinmei von Meister Sosan (606 n.Ch.) ist der älteste bekannte Text des Zen. Er stammt aus einer Zeit, in der es noch keine Klosterregeln gab und in der das Zen noch nicht in Soto und Rinzai aufgespalten war. Die Verse sind in einer leichten poetischen Form abgefasst und daher etwas schwer verständlich. Ich habe mich bemüht, die ausgewählten Inhalte möglichst knapp und in moderner Sprache zu fassen.

Zazen ist die große Praxis des Zen. In Versenkung (Meditation) zu sitzen ist auf dem Pfad zu wandeln, der das Leiden beendet. Auf ihm beginnt und verwirklicht sich die Transformation, die Buddha selbst als Einsicht in die Welt getragen und dieser zur Aufgabe gemacht hat.

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Auf dem Weg der Freiheit gibt es weder Liebe noch Hass. Hier ist alles offen und klar. Der Konflikt zwischen Zuneigung und Abneigung ist die eigentliche Krankheit. Sie ist die Ursache der Unruhe des Geistes. Weder die äußeren Erscheinungen noch die Erfahrung der Leerheit kommen auf dem Weg vor. Der Weg selbst ist leerer Raum. Auf ihm verschwinden alle Verwirrungen.

Den Geist zum Schweigen bringen zu wollen ist Denken. Denken aber ist wählen, ist immer mindestens zwei. Im Einen ist kein Wählen möglich, gibt es weder verachten noch zu Hause sein. Selbst der Leerheit zu folgen, entfernt von der Wirklichkeit. Nur frei von Worten und Gedanken wird alles durchdrungen. Innere Erleuchtung trägt weit über die Leere hinaus. Auch an der Leere zu hängen ist daher eine Täuschung. Es gibt keinen Grund, nach der Wahrheit zu suchen.

Urteilen verwirrt den Geist. Es verbirgt die Wahrheit. Lass los, und alles ist gut. Auch das Eine zu sehen ist schon ein Urteil. Denn das Eine bedingt Zwei. Unterscheidung ist immer zwei. Leerheit ist aber weder eines noch zwei. Darum gehe den Weg gelassen und ohne Sorge.

Die Sinnenwelt ist da. In ihr zu unterscheiden ist Träumen nachzuhängen. Die Wirklichkeit hat kein Ziel, kennt weder Vorliebe noch Abneigung. Sie sieht alle Dinge gleich. Ursachen verschwinden und Vergleiche sind somit nicht möglich. In ihr gibt es keine Regeln, kein Planen und kein Streben. Alle Dinge sind vergänglich. Wozu dann etwas festhalten?

Im Nicht-Denken ist weder Sein noch Nicht-Sein. Das Universum liegt hier vor den Augen. Es gibt weder Sein noch Nicht-Sein. Keine Teilung ist sichtbar. Alles ist eines, eines ist alles. Nur wer das durchdringt, kann in diesem Zustand verharren. GEIST 1 ist Nicht-Zwei. Nicht-Zwei ist GEIST. Ohne Angst vollende. Es gibt weder Vergangenheit, Gegenwart noch Zukunft.

(In) Zazen (zu sein) ist dieser Weg. Auf ihm zu wandeln ist nicht schwer.


  1. GEIST meint „das Absolute“, das „Alles-Umfassende“ und ist philosophisch vergleichbar mit immanenter Gottheit; Geist ist der Verstand, das Denken. ↩

Meditation und Allein-Sein-Können

Die Erfüllung eines lang geträumten Ideals, dem Ideal nämlich, frei zu sein von Fremdbestimmung und Hetze,  frei von der Ausführungspflicht offensichtlich sinnloser Tätigkeiten, die Freiheit zu haben, Pausen zu machen, wenn es notwendig ist, etwas Essen zu können, wenn der Hunger sich meldet oder einfach schlafen zu können, wenn die Müdigkeit sich einstellt, diese Freiheit also ist tatsächlich für jeden erreichbar. Die Schwelle, die dazu überschritten werden muss, heißt: Renteneintritt. Es ist nicht wie befürchtet ein Weg auf ein Abstellgeleis, sondern tatsächlich der Beginn des wirklichen Lebens. Meditation und Allein-Sein-Können weiterlesen →