Freiheit.01

Über Freiheit an sich

Über Freiheit und den Bezug zu Reformierung, Rebellion und Revolution

Wenn ich über Freiheit spreche und Wege und Möglichkeiten erörtere, diese gewünschte und (noch) nicht realisierte Eigenschaft zu erreichen, muss ich zunächst Begrifflichkeiten und Definitionen bemühen, damit ich im Gespräch mit anderen an der gleichen, allen gemeinsamen Startlinie ins Unbekannte aufbreche. Ich muss weiterhin unterscheiden zwischen Rebellion und Revolution, zwischen Selbst, Geist und Seele und vor allen Dingen zwischen der „Freiheit von…“, der „Freiheit zu…“ und Freiheit an sich. Ohne diese Begriffe definiert zu haben und ohne diese in gleicher Weise zu gebrauchen ist kein Gespräch über Freiheit möglich.

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Was ist der Mensch? Was bin ich?

Ich möchte angesichts der Überschrift einmal höchst pessimistisch beginnen und die Frage stellen, ob sich diese beiden Fragen, die aufeinander aufbauen, überhaupt wahr und „richtig“ beantworten lassen. Viele wissen aus ihrer Beschäftigung mit Meditationstraditionen wie Yoga und Zen, das die Frage „Wer bin ich?“ als einer der wirksamsten Schlüssel zur Bewusstseinsentwicklung gilt.

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Taoismus – Einblick in eine für Europa fremde Denkweise

Ich beschäftige mich seit mehr als 20 Jahren mit dem Taoismus, einer alten philosophisch-weltanschaulichen Kulturform, die im antiken China ihre Hochzeit fand. Das Daodejing, das Yijing und der Zhuangzi sind die Bücher und Schriften des antiken Chinas, die in meiner Anschauung die Hohe Kunst der Weisheit auch für die heutige Zeit verfügbar machen könnten.

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Yoga trifft Vipassana und Zen

Eine Meditationsanleitung mit Körperwahrnehmung und mehr…

Über Meditation wird viel geschrieben und veröffentlicht. Meist sind darin die verschiedenen Stufenwege beschrieben und wie uns was mit und in der Meditationssitzung (nicht) getan, (nicht) gedacht oder (nicht) erlebt werden soll oder kann. Das ist richtig so, und ich stimme mit allen darüber überein, das das auch notwendig ist, um das Meditieren zu verbreiten. Aber wesentlich in der Meditation ist die Erfahrung, die man selbst macht, die mir selbst passiert und das Gefühl, das mich in dieser kurzen Zeit begleitet.

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Padmasana und Meditation (Sitzen im Lotussitz)

Um Padmasana, das Sitzen im vollen Lotussitz, ranken sich viele Geschichten und Beschreibungen. Diese gehen von „für einen Europäer fast unmöglich“ bis zu „in wenigen Wochen erlernbar“. Viele Meditierende möchten gerne diese Sitzhaltung für ihr Zazen / Sitzen in Meditation nutzen, jedoch scheitern viele dabei, da sie entweder zu wenig über diese Asana wissen, diese mit unzureichenden Vorübungen oder gar mit Gewalt zu erreichen suchen und/oder einige Anpreisungen oder Beschreibungen nicht oder nur ungenügend verstehen. Ich habe mich daher entschlossen, ein wenig Licht ins Dunkel dieser Asana zu bringen.

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Die lebenswerte Angst…

Seit immer wieder neue Begriffe auftauchen, die unser Leben und die Art und Weise unserer Zivilisation zu beschreiben suchen kommt mir mehr und mehr die Frage in den Sinn, ob ich überhaupt noch weiß, nach welchen Kriterien wir eigentlich unsere Welt gestalten und was noch von Belang dafür sein könnte.

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Das Samadhi des Schatzspiegels – Das Hokyo Zanmai

Das Hokyo Zenmai ist ein ZEN-Text von Meister Tozan (807-869) und heißt wörtlich übersetzt: Das Samadhi des Schatzspiegels. Es beschreibt nach Deshimaru-Roshi das Geheimnis des Zen, beschreibt also die Essenz der Buddha-Lehre. Tozan hat darin erstmals die ursprüngliche Lehre schriftlich verfasst, die in seiner Zeit in Vergessenheit zu geraten drohte, weil unterschiedliche Lehren aufzutauchen begannen.

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Über Zazen – frei interpretiert nach den Versen des Shinjinmei

Das Shinjinmei von Meister Sosan (606 n.Ch.) ist der älteste bekannte Text des Zen. Er stammt aus einer Zeit, in der es noch keine Klosterregeln gab und in der das Zen noch nicht in Soto und Rinzai aufgespalten war. Die Verse sind in einer leichten poetischen Form abgefasst und daher etwas schwer verständlich. Ich habe mich bemüht, die ausgewählten Inhalte möglichst knapp und in moderner Sprache zu fassen.

Zazen ist die große Praxis des Zen. In Versenkung (Meditation) zu sitzen ist auf dem Pfad zu wandeln, der das Leiden beendet. Auf ihm beginnt und verwirklicht sich die Transformation, die Buddha selbst als Einsicht in die Welt getragen und dieser zur Aufgabe gemacht hat.

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Auf dem Weg der Freiheit gibt es weder Liebe noch Hass. Hier ist alles offen und klar. Der Konflikt zwischen Zuneigung und Abneigung ist die eigentliche Krankheit. Sie ist die Ursache der Unruhe des Geistes. Weder die äußeren Erscheinungen noch die Erfahrung der Leerheit kommen auf dem Weg vor. Der Weg selbst ist leerer Raum. Auf ihm verschwinden alle Verwirrungen.

Den Geist zum Schweigen bringen zu wollen ist Denken. Denken aber ist wählen, ist immer mindestens zwei. Im Einen ist kein Wählen möglich, gibt es weder verachten noch zu Hause sein. Selbst der Leerheit zu folgen, entfernt von der Wirklichkeit. Nur frei von Worten und Gedanken wird alles durchdrungen. Innere Erleuchtung trägt weit über die Leere hinaus. Auch an der Leere zu hängen ist daher eine Täuschung. Es gibt keinen Grund, nach der Wahrheit zu suchen.

Urteilen verwirrt den Geist. Es verbirgt die Wahrheit. Lass los, und alles ist gut. Auch das Eine zu sehen ist schon ein Urteil. Denn das Eine bedingt Zwei. Unterscheidung ist immer zwei. Leerheit ist aber weder eines noch zwei. Darum gehe den Weg gelassen und ohne Sorge.

Die Sinnenwelt ist da. In ihr zu unterscheiden ist Träumen nachzuhängen. Die Wirklichkeit hat kein Ziel, kennt weder Vorliebe noch Abneigung. Sie sieht alle Dinge gleich. Ursachen verschwinden und Vergleiche sind somit nicht möglich. In ihr gibt es keine Regeln, kein Planen und kein Streben. Alle Dinge sind vergänglich. Wozu dann etwas festhalten?

Im Nicht-Denken ist weder Sein noch Nicht-Sein. Das Universum liegt hier vor den Augen. Es gibt weder Sein noch Nicht-Sein. Keine Teilung ist sichtbar. Alles ist eines, eines ist alles. Nur wer das durchdringt, kann in diesem Zustand verharren. GEIST 1 ist Nicht-Zwei. Nicht-Zwei ist GEIST. Ohne Angst vollende. Es gibt weder Vergangenheit, Gegenwart noch Zukunft.

(In) Zazen (zu sein) ist dieser Weg. Auf ihm zu wandeln ist nicht schwer.


  1. GEIST meint „das Absolute“, das „Alles-Umfassende“ und ist philosophisch vergleichbar mit immanenter Gottheit; Geist ist der Verstand, das Denken. ↩
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Meditation in Yoga, Zen und Buddhismus